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Vollmond – Purnima im Skorpion, im Mondzeichen Jyeshta

 

Montag, 4. Juni 2012, 17:40

Jyeshta – Mondzeichen der Macht und Indras, Herrscher des Himmels

Indra - vedischer Gott des Feuers, des Regens und der Fortpflanzung

Die Mondfinsternis am  heutigen Vollmond  findet im Zeichen  von Skorpion statt, im Mondhaus  Nakshatra  Jyeshta. Dort befindet sich der Mond bis zum 5. Juni um 04:52 MEZ SZ

Jyestha entspricht in der indischen Mythologie  dem Urvater  Indra, König der Götter, Herrscher über Feuer, Sturm, Regen und Fruchtbarkeit. Indra steht in Beziehung  zur Exekutive, zu den Führungskräften, gesellschaftlichen Vorbildern und der Macht.  Menschen mit Reife und Würdenträger profitieren durch den Einfluss von Indra, wenn  sie in ihrer  Persönlichkeit  soziale Kompetenz und spirituelle Intelligenz aufweisen und in diesem Sinne  das Verhalten, das Handeln und die Einstellung der Bürger, Arbeitnehmer und ganzer Gesellschaften beeinflussen. Personen, die in diesem Aspekt Defizite aufweisen, werden durch diesen Jyeshta-Indraeinfluss entmachtet, entehrt, und können sogar  ihren  Einfluss und ihre Führungsrolle verlieren.

Jyeshtas Symbol ist ein Schutz-Talisman! So ist dieses Mondzeichen Jyeshta auch den schamanistischen Ritualen und Heilprozessen zuzuordnen.

Diese Finsternis kann die Geschäftswelt enorm stören oder damit verbundene, bisher etablierte Prozesse außer Kraft setzen. Insbesondre in volatilen Geschäftszweigen. (Beispiel: Schlecker) Management-  und Führungsbereiche sind davon besonders betroffen.

Projekte ohne nachhaltige Ausrichtung   und naturunterstützendem Charakter sind einem Fiasko eher ausgesetzt als andere. Auf globaler Ebene kann  es auffällig zu brisanten Eigenartigkeiten  und  Meldungen  kommen, die  im Zusammenhang mit militärischen Befehlshaber, politischen Führern und Verteidigungsministern stehen. (Bsp. U Boot Deals mit Israel)

Im Allgemeinen sollte man in den kommenden 6 Tagen nach dieser Mondfinsternis keine neuen Projekte beginnen und  außergewöhnliche Anstrengungen im geschäftlichen Sektor unterlassen. Für nach außen gerichtete Geschäftsaktivitäten  ist jetzt keine gute Zeit. Umdenken in Sachen Ziele und Strategie,  Neuorientierung und Restrukturierung ist begünstigt und kann gut geplant werden .

Heilarbeit, schamanische  Rituale und Tätigkeiten im Zusammenhang mit geistiger Heilung und Transformation, finden in diesem Zeitfenster gute Unterstützung. Es ist ein  ausgezeichneter Zeitpunkt für ein tieferes Eintauchen in die geistige, spirituelle Welt.

Kontakt:

Ganusch – Joachim F. Nusch

Tel.: 02463 997366

Email: info@jyotishi.de

www.jyotishi.de

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Janmashtami 22. August 2011

Happy Shri Krishna Janmashtami

Der Krishna Janmashtami Tag am kommenden Montag, auch als Shri Krishna Jayanti, Krishnas Geburtstag bekannt, ist ein besonders hervor zu hebender Tag der Gesamtheit und der Einheit. Er findet statt Ende August Anfang September acht Tage nach dem August Vollmond-Tag im Mondmonat Bhadrapada.

Welche Qualitäten und Muster ergeben sich aus der näheren Betrachtung dieser Einheit am achten Tithi der Krishna Pakshaphase (abnehmende Monphase) des Mondes?

Die Zahl „Acht“. Sie symbolisiert die Unendlichkeit.

Die acht Prakritis: unterteilte acht Kräfte der Natur. (Prakriti bedeutet Grundprinzipien der Natur und der manifesten Schöpfung).

Die acht Prakritis oder Grundelemente, die wir auch als Grundprinzipien verstehen können, aus denen unsere manifeste Schöpfung besteht sind :

1. Erde (Prithivi), das Feste
2. Wasser (Jala), das Flüssige
3. Feuer (Agni), das Flammende
4. Luft (Vayu), das Gasförmige
5. Raum (Akasha), der Weltäther
6. Geist (Manas), „das, was denkt“
7. Intellekt (Buddhi), „das, was unterscheidet“
8. Ego (Ahamkara), das Ichbewusstsein

Shri Krishna verkörpert vollkommenes verkörpertes Wissen, totale Stille, lebendige Allgegenwart, unendliche Dynamik, voll erwachtes und verkörpertes Potential, die Gesamtheit von Kriya Shakti, Gyan Shakti, Samanvayat, Purnah Brahm –

Einheit in Vielfalt.

Sommersonnenwende

 

21. Juni 2011

Sommeranfang. Astronomisch beginnt der Sommer mit der Sommersonnenwende: dem Zeitpunkt, zu dem die Sonne senkrecht über dem Wendekreis steht und die Tage am längsten sind. Auf der Nordhalbkugel geschieht dies am 21. Juni, auf der Südhalbkugel am 21. oder 22. Dezember. Sonnenaufgang heute 05:25 Untergang um 21:41 Uhr MEZ. Tithi Shashti. 6. Tag der abnehmenden Mondphase. Tag der Reinigung, spiritueller Praxis und des göttlichen Lichts.

Die Sommersonnenwende stellt einen Punkt im Rhythmus der Zeit des Sonnenjahres dar, ein Punkt der Energie der Lebenskraft Agni und des heiligen Feuers.

Die Sommersonnenwende am 21. Juni markiert den längsten Tag des Jahres, an dem die nördliche Hemisphäre am stärksten den Strahlen der Sonne ausgesetzt ist. Wir alle sind von dem Licht der Sonne abhängig. Alles Leben auf der Erde, unsere Pflanzen, die Tierwelt, lebt durch die Kraft der Sonne. Die Sonne die Quelle des Lichts, die Quelle der Intelligenz und des Bewusstseins und verleiht den Planeten Kraft und Prana. Es ist ein sehr glücklicher Tag der an diesem 21. Juni durch mehrere astrologische Ereignisse gekennzeichnet wird.

Wir haben noch vor wenigen Tagen, am 15. Juni eine Mondfinsternis erlebt und es entfaltet sich nun wieder mehr Vitalität und Stabilität. Der Mond befindet sich aktuell neun Abschnitte von der Sonne entfernt, im spirituellen Wassermann und ermöglicht das Potenzial zu Wachstum von Bewusstsein, Dharma und Nachhaltigkeit in der Welt. Am 22. Juni geht er weiter ins Zeichen der Fische.

Der Begriff Nachhaltigkeit, bekommt mit dem heutigen Tag ein neue Bedeutung. Im Moment ahnen wir nur, dass sich etwas ändert und das sich etwas ändern muss, steht jedem klar vor Augen. Heiße Luft darf jetzt nicht mehr produziert werden. Unsere Politiker können diese Herausforderung nicht alleine meistern. Dafür braucht es ein Umdenken im großen Stil. Global sind wir alle gefordert. Jeder Einzelne dort wo er seinen Lebensbereich sein eigen nennt. Jeder muss selbst etwas tun und zur Veränderung beitragen!

Vorleben und Mitleben. Doch Nachhaltigkeit ist nicht nur das verantwortliche Handeln im Sinne nachfolgender Generationen.

So beschreibt man nach heutigem Standpunkt Nachhaltigkeit mit einer

· ökologischen Dimension

· einer ökonomischen Dimension und einer

· sozialen Dimension.

Die „kosmische Dimension“ – Dharma wird noch nicht erkannt oder verstanden.

Wirkliche Nachhaltigkeit entsteht somit nicht nur durch das Handeln an sich, sondern durch Handeln in Einklang aller Naturgesetze.

So wie es in der Bhagavad Gita geschrieben steht mit folgendem Zitat:

"Yogastha kuru karmani"

Im Selbst (Einheit, Yoga) gefestigt – handle

Kap. II Vers. 48.

(Yogastah kuru karmani sangam tyaktva dhanajaya, siddhy-asiddhyoh samo bhutva samatvam yoga ucyate.)

Somit sollte unser Handeln eingebunden sein in der geistigen, der holistischen Dimension, was nach vedischem Verständnis und der Überlieferung der Yoga Sutras von Maharishi Patanjali, wie auch den Lehren von Shankara und anderer großen indischer Meister nur durch Meditation, Yoga und vedischer Lebensweise geschieht. Ohne diese innere stille Verbindung zur Quelle des Lebens, gibt es keine Nachhaltigkeit, denn unser Handeln würde nur geprägt durch die Projektionen der Erfahrungen der Vergangenheit und unserer Konditionierungen.

Im Mondhaus Shatabhishak, es verkörpert das Streben nach Vollkommenheit, dem Mondhaus der Heiler, der kosmischen Ordnung und des Dharmas, entsteht durch die heutige lunare Position Raum für Heilung von Körper, Geist und Seele aber auch Hinweise auf karmische Erfahrungen, Konsequenzen unseres Handelns aus Unkenntnis heraus entstanden.

Jupiter, der sich noch im ersten Zeichen des Tierkreises „Widder“ befindet, zeigt uns einen neuen Entwicklungszyklus, der uns hoffnungsvoll eine neue Epoche von Wissen, Weisheit und Ganzheit erahnen lässt. Diese Qualität zeigt eine Abkehr von rein technologischen, wissenschaftlichen, mathematischen Weltbildern, die in den kommenden zwölf Jahren unser Weltbild verändern werden. Nach einer Zeit rein materialistischer Paradigmen beginnt nun eine Zeit holistischer Weltanschauungen.

Saturn, der zwischenzeitlich seine feste und vergangenheitsorientierte Positionen in der Jungfrau verlassen hat, bringt weniger Stress auf der Erde, wie auch mehr Stabilität für unsere Gesundheit, gefolgt von einer Annäherung und allmählich wachsenden bewussteren Verbindung zur Muttererde und der Natur. Die vergangenen Klimakonferenzen werden bald in einem anderen Licht stehen, denn die vergangenen waren geprägt durch lokale und nationale Einflüsse ohne globale Ausrichtung.

In seiner Wirkung aus dem Hasta Nakshatra heraus auf Mond und Merkur vertieft Saturn die geistige und spirituelle Erfahrung, sorgt jedoch für emotional bedingten Stress und Unruhe für diejenigen, die sich keiner geistigen Disziplin wie Yoga oder Meditation unterziehen. Eine Entwurzelung von vielen Gruppen geht einher mit über 45 Millionen Menschen weltweit, die heute auf der Flucht sind aus politischen, wirtschaftlichen oder klimatischen Gründen.

Hasta bedingt nicht nur in Nordafrika eine Erneuerung ökonomischen und politischen Verständnisses, wirkt erhellend und formgebend. Das Interesse an subtilen und geheimnisvollen Methoden und spirituellen Praktiken wird begünstigt.

Rahu und Ketu die zuletzt ihren Transit am 6. Juni in das Zeichen von Skorpion und Zwilling hatten befinden sich nun im letzten Grad dieser Zeichen. Ein Moment und ein Muster kritischer Auseinandersetzungen für Massenunruhen, Völkerwanderung, Proteste Krieg und mangelnder Kommunikation. Die Opposition von Mars im Mondhaus Krittika, zu Rahu wird diese Schwierigkeiten in den kommenden Wochen noch erhöhen, insbesondere dann, wenn Mars neben seiner aktuellen Zeichenkonjunktion über Ketu läuft, am 22. Juli 2011.

Auch Venus steht momentan in dieser gleichen Rahu/Ketu Opposition im Zeichen des Stiers und deutet auf eine Erhöhung von Dynamik, überhöhtem Eifer und Heftigkeit unachtsamer Verhaltensmuster in der Welt hin.

Rahu ist zudem durch einen Saturnaspekt unbeständig und unberechenbar.

Die Zeit der Sonnenwende und der dargestellten Energie eignet sich besser für Sadhana (Yoga und Meditation) oder spirituelle Praxis, da die äußere Welt fortfährt Komplikationen und Schwierigkeiten mit sich zu bringen, zumal die direkt Zukunft, die unmittelbar vor uns steht, eher unruhig und in ihrem Gleichgewicht gestört sein wird. Die Sonnenwende bietet uns eine besondere Möglichkeit, Raum und Zeit zu überwinden.

Nach alten vedischen Überlieferungen, den Schriften des Rig Vedas, wird „Ayur“ als Agni oder Feuer bezeichnet. Dieses Agni umfasst die Essenz des gesamten Lebens, unserer Lebenskraft und unsere seelische Dimension. Die Seele oder das wieder geboren Wesens, eingebunden und verschleiert im manifesten Körper, Geist und Bewusstsein, in Form von Feuer und Licht.

Unsere heutige Welt ist eingebunden in dieses Element des Feuers durch die Blitze am Himmel, Tornados, Vulkanausbrüchen, Unwetter die zu Überschwemmungen führen, Waldbränden und Feuer in der Natur, überhitzten Gefühlen, jähzornigen Herzen, Streitsucht im sozialen Leben und zunehmenden Burn-Outs in der Gesellschaft.

Die Sonnenwende ist eine heilige Zeit. Eine Zeit der Feier und Initiationen, die einhergehen mit schammanischen Feuerzeremonien und uralten Ritualen. Agni oder das heilige Feuer, begegnet uns in unserem Leben durch Muttererde, Mutter Natur, dem Universum und unserem eigenen inneren Tiefen Feuer und Licht. Wir alle sind ein Funke Agnis.

Zu Beginn dieser Sonnenwende heißen wir den Sommer willkommen. Wir begrüßen diesen Übergang durch tieferes Sadhana (Meditation und Yoga) durch Gebet, Tapasya, Puja und unseren eigenen kulturellen heiligen Ritualen. Bei Sonnenaufgang geben wir der Sonne Wasser dar, singen Surya Mantras und führen Homas durch, wie es uns die alten indischen Rishs, die keltischen Druiden, Schamanen, indianische Medizinmänner oder Alchimisten seit Jahrtausenden überliefert haben.

Ehren wir respektvoll und achtsam unsere Sonne und Mutter Natur. Die Sonne kann uns Gesundheit, Erfolg im Beruf und spirituelles Wachstumsspenden. Die Essenz der Glücksenergie der Sonne können wir in unser Leben hinein rufen mit speziellen Mantras der Sonnenwende.

„Aum hrim Hamsah Soham Svaha“.

Dies ist ein mächtiges Param-Jyoti Mantra zum Anrufen des höchsten Lichts. Es berührt unser Herz in seinem innersten Kern und führt es zu einem lichtvollen Tanz.

Lassen wir dieses Jahr ein Fest des Lichts unserer Seele und des Sattvas (Ordnung, Ruhe, Licht, Klarheit) werden, ohne die Unruhe oder Überlagerungen des Rajas (Unruhe, Hektik, Instabilität) oder der Dunkelheit des Tamas (Starrheit, Trägheit, Ignoranz) .

Es liegt an uns, die hektischen, aggressiven und aufrührenden Energien um uns herum auszugleichen und zu heilen. Nachhaltigkeit entsteht aus der Stille des Herzens.

Verbeugen wir uns an diesem Tag vor der großartigen Errungenschaft durch „Surya Deva“, dem Herrn der Sonne und bitten wir um göttlichen Segen auf unserem zukünftigen Weg in harmonischer Koexistenz mit Mutter Erde und Mutter Natur.

GANUSCH

Joachim F. NUSCH

Wer uns einen netten Gruß hinterlassen möchte, ist in unserem Gästebuch herzlich Willkommen. http://www.jyotishi.de/index.php/gaestebuch.html

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Shani Jayanti am 1. Juni 2011

 

Shani Jayanti, am Tag von Amavashya (Neumond) und einer partiellen Sonnenfinsternis

Der heutige Tag wird als der Geburtstag von Shani Dev geehrt. Shani ist einer der neun Planeten (Navagrahas) der indischen Astrologie und wird in der tropischen Astrologie mit Saturn bezeichnet. Shani ist ein mächtiger Graha (Ergreifer), der oft Kummer und Sorge ins Leben bringen kann, wenn der Pfad der Rechtschaffenheit (Dharma) verlassen wird.

http://www.jyotishi.de/index.php/jyotish/50-grahasplaneten/54-saturnshani.html

Unter den Navagrahas ist SHANIDEV auch als Herr der Zeit und als der Richter bekannt. Shani wird auch „Shaneeswaran ‚,‘ Sani dev ‚,‘ Sanischara Bhagwan“ oder „ Chaya Putra“ ‚genannt.

Shani ist der Regent des Shanivar (Samstag). Er ist der Sohn von Surya (Sonnengott) und seiner Frau Chaya.

Wenn Saturn in einem Kundali (Horoskop) als ungünstig erachtet wird oder man steht unter dem Einfluss eines Saturndasha, der Saturn-Dhaiya oder Sadhesati Lebensphase, kann man sich von den Negativauswirkungen, die Shani (Saturn) erzeugen kann, durch empfohlene Upayas, (das sind Gegenmittel für die Beeinträchtigung durch Planeten) am Tag des „Shani Jayanti“ befreien.

Janma Ashtami, Geburt Krishnas

krishna[2]

Namasté

Der Sommer neigt sich seinem Ende entgegen. Nach einem größtenteils verregneten Juli und August, starten wir in den September und somit in den Herbst. So ist heute der meteorologische Herbstanfang. Die Sommerferien gehen zu Ende und ich hoffe, jeder konnte die Sommerzeit nutzen, um ein wenig Ruhe und Erholung im Urlaub zu finden. Es beginnt die Jahreszeit der Stille und Einkehr. Damit verbunden sind auch eine Reihe von Festen und Feiertagen, die in vielen Kulturen immer noch vom Mondzyklus bestimmt werden und in der vedischen Astrologie besonders hervorzuheben sind.

Heute stimmt die Zeit der Sonnenuhr mit derjenigen der lokalen Ortszeit überein. Trotzdem steht aber die Sonne nicht um 12 Uhr genau im Süden, d.h. am höchsten Punkt ihrer täglichen Bahn.  Einerseits haben wir mit der Einführung der Sommerzeit während dem Sommerhalbjahr erst um 13 Uhr Mittag, andererseits leben wir nicht nach der Lokalzeit, sondern nach regionalem Zeitzonen. Bei jeder modernen Astrologiesoftware, die im professionellen Bereich eingesetzt wird, finden wir zur genauen Ortsangabe Datenbanken mit Zeitzonenatlas und Geburtsortssuche. So kann der korrekte Aszendent und Sonnenstand zum Zeitpunkt der Geburt ermittelt werden.

Bei der Berechnung von Horoskopen, wird auf die lokale Ortszeit besonders achtgegeben. Dazu gehört auch die Berücksichtigung des Längengrades, des Breitengrades und der Sommerzeit.

Die Erde ist seit dem späten 19. Jahrhundert in Zeitzonen unterteilt, die durchschnittlich 15 Längengrade umfassen. Jeder Ort gehört zu einer bestimmten Zeitzone, wobei die Entscheidung, zu welcher, eine politische ist, die von der Regierung des jeweiligen Gebiets getroffen wird. Bei kriegerischen Auseinandersetzungen, Gebietsabtretungen und ähnlichen Ereignissen wechselte in der Geschichte die von den jeweiligen Machthabern festgelegte Zeitzone.
Die Zeitzone wird an vielen Orten durch Sommerzeit-Regelungen modifiziert, das heißt, viele Orte wechseln zweimal jährlich die effektiv geltende Zeitzone.

Man sollte folgende Begriffe keinesfalls verwechseln:

Ortszeit = lokal geltende, auf Uhren angezeigte Zeit, engl. local time
mittlere Ortszeit = bis Ende des 19. Jhd geltende Zeitnorm, engl. local mean time (LMT)
wahre Ortszeit = von Sonnenuhren angezeigte Zeit, Zeitnorm vor Einführung mechanischer Uhren, emgl. true local time oder local apparent time (LAT)
Greenwichzeit = mittlere Ortszeit der Sternwarte von Greenwich, welche den Nullmeridian festlegt, engl. Abkürzung GMT
Weltzeit = moderne Bezeichnung für Greenwichzeit, englisch Universal Time, Abk. UT

Die mitteleuropäische Zeit CET/MEZ/MESZ ist die Lokalzeit für Orte mit einer geografischen Länge von 15° Ost. Weil sich die Erde in 24 Stunden um ihre Achse dreht, entspricht eine Abweichung von einem Längengrad einer zeitlichen Differenz zwischen Lokal- und Zonenzeit von 4 Minuten. Für Orte westlich von 15° Ost kulminiert die Sonne entsprechend später, z.B. Mannheim oder Zürich 26 Minuten später. Östlich von 15° Ost ist früher "Mittag": z.B. in Wien 5 Minuten früher.

Heute am 1. September ist Halbmond. Der Mond steht im Stier, im Mondhaus (Nakshatra) „Rohini“.  Venus befindet sich in der Nähe des Sterns Spica,  im Mondhaus Chitra.  Sie ist heute glücklich in das eigene Zeichen der Waage eingetreten und verlässt das Zeichen ihrer Schwäche. Sie befindet sich nun bis 22. September im Zeichen ihrer Erhöhung (Mooltrikona) und wird dann in Konjunktion mit Mars gehen.

Für diejenigen, deren Aszendent im Zeichen der Waage steht, oder die Venus entsprechend der individuellen Horoskopqualitäten freundschaftlich gesonnen ist, wird sie in diesem Monat besonders gute Ergebnisse liefern.

Im Monat September finden eine Reihe spirituelle Feste statt:

Der wohl wichtigste Termin auf den ich hinweisen möchte, ist der 2. September.

In Indien werden alle Feiertage nach dem Mondkalender bestimmt. Diese sind somit ausschließlich bewegliche Feste.

Während wir jährlich am 24. Dezember die Geburt Jesus Christus feiern, findet der Geburtstag von Krishna laut Mond Kalender an “Janma Ashtami“,
dem 8. Mondtag der abnehmenden Mondphase (Krishna Paksha) im Monat Sravana statt. (August-September)

Dieser besondere Feiertag fällt in diesem Jahr auf den 2. September. Krishna ist eine hinduistische Form des Göttlichen und wird meist als der achte Avatar von Vishnu verehrt. Für seine Anhänger ist er die Inkarnation des Höchsten. Er ist die Verkörperung des Vedas und des "Dharma”. Krishna offenbarte „Dharmavidya“, das Wissen und die Kenntnis der  Rechtschaffenheit. Er beschützt diejenigen, die "Dharma” leben und schützen.

„Dharmo Rakshati Rakshitaram „ wie es in einem Zitat in der „Manava Dharma Shastra“ oder „Manu Smritis“, dem Gesetzbuch des Manus formuliert ist.

Der Mondtag, (Tithi) der diesen Geburtstag definiert, wird nach der exakten Sonnenaufgangszeit bestimmt.  Somit fällt Janma Ashtami in Europa auf den 2. September. Das Fest wird in Indien bereits am 1. September gefeiert.

Für das Aufsteigen des Ashtami Tithi, gibt es einen Zeitunterschied von 10 Minuten nach Sonnenaufgang und des Eintritts des Mondes in das „Rohini“ Nakashatra um 09:49 Uhr in Mitteleuropa. Hierdurch entsteht ein kalendarischer Unterschied, der bei der Berechnung von Muhurtas bzw. Bestimmungen für qualitative Zeitberechnungen und Zeitfenstern vom Astrologen zu beachten ist.

Zu dem Thema  Muhurta, über die Qualität der Zeit, werde ich in meinem nächsten Schreiben näher eingehen, denn dieser Bereich der vedischen Astrologie zählt zu einem der wichtigsten Zweige dieser Wissenschaft.

Janma Ashtami wird über zwei Tage gefeiert. So darf allerdings das Nakshatra (Mondhaus) "Rohini" indem der Mond dann steht, nicht auf denselben Tag fallen.

Der erste Tag ist als Krishnashtami bekannt. Er ist der eigentliche Geburtstag von Krishna Bhagwan und fällt auf den achten Tag nach Raksha Bandhan. Dieser fällt in der Regel in den Monat August. Der zweite Tag des Geburtstages ist als Kalashtami bekannt.

Die Beschäftigung mit Begebenheiten aus Krishnas Jugend sind ein zentraler Teil des Festes: überall im Land veranstaltet man Bühnenspiele mit den verschiedenen Episoden, den göttlichen Spielen, „Lilas“ genannt. Ausstellungen beschäftigen sich mit dem Thema und Lesungen aus der Bhagavadgita  und dem Bhagavata Purana, den wichtigen mit Krishna in Zusammenhang stehenden Büchern, sollen die Menschen mit seinen Lehren vertraut machen.

Zur Vorbereitung auf das Fest fasten viele Gläubige bis Mitternacht, der Geburtsstunde Krishnas. Idealerweise um Mitternacht, aber in der Praxis häufig am Abend davor, zelebriert man mit Pracht das Gedenken an die Geburt des göttlichen Kindes. Die Tempel werden geschmückt, es werden Lieder mit dem Namen Gottes gesungen, Glocken geläutet, das Muschelhorn wird geblasen und Sanskrithymnen zu Ehren Krishnas rezitiert. Während des rituellen Gottesdienstes, der Puja, verehrt der Priester Krishna in einer Murti, wie Hindus konsekrierte Statuen nennen, oder in einer Puppe in einem kleinen Bett, welches die Frauen vorher über und über mit Blumen geschmückt haben. Für Pujas im privaten Bereich oder in einem gemeinsam organisierten Fest ruft man meist einen Priester, der die Zeremonie durchführt. Am Ende des Ritus darf jede der Frauen das Kind mit mütterlicher Liebe füttern, indem sie mit einem kurzem Gebet etwas Milchbrei auf dem Finger anbietet.

Besondere Bedeutung hat Janmasthami in Mathura im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh, das für die Gläubigen der Ort von Krishnas Geburt ist. Dort feiern Einwohner und zigtausende von Pilgern aus der ganzen Welt das Fest in den vielen Tempeln der Stadt mit festlichen Gottesdiensten. Das indische Fernsehen überträgt die Feierlichkeiten, damit jeder im ganzen Land daran teilhaben kann. Die Bedeutung für Hindus ist vergleichbar mit den Weihnachtstagen für Christen in Bethlehem.

Über die Umstände der Geburt Krishnas berichtet das Bhagavatapurana. Krishna gehörte der königlichen Familie von Mathura an und war der achte Sohn von Prinzessin Devaki und ihrem Gatten Vasudeva, dem Sohn eines Yadava-Königs. König Kansa von Mathura war Devakis Cousin. Um auf den Thron zu gelangen, hatte er seinen Vater König Ugrasena ins Gefängnis werfen lassen. Nach der Vermählung von Devaki und Vasudeva prophezeite ihm eine Stimme, der achte Sohn des Paares würde ihn töten. Daraufhin hält er beide im Palastkerker gefangen und tötet die ersten sechs Kinder gleich nach der Geburt. Das siebente kann – nach einer scheinbaren Fehlgeburt – gerettet werden. Krishna kommt als achtes Kind zur Welt und in einer vorübergehenden Vision können die Eltern ihn in seiner kosmischen Form mit vier Händen sehen. Durch seine Wunderkräfte schlafen die Wärter ein, die Kerkerketten zerspringen und die Türen springen auf. Vasudeva flieht mit dem Neugeborenen über den Fluss Yamuna in das Dorf Gokul (bei Vrindavan im heutigen indischen Bundesstaat Uttar Pradesh), wo Krishna bei den Pflegeeltern Yasoda und Nanda aufwächst. Damit sich die Weissagung nicht erfüllen kann, sendet Kamsa einen Dämon aus, um den Neugeborenen zu töten. Doch Krishna überlebt und wächst als Hirte unter Kuh-Hirten auf. Daher ist mit seiner Geschichte besonders auch die Verehrung der Kuh verbunden.

Von dem Zwiegeschpräch zwischen Arjuna und Krishna handelt die Bhagavad Gita („der Gesang Gottes“), verkürzt auch nur Gita.

Sie ist eine der zentralen Schriften des Hinduismus und hat die Form eines spirituellen Gedichts. Der vermutlich zwischen dem fünften und dem zweiten vorchristlichen Jahrhundert entstandene Text ist eine Zusammenführung mehrerer verschiedener Denkschulen des damaligen Indien auf Grundlage der Veden, der Upanishaden, des orthodoxen Brahmanismus, des Yoga u.a.m., steht aber den Upanischaden gedanklich am nächsten.

„O Sohn des Bharata, so oft ein Niedergang des Dharma (Rechtschaffenheit, Tugend) und ein Überhandnehmen von Ungerechtigkeit und Laster in der Welt eintritt, erschaffe ich mich selbst unter den Kreaturen. So verkörpere ich mich von Periode zu Periode für die Bewahrung der Gerechten, die Zerstörung der Boshaften und die Aufrichtung des Dharma.“

Krishna kommt in der Bhagavad Gita, je nach Kontext, unterschiedliche Bedeutung zu: Einmal wird er als das kosmische Selbst angesehen, das alles Lebende durchdringt; ein anderer Aspekt ist die Bedeutung als innere Göttlichkeit, die eine Reflexion des kosmischen Selbstes in jedem Lebewesen ist. Eine dritte Funktion ist die des spirituellen Lehrers.

"Wer im Handeln das Nicht-Handeln wahrnehmen kann und erkennt, wie das Wirken sich fortsetzt, wenn er vom Wirken zurücktritt, ist unter den Menschen derjenige von wahrer Vernunft und Unterscheidungskraft."
Bhagavadgita

Weitere Feiertage im September nach dem indischen Mondkalender:

Janma Ashtami – 2. September 2010
Swarna Gauri Vratam – 10. September – Fastentag der Frauen
Ganesh Chathurti- 11. September 2010 (Ganeshs Geburtstag)
Shraaddh- Pitris Paksha – 24 September bis 7. Oktober

Zu beachtende Positionen der Planeten im September:

die Sonne geht in die Jungfrau am 17. September um 01:59 MEZ
Mangal, (Mars) geht in die Waage am 5. September um 23.34 Uhr
Budha, [Merkur] wird nach seiner Rückläufigkeit, die er seit dem 20. August inne hat, wieder direktläufig im Löwen, am 13. September um 01.09 Uhr und geht dann am 30. September in die Jungfrau um 07:24 Uhr
Jupiter bleibt während des gesamten Monats rückläufig in seiner Stellung in den Fischen, im 1. Pada des Nakshatras Uttara Bhadrapada, Herrscher Saturn
Venus tritt ein in die Waage am 1. September um 08:30 Uhr
Shani, (Saturn) verweilt weiterhin in der Jungfrau im Nakshatra Hasta.
Mangal, (Mars) und Jupiter bilden ein Samsaptak Yoga vom 20. Juli bis 5. September.
Sonne und Jupiter erzeugen ein Samsaptak Yoga, vom 17. September bis 17. Oktober.

Quelle:

aktueller indischer Mondkalender im Vedharma Wiki:
http://www.vedharma.de/index.php/Tithis_September_2010

Yam brahmavarunendrarudramarutah stunvanti divyaih stavai l
rvedaih sahgapadakramopaniiaadairgayanti yam samagah  l
dhyanavasthitatadgatena manasa pasyanti yam yogino l
yasyantarii na viduh surasuraganä devaya tasmai namah  l9 l

Gegrüßt sei dieser Gott, den Brahma, Varuna, Indra, Rudra und die Maruts mit göttlichen Hymnen preisen, den die Sama Sänger in den Veden und deren Angas be­singen, in den Pada und Krama Methoden und den Upanishaden, den die Yogis sehen, wenn ihr Geist durch Meditation in Ihm aufgegangen ist, und dessen Ende auch die Heerscharen der Götter und Asuras nicht kennen.

Siehe auch meine weiteren Blogs

Alles Gute zum Janma Ashtamifest.

krishna2[1]

Herzliche Grüße und einen schönen, lebensfrohen und bunten Herbst wünscht

GANUSCH

Joachim F. NUSCH

 

 

 

Narasimha Jayanthi 26. Mai 2010. Marstransit

Narasimha2[2]

Narasimha oder Nrsimha, ist die vierte Inkarnation des Gottes Vishnu und wird im Volksmund als "Mensch-Löwe " bezeichnet oder "halb Mensch – halb Löwe" .
Dieses Jahr 2010 fällt ist das Datum des Narasimha Jayanthi auf den 26. Mai.

Narasimha Jayanthi findet statt am 14. Tag des Shukla Paksha (zunehmende Phase des Mondes ) im Vaisakha Monat (April bis Mai). Diesen Tag nennt man im Mondkalender Chaturdashi. Ein Tag vor Vollmond. Genau an diesem Tag findet in diesem Jahr der Marstransit in den Löwen in das Mondhaus (Nakshatra) Maga statt.

Mars verlässt heute seine debilitierte Position der letzten 8 Monate. Es beginnt eine Zeit für ausgewogene, dynamische und leidenschaftslose Aktivität. Startpunkt für neue maßvolle Projekte, die geprägt sind von einer königlichen, erhabenen und weisen Würde, den Pfad der Rechtschaffenheit (Dharma) vorzubereiten.

Besonderes vorteilhaft für die Geborenen im Lagna (Aszendenten) Widder, Krebs, Löwe, Skorpion, Schütze und Fische.

Das Hauptziel der Narasimha Inkarnation war der Tyrannei des Dämonenkönigs Hiranyakashipu ein Ende zu setzen und wieder den Weg des Dharma zu ebnen.

Prahlada, der junge Sohn des Hiranyakashipu und ein glühender Verehrer von Lord Vishnu, ebnete den Weg für die Beseitigung von Adharma, der Zeit der Unwissenheit.

Es wird vermutet, dass Lord Vishnu in der Form von Narasimha erschien am Tag der Vernichtung des Dämonen Hiranyakashipus.

Auf Wunsch erstelle ich eine persönliche Analyse zur Deutung und Erläuterung dieser Narashima Zeitqualität und damit verbundener Wirkungen auf das persönliche Leben bis 19. Juli. Danach wandert Mars weiter ins Zeichen der Jungfrau.

"om kshraum,
ugram viram maha visnum jvalantam sarvatomukham,
nrisimham bhisanam bhadram mrtyu mrtyum namamy aham"

Herzliche Grüße und Namaskar

नमस्ते

GANUSCH

Jupiter Transit am 2. Mai – Er kommt nach Hause

"Ist dir schon einmal aufgefallen, dass sich Inspiration genau dann einstellt,
wenn du nicht nach ihr suchst? Sie kommt, wenn alle Erwartungen aufgegeben
wurden, wenn das Geist-Herz still ist."
Krishnamurti

guru[1]

Es ist schön, wieder einmal einen besonders erfreulichen Blog zu schreiben und ich wünsche viel Spaß und Inspiration beim Lesen.

Dieser Beitrag beschreibt die Qualität des aktuellen Juptiertransits in das Fischezeichen (Meena).

Persönliche Auswertungen und Analysen sind von diesem Bericht nicht abzuleiten. Eine genaue Deutung dieser besonderen Einflüsse auf das individuelle Leben, kann nur in einem persönlichen Gespräch erfolgen. Bei Interesse helfe ich gerne.

Man spricht auch von einem Transit, wenn sich ein laufender Planet durch ein Haus des Geburtshoroskops bewegt. Transite gehören zu den wichtigsten Prognosemethoden der Astrologie. Sie sind ein ebenso einfaches wie aussagekräftiges Instrument, um Themen und Bereiche zu benennen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt aktiviert werden und in den Vordergrund rücken. In welcher Weise sie hervortreten, darüber sagt der beteiligte Transitplanet etwas aus.
Das Wort „Planet“ geht zurück auf griechisch Planētēs, zu Planaomai omai). Das heißt auf Deutsch „umherirren, umherschweifen“. Es bezog sich im Altgriechischen auf eine Herde, die sich über die Weide ausbreitet. Daher wurden Planeten früher auch eingedeutscht als Wandelsterne bezeichnet, im Sinne von „der Umherschweifende“ bzw. „der Wanderer“. Dabei wurden durch Fehlen der himmelsmechanischen Grundlagen bis in die frühe Neuzeit der Unterschied zwischen Planeten und anderen Himmelskörpern nicht sauber erkannt, und durchaus Sonne und Mond, wie auch Kometen zu den Wandelsternen gezählt.

In der indischen Astrologie bezeichnet man Planet mit „Graha“. Das bedeutet wörtlich ergreifen. Der Ergreifer oder Gestalter,  jemandes habhaft werden, an sich reißen, in Besitz nehmen oder sich einer Sache bemächtigen.

In der Tat ist es wichtig durch Jyotish zu erkennen, dass manche Grahas (insbesondere Rahu)  einen ganz schön am Schlafitchen zu fassen kriegen können. Wir können lernen, wie wir diesem Einfluss in diesem Leben endlich wieder entrinnen. Ansonsten dürfen wir uns nicht wundern, wenn uns  im nächsten Leben wieder jemand am Rock- oder Ärmelzipfel hängt.

Planeten haben entsprechend ihrer Position im Horoskop eine bestimmte Rangstufe und Klasse. Sie wird durch das Zeichen oder durch eine bestimmte Gradzahl innerhalb eines Zeichens festgelegt.  Die Klasse eines Grahas stellt seinen Wirkungskreis und seine Wirkungskraft dar.  Sie prägt die Qualität und Struktur seiner Persönlichkeit, seines Temperaments, seiner Natur und des Einflusses seiner Häuserregentschaft (Karakatwa/Adipathya).

In meinem Rundbrief vom 19. Dezember 2009 hatte ich über den Transit Jupiters in das  Wassermannzeichen geschrieben, nachdem er das Steinbockzeichen, ein Zeichen was für ihn sehr ungünstig  ist, verlassen hatte. Dort fühlte er sich geradezu entwurzelt. Natürlich gibt es auch noch Erhöhungen der  Planeten in den entsprechenden Zeichen, was ebenfalls bedeutet, dass sie sich in diesen Zeichen wohlfühlen und dort tendenziell besonders gut funktionieren. Das sind für Jupiter die Zeichen, wo er daheim ist und sich wohl fühlt Schütze, Fische und auch bei 5° Krebs.

Im Zustand des Falls ist das aber umgekehrt. So fühlte sich Jupiter bis 2. Mai sehr unwohl und seine Befindlichkeitsstörung forderte manchen Tribut in finanziellen, politischen, rechtlichen, gesundheitlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten, mit langjährigen Konsequenzen für alle von uns.

Im Zeichen der Fische verbessert sich nun endlich seine Situation. Jupiter kommt nach Hause!

Jupiter, in der vedischen Astrologie, bezeichnet man ihn auch als „Guru“ oder Lehrer der Götter,  der als "der Herr des Glücks und positiven Geschicks" bekannt ist. Das bedeutet so viel wie ein Planet, der besonders günstige Ergebnisse bewirken kann. Es braucht 12 Jahre für Jupiter, um alle 12 Tierkreiszeichen zu durchlaufen. In jedem Haus verweilt er für ein ganzes Jahr bevor er dann in das nächste Zeichen wechselt. 12 Jahre dauert es also, bis sich alle Themen der zugrunde liegenden Jupiterwirkungen nachhaltig stabilisieren.

Jupiter ist zuständig z. B. für die Ehe, Kinder, Glück, Reichtum. Er fördert Einsichten in die Zusammenhänge des Kosmos, unterstützt Kreativität und Schöpfungskraft, vertieft spirituelle und  religiöse Prinzipien, lässt mehr Freude und Spaß im Leben zu. Jetzt hat Optimismus wieder eine Chance. 

Wenn sich Jupiter in einer guten Position im Horoskop befindet oder sein eigenes Haus/Zeichen besetzt, dann wird der/die Gebürtige eine einflussreiche Person sein, besondere Vorteile und Annehmlichkeiten des Lebens genießen, Glück und Freude erfahren können. Man wird das unmögliche möglich machen können.

In dieser Zeit kommt das Zitat von Walt Disneys zu tragen:

„Es macht Spaß, das Unmögliche zu tun.“

Interessanter Weise hatte Walt Disney Juptier im eigenen Zeichen stehen, (im Schützen) im 11. Haus, dem Haus  der Realisationsmöglichkeiten, Ideen, Ideale und Einkommen.

In den vergangenen 3 Monaten wurde so manch guter Vorsatz verzögert. Manche mussten Situationen erleben, in denen man den Eindruck gewinnen könnte, dass sie vom Pech verfolgt seien. Das Thema der Verschuldung von Griechenland, Portugal und Spanien kam zu Tage. Die chaotischen Finanzmärkte ließen im vergangenen Jahr keinen Blick auf diese Ländersituation zu oder es wurde erst gar nicht beachtet. Manches, was verborgen ist, wird noch erscheinen, denn Jupiter bringt „Wahrheit“ ans Licht. Die Schuldenkrise hat Europa fest im Griff und wird auch die USA erfassen. Aber dem erwachten Dämon eines zerrütteten kapitalistischen Systems will noch immer niemand begegnen.

In der Tat, wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech hinzu. So erging es auch der Bundeskanzlerin, die auf ihrem Rückweg aus den USA über Portugal und Italien auf dem Weg nach Berlin eine Reifenpanne hatte. Der Vulkan Eyjafjallajökull beeinflusste hier das Leben vieler Menschen in den letzten Tagen, auch wenn in unseren Medien kaum noch darüber berichtet wird, obwohl schon der nächste Vulkanausbruch in Mittelamerika, 200 km westlich von Guatemala, den dortigen Luftverkehr einschränkt. 

Die US-Behörden müssen zurzeit tatenlos zusehen, wie das Öl aus der defekten Bohrplattform vor Louisiana ungehindert ins Meer fließt. Zehn Tage nach der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" blockiert hoher Wellengang alle Bemühungen, den inzwischen 210 mal 112 Kilometer großen Ölteppich einzudämmen. Warnungen an uns, die diesen Planeten Erde bewohnen, die neue Zeitqualität ernst zu nehmen und etwas positives daraus zu machen. Glaube an die Unverwundbarkeit der eigenen Position der der westlichen Kultur und Systeme, stellt eines der größten Hindernisse für zukunftssichernde, nachhaltige Innovationen dar.

Wie gesagt, „Graha“ bedeutet Erzeuger, Ergreifer, Gestalter. Entweder nehmen wir die  Verantwortung an, oder die Gestalter übernehmen die Verantwortung.

Wie es so schön heißt: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.“ Wir sind heute vor die Lernaufgabe gestellt, Altes zu verlernen.

Verzögerung, Blockierung, Stillstand, Rückzug, Lähmung, Immobilität……alles Konsequenzen, die aus der vedisch astrologischen Sichtweise ableitbar sind und den laufenden Transiten zuzuordnen ist.

Unsere Zeit heute ist geprägt von Schnelligkeit und Wandel. Kennzeichen sind Unsicherheit, Ablehnung und ein Festhalten an alten Verhaltensmustern. Diese gelten aber heute nicht mehr, denn sie waren geeignet, Stabilität und Ordnung zu managen und planbares Wachstum in sich nicht verändernden Märkten zu verwalten. Ein Paradigmenwechsel aber hat stattgefunden. An die Stelle von Stabilität tritt Dynamik, an die Stelle von Ordnung ein Zurechtfinden und Schritthalten in neuen Technologien und Märkten, die sich so rasch verändern, wie der Börsenkurs eines Unternehmens in besonderen Zeiten.

Glücklicherweise hat alles im Leben zwei Seiten. So funktioniert es mit Glück und Pech auch umgekehrt. Glück zieht immer noch mehr Glück an, wie ein Magnet. Durch innere positive Resonanz können wir unser Glückspotential erhöhen. Jupiter dient uns dazu, dieses Glückspotential zu entfachen und wie ein Düngemittel einzusetzen.

Wenn Jupiter in unserem Horoskop das 2., 5., 7., 9. und 11. Haus, aspektiert, so beschreibt man das als  „Guru Bala“, was als besonders starker und günstiger Einfluss von Jupiter gewertet wird.

Während dieses bevorstehenden Zeitraums ist mit einem verstärkten spirituellen Einfluss, mit einer Einweisung in religiöse Praktiken im Leben oder einer neuen bzw vertiefenden Aus- und Fortbildung im Beruf zu rechnen, sowie einer Erweiterung von Kompetenzfeldern. Diese werden bei den vor uns liegenden Herausforderungen einer wirtschaftlichen und kulturellen Transformation dringend benötigt, wie auch bei dem Zusammenprall der Zivilisationen/Kulturkreise.

Wenn jedoch Jupiter nicht stark ist, so entstehen eher Schwierigkeiten und Hindernisse, die zu meistern sind. Betroffene Bereiche sind dann oft Finanzen und die Verlangsamung im Fortschritt von Projekten oder schwierige Anfänge bei der Umsetzung von neuen Plänen.

Gochara, was übersetzt „Transit“ bedeutet, gibt uns allerdings nicht das gesamte Bild der Situation oder einer zu bewertenden Zeitspanne. Es zeigt nur, dass die Energie eines Planeten Wachstumspotentiale ermöglicht. So erhalten wir nicht mehr Impulse oder Energie, um gute Entscheidungen treffen. Wir werden auch nicht einfach in die Lage versetzt, aus Erfahrungen zu lernen.

Jupiter ist neben Saturn der mächtigste Planet des Schicksals. Jupiter steht für die persönlichen Hoffnungen, das individuelle Streben und die Verwirklichung unserer Sehnsüchte.

Jupiter überwacht, ob wir unserer innersten Inspiration folgen. Ob wir das umsetzen und tun, was wir im Leben zu tun haben und den eingeschlagenen Weg zu Ende gehen, für den wir bestimmt sind.

Dies bedeutet, dass wir einen Nutzen aus der Erkenntnis und den Antworten auf dringende existentielle Fragen ziehen, die wir auf unserem Lebensweg erhalten. Hier begegnet uns Jupiter in Form unserer Lehrkräfte, Meister, Pädagogen, religiösen Amtsinhabern, Berater und Mentoren.

Wenn Jupiter im Transit günstige Häusern durchläuft, werden wir gute Erfahrungen mit dieser Gruppe von Lehrkräften haben. Sie inspirieren und fördern durch Orientierungshilfen. Sie werden uns große Vorbilder sein, von denen wir uns leiten lassen dürfen. Wenn Jupiters Transite ungünstige Häuser betrifft, wird sich unser Lebensplan nicht wunschgemäß entwickeln können.

In diesem Fall gibt Hindernisse oder Rückschläge für die Realisierung unserer Hoffnungen und Vorstellungen. Enttäuschungen stellen sich ein und unser Schicksal entwickelt sich schwierig. Das kann ungünstige Auswirkungen haben auf Familie, Beruf, Finanzen und Gesundheit. In diesem Fall ist Jupiter nicht in der Lage, das schwierige Schicksal zu beeinflussen oder aufzulösen.

Günstig/Ungünstige Bereiche des Jupitertransits:

Jupiter ist günstig im Transit des 2., 5., 7., 9. und 11. Haus vom Mond aus betrachtet.
Jupiter ist ungünstig im Transit des 1., 3., 4., 6., 8., 10. und 12. Haus vom Mond aus betrachtet.

Jupiter verweilt insgesamt bis Mai 2011 im Fischezeichen. Er wird jedoch durch eine Rückläufigkeit, Ende Oktober bis 6. Dezember, wieder in den Wassermann gehen und dann wieder bis Mai 2010 in die Fische.

Welchen Einfluss wird nun genau Jupiters Aufenthalt in den kommenden Monaten auf den Einzelnen haben?

Unser Geburtshoroskop zeigt uns an, wie die einzelnen Planeten uns während eines Transits beeinflussen. Zu erwähnen ist, dass es eine allgemeine energetische Verschiebung und eine persönliche Verlagerung von Einflüssen auf unser tägliches Leben geben wird.

Durch eine individuelle Jyotishberatung ist herauszufinden, wie diese besondere Veränderung  beeinflusst, und wie sie zu Verbessern oder Auszugleichen ist.

Beratungsanfragen unter 02463 997366 oder info[@]vedharma.de

Buchtip:

Stellen sie sich vor, Sie selbst wären das Glück. Würden Sie dann gerne bei sich vorbeikommen?" – ,
Glück kommt selten allein… Rowohlt Taschenbuch Verlag, Hamburg 2009
Eckart von Hirschhausen

Bevorstehende Transite:

Sonne Eintritt in den Stier am 14. Mai 2010
Mond Eintritt in Krebs am 21. Mai 2010
Mars Eintritt in Löwe: 26. Mai 2010
Merkur Eintritt in den Stier am 6. Juni 2010
Jupiter Eintritt in Fische am 2 Mai 2010 (Rückläufig im Wassermann Okt-Dez 2010)
Venus Eintritt in den Stier am 20. April 2010
Rahu Eintritt in Skorpion 3. Mai 2011
Ketu Eintritt in Stier. 3 Mai 2011

Saturn Eintritt in die Waage am 15. November 2011

Herzliche Grüße 

GANUSCH

 

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Chitra-Vollmond

 

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Der bevorstehende Vollmond im Mondmonat „Chitra“ (März-April) ist der Tag, an dem eine Überprüfung und eine Auswertung unseres karmischen Tagebuchs stattfindet.

Jede gute oder ungute Tat, jede Unterstützung oder jedes Vergehen, was wir an diesem Tag den Geschöpfen und unserer Umwelt entgegen bringen, wird vergrößert. Deshalb ist es besonders wichtig, an diesem Vollmond auf achtsames, ethisches und respektvolles Verhalten zu achten. Während des Chitra Vollmonds, am kommenden 28. April, können wir durch selbstlose Taten einen positiven und effizienten Beitrag zum karmischen Gleichgewicht unserer Welt leisten.

In Indien werden nach dieser Tradition, Brahmanen, Sadhus, heilige Menschen, Arme, Waise und hilfsbedürftige Menschen mit Spenden, Kleidern und Essen versorgt. Eine große Spendenaktion findet in der Umgebung des Arunachaleswara-Tempel auf dem heiligen Berg Tiruvannamalai in Tamil Nadu statt. Der Arunachaleswara-Tempel ist Gott Shiva Lingodbhava geweiht, der auf dem Berg Arunachala nahe der Stadt in Form einer Feuersäule erschienen sein und damit das Zeichen des Lingam geschaffen haben soll. Noch heute ist Tiruvannamalai daher einer der meistbesuchten hinduistischen Wallfahrtsorte in Tamil Nadu.

AKSHAYA TRITIYA – 17. April 2010

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Akshaya Tritiya, ist der geeignete Tag für jede Form von „Neuanfang".

Heute, so sagt man, wird die Zeitqualität nicht nur nach den üblichen astrologischen Überlegungen bewertet. Diese berücksichtigt man ansonsten immer für die Bestimmung bestimmter Veranstaltungen oder Aktivitäten.

Besonders günstige Qualitäten am heutigen Akshaya Tritiya Tag, eliminieren alle negativen Einflüsse der Planeten, die ansonsten bei der Planung von Projekten beachtet werden sollten, damit die Umsetzung einfacher wird und leichter von statten geht. Es ist auch ein ausgezeichneter Tag zum Heiraten oder sich zu Verloben.

Die bekannten Jyotish-Regeln dienen als Grundlage zur Berechnung eines bestimmten „Muhurtas“ (Zeitqualität und Auswahl des richtigen Moments für Elektionshoroskope), um zu entscheiden, ob es günstige oder ungünstige Einflüsse zu den gewählten Terminen geben könnte.

Nach dem vedischen Mondkalender gibt es besonders "gute Zeiten" und "gute Tage", um wichtige Dinge wie Umzug, die Gründung eines Unternehmens, Beginn einer Reise, die Unterzeichnung von Verträgen, Grundsteinlegung bei Hausbau, Einzug, Schmuckkauf, Therapiebeginn, Namenswahl bei Neugeborenen, Operationen oder Hochzeiten etc. zu planen oder auszuführen.

Der dritte Tag (Tritiya) des zunehmenden Mondes im Mondmonat „Vaishakha“- (April-Mai) ist der einzige Tag, wenn Sonne und Mond gleichzeitig erhöht bzw exaltiert sind. Dann steht die Sonne im Widder im Mondhaus Ashwini und Mond in Stier.

Wir müssen allerdings in diesem Jahr beachten, dass aufgrund des Adhikamasa (ein zusätzlich eingeschobener, ausgleichender Mondmonat), die offizielle Feier von Akshaya Tritiya am 16. Mai stattfindet. Da aber heute, am 17. April Sonne und Mond erhöht sind, sollte auch dieser Tag als Akshaya Tritiya betrachtet und gewertet werden.

Somit findet in diesem Jahr Akshaya Tritiya gleich zwei mal statt.

Der Adhikamasa ist ein viel versprechender Monat und wird auch „Purushottama“ Masa genannt. Ein besonders günstiger Monat für Spiritualität, inneres Wachstum und Glück.

„Purusha“ bedeutet so viel wie ewiges, unveränderliches Sein, höchstes Selbst oder die höchste göttliche Persönlichkeit, unbegrenztes Bewusstsein.

„Uttama“ bezeichnet man als das höchste, edelste und vorzüglichste, beste. „Masa“ heißt Mondmonat.

Die Adhikamasa Monate werden nur in Kalendern verwendet, die sich an dem vedischen Panchanga und dem Mondkalender orientieren. Es gibt in Indien verschiedene regionale Kalender, in Tamil Nadu, Kerala, Orissa, Assam und Bengalen, die den Adhikamasa nicht beachten, weil sie dem herkömmlichen Solaren-Kalender folgen.

Akshaya bedeutet, dass was niemals endet.

Überall in Indien Menschen feiern Hochzeiten, planen neue Geschäftsideen, lange Reisen und wichtige Veranstaltungen an diesem Tag. Sie kaufen Gold, Silber und anderen Vermögenswerte.

Es ist eine gute Zeit mit Projekten zu starten, die langfristig angedacht sind

Die beiden Legenden die dieses Datum begründen, sind beide mit der Mahabharata verbunden. Die Mahabharata gilt als die große Geschichte der „Bharatas“. Das bekannteste indische Epos.

Als die Pandavas (im Mahabharata sind sie die fünf Söhne des Königs Pandu) im Exil lebten, schenkte Lord Krishna der Prinzessin Draupadi, der sie wie eine Schwester behütete, eine Schale, die man „Akshaya Pathram“ Schüssel nennt. Was auch immer an Lebensmitteln Draupadi in diese Schüssel legte, wurde nie weniger. So konnte sie ihre Familie trotz weniger Ressourcen immerfort ernähren.

 

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(Draupadi. Die Ehefrau der Pandavabrüder: Arjuna, Maharaja Yudhisthira, Bhima, Sahadeva und Nakula)

Image from: 1972 by His Divine Grace A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada

In der “Puranas”, den heiligen Schriften der Veden, besagt eine Geschichte, dass an dem Tag von Akshaya Tritiya, der große Rishi und Gelehrte Vedavyasa, der Verfasser der Veden, zusammen mit Lord Ganesha begann das große Epos Mahabharata zu schreiben. An diesem Tag stieg Ganga Devi oder auch Mutter Ganges hinab auf die Erde.

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Nachdem König Bhagairathi viel Zeit in Buße und Meditation verbrachte hatte, ist er überglücklich über die Herabkunft der heiligen Wasser der Ganga, aus den himmlischen Regionen. Ganga würde nur herabsteigen, wenn ein geeigneter Ort für sie ausgewählt würde. Der geeignetste Ort dafür war Lord Shiva’s Haarschweif, der für diesen Vorgang stark genug war.

Der heutige Tag wird als der Tag bezeichnet, an dem es passiert ist.

Die heiligen Schriften Indiens berichten, wie einmal in jedem Dvapara-Yuga (also 1000 Mal im Laufe einer Weltschöpfung bis zur Weltauflösung, d.h. ca. alle 4′320′000 Jahre) ein Avatar in der Welt erscheint, um als Vyasa den Menschen die vedische Offenbarung nahezubringen. Es ist eine ewige Wiederkehr des Gleichen, das sich jedoch in mannigfaltiger Abwandlung offenbart.

„Mit weit offenem Herzen lauschte Vyasadeva den Worten seines Lehrers. Als Narada ihn schließlich wieder verließ, setzte er sich in Meditation nieder und sammelte seinen Geist vollständig im Zustand reinen Seins. Sat Chit Ananda, einem Zustand ruhevoller Wachheit innerer Fülle und Ganzheit. So verfasste er als letztes das achtzehnte Purana, das Bhagavata-Purana (Shrimad-Bhagavatam). Das Bhagavata-Purana wird auch das Aufgehen der Purana Sonne genannt. Es gilt als Vyasadevas Kommentar zum Vedanta (den Upanishaden oder vedischen Geheimlehren), deren Essenz er ja bereits in kurzen Merkworten in den Vedanta-sutras zusammengefasst hatte. Das Shrimad-Bhagavatam beginnt mit den gleichen Worten wie das Vedanta-sutra: janmady asya yatah = Die Absolute Wahrheit ist das, von dem alles ausgeht. Doch während im Vedanta-sutra die Weisheit des Veda in kurzen Merkworten zusammengefasst ist, enthüllt nun das Shrimad-Bhagavatam diese Absoluten Wahrheit bis in ihr innerstes Wesen. „

Die Durchführung von Vishnu Poojas und das Rezitieren der Vishnu Sahasranama stotra (1008 Namen von Vishnu) gelten als äußerst günstig an diesem Tag und steigern Wohlstand und Fortschritt.

Es ist ein guter Tag um mit einem Studium oder mit dem Schreiben eines Buches zu beginnen, da dieser Tag höhere Energien und feinere Ebenen spiritueller Wahrheit und Erkenntnis erfahren lässt. Was immer geschrieben werden soll, jedes Vorhaben schriftlicher oder literarischer Natur, hat heute einen guten Startpunkt.

Dana (Spende). Spenden für einen guten Zweck.Wenn wir heute eine Spende geben oder wir uns in den Dienst der Armen stellen oder Wohltätigkeitsorganisationen unterstützen, so führt das zu vielfältigen positiven Ergebnissen.

Anna Dana – die Speisung der Armen gilt als die beste aller Spende.

Wer dieser Philosophie, einem essentiellen Teil vedischer Lebensweise vertraut, hat die freie Wahl mit diesem Wissen etwas Gutes zu tun. Wenn wir uns mit halbem Herzen unseren Projekten widmen, werden die Ergebnisse die gewünschten Früchte nicht bringen und nur verkümmernde Wurzeln schaffen.

Wer nun einen neuen Anfang im Leben machen möchte, einen Plan umsetzen möchten – dann ist heute ein guter Moment dazu und der Tag hat immer noch ein paar Stunden Zeit, damit zu beginnen.

Glücklicherweise gibt es jedoch auch immer ein morgen!

Siehe auch meinen Blog zu Akshaya Tritiya von 2009

Herzliche Grüße

Joachim F. NUSCH

GANUSCH

Ein umfassender Ayurveda und Jyotish-Beratungs-Service wird auf der Website http://www.jyotishi.de für Privatpersonen und Unternehmen angeboten.

Das Vedharma Institut für vedische Lebensweise http://www.vedharma.de ist der Träger dieses Angebots und unternimmt große Anstrengungen in der Förderung vedischen Wissens. Durch Vorträge, Beratungen und Seminare, soll das Wissen der vedischen Wissenschaften in einer modernen Form im Westen bekannt gemacht und kompetent vermittelt werden.

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Beruht auf einem Inhalt unter www.vedharma.de.

Ayurveda,Mondkalender,Horoskope,vedische Astrologie

Ramnavami – 24. März 2010

Aum Shri Ram Jay Ram, Jay Jay Ram

Rama[1]

Rama oder Ram (Sanskrit, m., राम, rāma) ist nach den Lehren des Hinduismus die siebte Inkarnation von Vishnu, einem vedischen Prinzip vergleichbar mit Atman. Er gilt als gebildet, schön und mit allen königlichen Eigenschaften ausgestattet. Seine Geschichte wird in dem indischen Heldenepos Ramayana erzählt. Dieses handelt von Ramas Verbannung in die Waldeinsamkeit und dem Sieg über Ravana, nachdem dieser seine Gattin Sita nach Lanka entführt hatte. Ein wesentlicher Helfer bei diesem Kampf war der Affengott Hanuman.

In der mythologischen Geschichte war Rama der älteste der vier Söhne von König Dasharatha. Er begegnete Sita am Hof des Königs Janaka, wo er ein Bogenschießen gewann (mit dem Bogen von Shiva, den er als einziger spannen konnte). Rama heiratete Sita. Auf Drängen seiner Stiefmutter Kaikeyi wurde Rama in den Wald verbannt, wohin ihn zwei Menschen begleiteten: sein Bruder Lakshmana und seine Gattin Sita. Dasharatha ordnete an, dass Rama vierzehn Jahre lang in der Verbannung leben sollte.

Ramas Geburtstag Ramnavami ist ein wichtiges Fest der Hindus. Er fällt auf den 9. Tag des zunehmenden Mondes im Monat Chaitra (März/April).

Siehe Vedharma Mondkalender: http://www.vedharma.de/index.php/Navami

Zu Ehren des Gottes Rama

Ramnavami ist eines der wichtigsten Feste der Hindureligion, besonders des Vaishnava Ordens. An diesem besonderen Tag, wiederholen Sie den Namen Ramas mit jedem Atemzug und geloben, ein rechtschaffenes Leben zu führen. Die Menschen beten und meditieren, um endgültige Glückseligkeit des Lebens durch die intensive Hingabe zu Rama zu erreichen und rufen ihn an für seinen Segen und Schutz.

Viele Gläubige führen ein strenges Fasten durch an diesem Tag. Ansonsten ist es eine äußerst farbenfrohe Zeremonie, sehr inspirierend und lehrreich. Die Tempel werden geschmückt und das Bild von Lord Rama ist reich verziert.

Der heilige "Ramayana" ist in den Tempeln zu lesen. In Ayodhya, dem Geburtsort von Sri Rama, findet eine große, feierliche Messe an diesem Tag statt.

Im Süden von Indien findet "Sri Ramnavami Utsavam" satt. Das Fest wird für neun Tage mit großer Inbrunst und Hingabe gefeiert. In Tempeln und bei frommen Versammlungen erzählen Priester und Gelehrte die spannenden Episoden des "Ramayana". Die Kirtanists singen den heiligen Namen von Rama und feiern die Hochzeit von Rama mit Sita an diesem Tag.

Hier rein hören:

Shri Ram Navami Gesänge – Aum Shri Ram Jay Ram, Jay Jay Ram

 

Ich wünsche allen Lesern ein gesengtes Ram-Navami Fest 2010

GANUSCH

(Joachim F. NUSCH)

 

 srirama[1]

Nachfolgender Text ist eine Übersetzung der Ansprache von Sathya Sai Babas an Rama Navami (Ramas Geburtstag)


Tausende von Jahren sind seit Beginn des Treta Yugas vergangen, trotzdem besinnt sich noch heute, angefangen bei den Kindern bis hin zu den älteren Leuten, jeder auf den Namen Ramas. Die Herrlichkeit von Ramas Namen ist so, dass sie sich auch im Laufe der Zeit kein bisschen vermindert hat. Diese Wahrheit sollte von allen anerkannt werden. Rama ist der Name, der einer Form gegeben wurde, aber der Name Rama ist nicht auf eine Form begrenzt. Atman ist Rama, und sein wahrer Name lautet Atmarama. Deshalb ist, wo immer und wann immer ihr an den Namen Rama denkt, Rama direkt bei euch, in euch, um euch herum.

Verkörperungen der Liebe!

Rama ist ein und derselbe, ob ihr ihn nun mit dem Atman oder mit der Form in eurem Herzen identifiziert. Jedes Jahr kehrt das Fest von Rama Navami wieder, aber wir haben bisher dessen wahre Bedeutung nicht verstanden. Ihr identifiziert Rama mit einer Form; Rama ist jedoch auf keine bestimmte Form begrenzt. Es ist der Name, der in eurem Herzen verborgen ist. In der Welt geschehen ständig viele Wechsel und Veränderungen, aber Ramas Name ist unveränderlich, ewig, unbefleckt und dauerhaft. Rama war kein gewöhnlicher Mensch. Er war wahrhaftig Gott, der zum Wohle der Menschheit auf der Erde inkarnierte. Die Leute nennen Gott mit vielen Namen wie Rama, Krishna, Ishvara und Mahadeva. Das sind alles Namen des einen Gottes. Ihr solltet die Herrlichkeit dieses Namens erkennen. Der Weise Vasishtha sagte: Rama ist die Verkörperung von Dharma. Dharma selbst inkarnierte in der Gestalt von Rama. Ihr solltet Dharma befolgen. Welchem Dharma sollt ihr folgen? Nicht dem Dharma, der mit eurem Kopf verbunden ist. Folgt dem Dharmaprinzip, das aus eurem Herzen kommt.

Sita wurde die Gemahlin Ramas, der die Verkörperung von Dharma war. Wo wurde Sita geboren? Sita wurde aus dem Schoß der Erde geboren. Als König Janaka bei der Durchführung eines Yagnas ein Feld pflügte, fand er einen Kasten. Als der Kasten geöffnet wurde, fand man ein kleines Baby darin. Er betrachtete dies als Segensgabe Gottes, nahm es mit nach Hause und zog es mit großer Fürsorge und Zuneigung auf. Diesem Baby wurde der Name Sita gegeben. Da sie die Tochter des Königs von Videha war, wurde sie außerdem Vaidehī genannt. Dieser Name war sehr bedeutsam, denn er bezeichnete jemanden, der die Illusion transzendiert, die durch die Bindung an den Körper verursacht wird.

Einmal spielte Sita im Haus mit ihren Gefährtinnen Ball. Dort im Haus von König Janaka stand eine große Kiste, die einen riesigen Bogen enthielt. Als ihre Gefährtinnen mit dem Ball spielten, rollte dieser unter die Kiste. Niemand konnte die Kiste bewegen. Sita ging hin und schob sie mit der linken Hand zur Seite. Als König Janaka das beobachtete, beschloss er noch am selben Tag, dass Sitas Macht der Welt bekannt gemacht werden müsste. Er richtete ein Yagna aus und gab kund: “Wer den Bogen Shivas spannen kann, dem gebe ich meine Tochter Sita zur Frau.”

Aus vielen Ländern kamen Könige herbei. Alle dachten, es wäre ein großes Glück, Sita zu heiraten und König Janakas Schwiegersohn zu werden. Einer nach dem anderen kamen sie und versuchten, den Bogen hochzuheben, aber alle versagten. In jener Versammlung waren auch Rama und Lakshmana anwesend, begleitet vom Weisen Vishwāmitra. Auf Anweisung des Weisen ging Rama nach vorn. Er entzückte alle, indem er mit großer Bescheidenheit vortrat. Seine Rede, sein Handeln und sein Auftreten waren voller Liebenswürdigkeit. Er ging zum Bogen, hob ihn mit seiner linken Hand und spannte ihn. Der Bogen zerbrach mit einem gewaltigen Knall. Alle zeigten ihre Begeisterung durch lauten Applaus.

Die Leute hatten gedacht, es würde sehr schwierig sein, den Bogen zu heben. Aber was ist schwierig für Rama? Sein bloßer Wille (Sankalpa) konnte jede noch so erstaunliche Tat vollbringen. Vishwāmitra ging zu Rama und sagte: “Rama! Heute hast du deine göttliche Macht gezeigt. Das ist gewiss keine menschliche Kraft, sondern sie ist in der Tat göttlich.”

Alle priesen Rama und fingen an, ihn zu bekränzen. Dann brachte König Janaka seine Tochter Sita. Als sie kam, schaute Rama nicht einmal in die Richtung, aus der sie kam. Warum? Er wollte sie nicht ohne die Aufforderung seiner Eltern anschauen.

König Janaka ließ die gute Nachricht an König Dasharatha in Ayodhya überbringen. Er bat alle, zu kommen, sobald sie die günstige Zeit (Muhūrta) für die Hochzeit ermittelt hatten. Er sagte: „Dein Sohn war bei dem von mir veranstalteten Wettbewerb siegreich. Deshalb seid ihr alle gebeten, euch zu rüsten und herzukommen, um die Hochzeit Sitas mit Rama zu feiern.”

Willkommen alle zu Ramas Hochzeit;
gemeinsam werden wir das erfreuliche Schauspiel
mit eigenen Augen sehen.
Viele haben sich schon versammelt,
aufs Schönste herausgeputzt,
die Damen sind geschmückt mit Halsketten
aus reinen, schimmernden Juwelen.
Rama wird heute den Ehebund
mit der schönen Sita eingehen.
Oh was für ein feines Paar sie abgeben!

Die Frauen des Königreiches kamen, um an der Hochzeit teilzunehmen und sangen voller Freude das Lied:

Kommt, lasst uns die Hochzeit von Rama und Sita anschauen,
der Anblick soll große Verdienste verleihen.
Gesegnet sind, die dem Ereignis zusehen.
Oh kommt, alle miteinander,
seht mit Freude die heilige Vermählung.

In dieser Weise sangen sie – wenn die Frauen aus der einen Richtung kamen, erschienen die Männer aus der anderen – voller Freude: „Kommt, lasst uns hingehen und die Hochzeit ansehen!“ Dasharatha traf, in Begleitung seiner Königinnen und seiner Söhne Bharata und Shatrughna sowie seiner Minister, in großer Begeisterung in Mithila ein. Es sah aus, als wäre das gesamte Ayodhya nach Mithila gekommen. König Janaka empfing sie mit königlichen Ehren.

König Janaka hatte eine zweite Tochter mit Namen Ūrmilā. Sein jüngerer Bruder hatte zwei Töchter, nämlich Mandavī und Shrutakīrthī. Es wurde beschlossen, Ūrmilā mit Lakshmana, Mandavī mit Bharata und Shrutakīrthī mit Shatrughna zu verheiraten. Alle waren glücklich, dass alle vier Paare zur selben Zeit verheiratet werden sollten.

Als alle ihre Plätze eingenommen hatten, begann die Hochzeitszeremonie. Sita, Ūrmilā, Mandavī und Shrutakīrthī standen vor Rama, Lakshmana, Bharata und Shatrughna. Zuerst legte Sita die Girlande um Ramas Nacken. Danach bekränzten die drei anderen Bräute ihren jeweiligen Bräutigam. Alle Leute jubelten dem Geschehen voller Freude zu.

Es ist unmöglich, die göttliche Natur (Līlās) und Herrlichkeit Ramas zu beschreiben. Nach dem Hochzeitsfest brachen alle nach Ayodhya auf. Unterwegs hörten sie einen ohrenbetäubenden Krach. Als sie sich umschauten, um zu erkennen, woher das Geräusch gekommen war, fanden sie sich Parashurāma (6. Avatar Vishnus, der zeitgleich mit Rama, dem 7. Avatar Vishnus lebte, Anm.d.Ü.) gegenüber, und zwar in seiner wilden Form. Alle waren verstört und dachten: „Was soll jetzt dieses riesige Hindernis nach den prächtigen Hochzeitsfeierlichkeiten!“ Gut und schlecht folgen stets aufeinander. Nachdem sie in Mithila große Freude erlebt hatten, waren sie nun auf ihrem Weg nach Ayodhya einer großen Schwierigkeit ausgesetzt. Dasharatha und die anderen wurden von Furcht ergriffen. Parashurāma trat auf sie zu und fragte: „Wer hat den Bogen zerbrochen?“ „Ich habe das getan“, erwiderte Rama.

„Wenn das so ist, dann lass uns sehen, ob du meinen Bogen zerbrechen kannst.“ Mit diesen Worten gab er seinen Bogen in Ramas Hände. Rama zerbrach sogar diesen Bogen mit seiner linken Hand. Als Parashurāma das sah, entbot er Rama seinen Gruß und ging davon. Im Siegesrausch kehrten alle nach Ayodhya zurück und nahmen an den dort abgehaltenen Festlichkeiten mit großer Freude und Begeisterung teil. Die Leute veranstalteten Feste, um Ramas Macht und Sitas Hingabe in der Welt bekannt zu machen.

Mantharā wurde eifersüchtig, als sie all die Festlichkeiten sah. Leute wie Mantharā könnt ihr überall finden. Sie wurde sehr böse, als König Dasharatha beschloss, Rama anstelle des Sohnes von Kaikeyī zu krönen. Sie fing an, Kaikeyīs Gemüt zu vergiften, indem sie viele falsche Geschichten gegen Rama erfand. Als sie diesen schlimmen Reden Mantharās zuhörte, veränderte sich Kaikeyīs Einstellung. Obwohl sie Königin war, ließ sie sich von den Worten ihrer Dienerin beeinflussen und wurde für das Exil Ramas verantwortlich. Hinterher bereute sie es, als sie erkannte, dass es eine Verschwörung von Mantharā war. In Wirklichkeit liebte Kaikeyī Rama sehr. Es war Kaikeyī, die Rama viele Dinge lehrte. Rama liebte Kaikeyī ebenso, mehr als seine Mutter Kausalyā.

Mantharā flehte Kaikeyī an: „Mutter! Ich bin deine Dienerin. Seit deiner Geburt habe ich dich genährt und aufgezogen. Bitte, erfülle mir einen Wunsch. König Dasharatha hat beschlossen, Rama zu krönen. Aber er müsste Bharata die Krone geben, wie er es dir früher versprochen hat. Rama sollte vierzehn Jahre ins Exil geschickt werden.“

Rama und Sita waren beide für die Krönung bereit; sie trugen gelbe Seidenkleider. Alle warteten im Königshof darauf, sie willkommen zu heißen. Inzwischen ging Rama zu seiner Mutter Kausalyā und sagte: „Oh Mutter! Ich werde in den Wald gehen. Bitte gib mir die Erlaubnis.“ Kausalyā fragte: „Warum, mein Lieber! Warum willst du jetzt in den Wald gehen, wo die Zeit für deine Krönung gekommen ist?“ Rama antwortete: „Mutter! Es ist der Befehl meines Vaters, dass ich vierzehn Jahre im Exil im Wald verbringen soll. Ich muss das Versprechen erfüllen, das mein Vater gegeben hat.“ Nach diesen Worten grüßte er seine Mutter ehrerbietig und ging zu Sumitrā.

Sumitrā war die zweite Frau von Dasharatha. Vor seiner Ehe mit Sumitrā hatte Dasharatha die Zustimmung Kausalyās gesucht. Kausalyā antwortete: „Unser Königreich braucht einen Thronfolger, nicht wahr? Deshalb kannst du eine Frau deiner Wahl heiraten. Ich werde auch an der Hochzeit teilnehmen.“ Dasharatha war sehr glücklich und angenehm überrascht. Solche Frauen, die sich nach den Wünschen ihrer Männer richten, gibt es auch in der Welt!

Sumitrā war eine Frau mit großen Tugenden. Ihrem Namen getreu (Su-mitra = guter Freund) war sie allen eine Freundin. Sie ging zu Kausalyā und sprach ermutigende Worte: „Liebe ältere Schwester! Warum solltest du dich sorgen? Was denkst du von Rama! Er ist Gott Narayana selber. Was für eine Rolle spielt es für ihn, ob er in Ayodhya oder im Wald ist? Wo immer er sich aufhält, er ist stets bei uns. Für Rama sind Ayodhya und Aranya (Wald) ein und dasselbe.

Kausalyā wurde durch die Worte Sumitrās einigermaßen getröstet und ihr Gemüt (mind) beruhigte sich. Sumitrā fügte hinzu: „Liebe ältere Schwester! Mir sind zwei Söhne geboren, während ihr, du und Kaikeyī, jeweils einen Sohn geboren habt. Weißt du warum? Der Grund ist, dass meine beiden Söhne Gelegenheit haben werden, ihren älteren Brüdern zu dienen. Lakshmana wird Rama dienen und Shatrughna Bharata. Deshalb höre meinen Entschluss: Lakshmana wird mit Rama in den Wald gehen und wird Rama so beschützen, wie das Lid das Auge beschützt. Habe deshalb keine Angst.“

Bevor sie sich auf den Weg in den Wald machten, ging Lakshmana zu seiner Frau Ūrmilā. Sie hatte noch gar nicht erfahren, dass Rama, Lakshmana und Sita in den Wald gehen würden. Sie saß in ihrem Raum und war darin vertieft, die Krönungsszene von Rama und Sita zu malen. Eben da ging Lakshmana zu ihr und rief „Ūrmilā!“, um ihre Aufmerksamkeit zu erregen. „Ja, Herr!“ antwortete sie und erhob sich abrupt von ihrem Sitz. Als sie das tat, verschüttete sie versehentlich Farbe auf das gemalte Bild. Bekümmert rief sie: „Oje! Ein schön gemaltes Bild ist verdorben!“ Da sagte Lakshmana: „Ūrmilā! Hier sorgst du dich um ein verdorbenes Bild. Da drüben hat Kaikeyī die Krönung von Sri Rama verdorben, die anderen soviel Gutes gebracht hätte.“ Dann informierte Lakshmana sie, dass er mit Rama in den Wald gehen würde. Erschrocken über die Nachricht, dass Rama in den Wald gehen würde, fragte sie Lakshmana: „Was meinst du damit, dass Rama in den Wald geht? In wenigen Augenblicken soll er gekrönt werden, nicht wahr?“ Danach setzte Lakshmana sie von allem, was passiert war, in Kenntnis. Da sie mit großem Opfergeist ausgestattet war, brachte der Gedanke an eine Trennung von ihrem Gatten sie überhaupt nicht aus der Fassung. Hocherfreut, dass ihr Gatte die Gelegenheit bekam, Rama und Sita zu dienen, sagte sie zu Lakshmana: „Heilige deine Zeit, indem du Rama und Sita dienst. Wenige nur haben ein so großes Glück. Geh und sei glücklich.“ Mit diesen Worten verabschiedete sie sich von Lakshmana.

Janaka warnte seine Tochter vor den Gefahren des Waldes und fragte Sita: „Sita! Du gehst mit Rama in den Wald. Viele wilde Tiere streifen durch den Wald und man hört dort auch furchteinflößende Geräusche. Kannst du das alles ertragen, ohne dich zu ängstigen?“ Sita antwortete. „Wie kann Raum sein für Angst vor Tieren, wenn Rama, ein Löwe in Menschengestalt, bei mir ist? Rama ist Gott Narayana selbst. Deshalb habe ich nichts zu fürchten.“ In dieser Weise besänftigten Rama, Sita und Lakshmana die Ängste aller und machten sich auf in die Wälder. Im Wald beschützte Lakshmana Rama und Sita mit großer Fürsorge und diente ihnen mit ganzem Einsatz.

Nachdem Rama Ravana getötet hatte und zusammen mit Sita nach Ayodhya zurückkehrte, hießen die Leute sie begeistert willkommen und feierten ihre Rückkehr mit großer Festlichkeit. „Rama ist gekommen! Mutter Sita ist gekommen! Ayodhya strahlt im Glanz ihrer Herrlichkeit. Dies ist ein großer Tag für Ayodhya!“ Es gab viele ausgiebige Feierlichkeiten bei ihrer Rückkehr nach Ayodhya und die Leute waren überglücklich, Rama und Sita zu sehen, die sie als Gott Narayana und Lakshmi verehrten.

Sita riet Rama: „Verwandle dieses Königreich in ein Königreich der Freude, wo jeder ein glückliches Leben führen kann.“ Selbst heute noch verehren die Leute in Bharat Rama in jedem Dorf, jedem Haus und jeder Hütte. Es ist bei den Menschen von Bharat Sitte, ihren Kindern die Namen Rama und Sita zu geben. Selbst nach Tausenden von Jahren gibt es die Namen Rama und Sita immer noch. Die Herrlichkeit dieser Namen ist ewig und unveränderlich. In vielen Ländern hat es Kriege gegeben, aber nicht so in Bharat. Die Leute mögen wegen persönlicher Differenzen miteinander kämpfen, aber in diesem Land wurde kein Krieg geführt. Nicht nur das. Es wird niemals irgendeinen Krieg geben in Bharat. Es ist das Königreich Ramas (Rama Rajya), das Land des Friedens. Es ist das Land der Liebe.

Dieses Land Bharat hat viele edle Frauen hervorgebracht wie Savitrī
die ihren toten Ehemann ins Leben zurückbrachte;
Chandramatī, die mit der Macht der Wahrheit ein wildes Feuer löschte;
Sita, die ihre Keuschheit unter Beweis stellte,
indem sie unverletzt aus einem lodernden Feuer hervorkam, und
Damayantī, die einen bösartigen Jäger durch die Kraft ihrer Tugendhaftigkeit
zu Asche verbrannte.
Dieses Land der Frömmigkeit und des Edelmuts
erreichte Fülle und Wohlstand und wurde Lehrer aller Nationen der Welt
dank solcher reinen und keuschen Frauen.

Solche großartigen Frauen wurden im Land Bharat geboren. Deshalb ist in Bharat jeder Tag ein Fest und ein Anlass zu feiern. Ihr wisst, wenn einem Mann die Ehefrau stirbt, unternimmt er sofort alles, um wieder zu heiraten. Aber die Frauen von Bharat sind nicht so. Bharat wird zu Recht Lehrer der Welt genannt. In diesem heiligen Land inkarnierte Gott Narayana und erlöste das Leben der Menschen, indem er ihnen sein göttliches Spiel und seine göttliche Herrlichkeit zeigte.

Jeder einzelne Mensch ist ein Abbild des Atmans. Dieselbe Wahrheit wurde von Krishna verkündet: Der ewige Atman in allen Wesen ist Teil meines Wesens. Ihr alle seid die Verkörperungen des Atmans. Ihr mögt verschiedene Namen tragen, aber der Atmarama ist in euch allen derselbe. Deshalb glaubt nicht, dass Rama irgendwo anders ist. Euer eigenes Herz ist der Tempel Ramas. Denkt deshalb ununterbrochen an Rama, der in eurem Herzen wohnt. Rama ist bei euch, in euch, um euch herum, nicht nur im Wachen, sondern auch im Traum und im Tiefschlaf. Er ist ewig bei euch. Rama ist nicht auf eine bestimmte Form beschränkt. Er nimmt unzählige Formen an, doch obwohl es so viele Formen gibt, ist die Göttlichkeit in ihnen eine allein. Bietet deshalb jedem, der euch begegnet, euren Gruß und betrachtet ihn als Ramas Form. Jetzt wird Swami als Sai Rama und Sai Krishna gepriesen, weil er dieselben Prinzipien von Dharma, Liebe und Frieden verkörpert, welche Rama und Krishna personifizierten.

Rama wohnt jedem inne; Gott ist in allen gegenwärtig; Rama ist in euch. Tatsächlich seid ihr selber Rama. Verankert diese Wahrheit fest in eurem Herzen und verbringt eure Zeit gewinnbringend. Dann wird euer Leben mit immerwährender Seligkeit angefüllt sein. Rezitiert den Namen Ramas ohne Unterlass.

Äonen sind vergangen, trotzdem ist der Name Ramas nicht vergessen worden. Rama ist nicht getrennt von euch, und ihr seid nicht getrennt von Rama. Ihr mögt einen Menschen bei seinem Namen rufen, aber es ist Rama, der in ihm gegenwärtig ist. Ihr könnt ihn Sai Rama, Sita Rama oder Ayodhya Rama oder mit irgendeinem anderen Namen rufen, nur behaltet Rama immer im Gedächtnis.

Übersetzung der vom Aschram herausgegebenen, gedruckten englischen Fassung der Rede d. Jutta Steiner.

 

 

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