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Saturn Rückläufigkeit

Seit dem 13. Januar, dem Datum der Erdbebenkatastrophe in Haiti, erscheint Saturn in seiner Bewegung rückläufig. Die Laufrichtung eines Planeten, die man als „Direktläufig" bezeichnet, ist normaler Weise vorwärts gerichtet. Als rückläufige Planeten bezeichnet man Planeten, die in ihrer normalen, vorwärts orientierten Laufrichtung, in ihrer momentanen Bewegung rückwärts gewandt erscheinen. Sie lenken die Qualitäten unseres Geistes und unser Bewusstsein in Richtung Unerledigtes aus der Vergangenheit oder nicht abgeschlossener Lernprozesse. Reflektion und Rückbesinnung vor dem nächsten Schritt ins Neue, ist in dieser Zeitphase wichtig.

Sollte also etwas liegen geblieben sein, oder wegen der täglichen Zeitdiebe so manches aus den Augen verloren worden sein, ist es jetzt an der Zeit, den roten Faden wieder aufzunehmen.

Schauen wir auf das letzte und das vorletzte Ziel und stellen uns die Frage: "Welches der beiden Ziele ist mir wichtiger?" Ist nur die Erfüllung eines Wunsches wichtiger, dann bleibt die Liste wie sie ist.  Dann können langfristige Ziele nie Realität werden und  wir träumen weiter, anstatt unsere Träume zu leben. Lernen wir also Prioritäten zu setzen.

Verwirklichen Sie Ihre Ziele!  Verlieren Sie das nicht aus den Augen, in dem Sie sich sich eine ToDo Liste anfertigen für kurz,- mittel,- und langfristige Ziele. Hier finden Sie eine Vorlage für eine ToDo Liste zum Download.

Eine chinesische Lehrgeschichte aus dem Mohismus

"Warum nehmen die Könige, die Fürsten und die Großen bereits früh am Morgen an den   Geschäften des Hofes teil und ziehen sich erst spät am Abend zurück? Warum hören sie den Prozessen den ganzen Tag zu? Warum wagen sie es nicht, ihre Anstrengungen zu verringern? Weil sie sich sagen:

"Die Willensstärke schafft die gesellschaftliche Ordnung, ihr Fehlen bringt Unordnung; die Willensstärke schafft die öffentliche Sicherheit, das Fehlen dieser Stärke bedeutet öffentliche Gefahr". So wagen sie es nicht, ihre Anstrengungen zu verringern.

Warum verbrauchen Minister und Beamte ihre physische Kraft und erschöpfen ihre Intelligenz? Warum regeln sie die öffentlichen Geschäfte im Inneren und erheben Zölle und Steuern auf Produkte von außen? Warum wagen sie es nicht, ihre Anstrengungen zu verringern? Weil sie sich sagen: "Die Willensstärke erzeugt die Ehre, das Fehlen dieser Stärke die Unehre." So wagen sie es nicht, ihre Anstrengungen zu verringern.

Warum gehen die Bauern am Morgen aus und kommen erst am Abend heim? Warum strengen sie sich an zu pflügen, zu säen, zu pflanzen und möglichst viele Vorräte zu sammeln? Weil sie sich sagen: "Die Willensstärke bringt Reichtum, das Fehlen dieser Stärke Not; die Willensstärke bringt genügend Nahrung, das Fehlen dieser Stärke die Hungersnot". So wagen sie es nicht, ihre Anstrengungen zu verringern.

Warum stehen die Frauen früh am Morgen auf und gehen spät in der Nacht zu Bett? Warum mühen sie sich ab zu spinnen, zu weben, Hanf und Leinen zu verarbeiten, Tuch und Seide zusammenzufalten? Weil sie sich sagen: "Die Willensstärke bringt Reichtum, das Fehlen dieser Stärke Armut; die Willensstärke verschafft die Mittel, um zu heizen, das Fehlen diese Stärke
liefert uns der Kälte aus." So wagen sie es nicht, ihre Anstrengungen zu verringern."

Der Sinn des Handelns nach  „Mo Di"

Was in diesen Worten von" Mo Di" (auch Mozi genannt) aus Lu, China ca 500 v. Chr., dem Gründer der Schule der Mohisten besticht, ist der Sinn des Handelns. Er formierte zu Lebenszeiten und Anlehnung an die „vollendete Gesellschaft" nach Konfuzius die Theorie die Rechtschaffenheit:

Alles Handeln ist darauf gerichtet, in bewusster Anstrengung, jedoch in Freiheit und Selbstbestimmung sein Schicksal und das seines sozialen Umfeldes zu verbessern.

Hier ist die Wurzel des Erfolgs. Im individuellen und unternehmerischen Bereich geht es darum, den Zustand des Lebens oder der Unternehmung auf der Grundlage einer Vision, eines Leitbildes und einer Strategie zu verbessern.

Man darf keine raschen Erfolge wünschen und darf nicht auf kleine Vorteile
sehen. Wenn man rasche Erfolge wünscht, so erreicht man nichts
Gründliches; wenn man auf kleine Erfolge aus ist, so bringt man kein
großes Werk zustande.
Konfuzius

Viele in unserer modernen Gesellschaft haben Willensstärke aus Mangel an Visionen und Zielen eingetauscht, gegen Komfort und Bequemlichkeit, gegen Genuss und kurzweiligen Zeitvertrieb. Eine Kultur braucht aber ständige Erneuerung und Wandel zu höheren Werten und nachhaltigen Prinzipien. Ein kontinuierlicher Prozess der Erneuerung, der schöpferischen Veränderung. Sonst stirbt sie aus.

Saturn wird etwa alle 12 1/2 Monate für etwa 4 1/2 Monate rückläufig und gibt uns die  Gelegenheit, unsere Ausrichtung, unser Handeln und unsere Zielorientiertheit zu prüfen.
Das ist nichts Neues oder Ungewöhnliches, denn Saturn geht regelmäßig in die Rückläufgkeit. So war es am 26. Dezember 2004 um 00:58 Uhr UTC (07:58 Uhr Ortszeit) bei der großen Tzunami im indischen Ozean, der bisher schlimmsten Tsunamikatastrophe der Geschichte. Mindestens 231.000 Menschen in 8 asiatischen Ländern wurden getötet. Damals stand Saturn im Krebs, in einem „Wasserzeichen", was ein Wasserbeben anzeigen könnte.
Ebenso können wir sehen, dass Saturn zum Zeitpunkt des schweren Erdbebens in Haiti wieder Rückläufig war. Jetzt steht er in einem „Erdzeichen", was ein Erdbeben vermuten lässt.
Das Ergebnis dieses enormen Erdbebens und seiner Nachbeben, was bis heute über 120.000 Tote und über 2.000.000 Obdachlose gefordert hat, zwingt die Menschengemeinde erneut zu einer globale Hilfsaktion und zur „Solidarität der Herzen". Hundertausende Menschen müssen umgesiedelt werden.
An dieser Stelle möchte ich jeden Leser einladen und motivieren, an der von mir unterstützten Aktion teilzuhaben. Für weitere Informationen zu meiner Spendenaktion bitte hier weiterlesen.

Unterdessen gab es in Lateinamerika weitere, kräftige Erdbeben: Bolivien wurde am vergangenen Samstag innerhalb von einer Stunde von zwei Beben der Stärken 5,3 und 5,2 erschüttert, Costa Rica gleich von vier Erdstößen der Stärken 5,2, 4,7, 4,9 und 4,8.

Saturn zeigt uns unsere Grenzen und unsere Verletzlichkeit. Demut ist eine Tugend, die wie Rechtschaffenheit von Saturn eingefordert wird. Saturn hat mit der Natur unserer Verpflichtungen und unserer Pläne zu tun. In der Regel sind wir zu halbherzig bei der Umsetzung unserer Vorhaben und müssen mit den Konsequenzen leben. Saturn ist der Planet der Ernte, aber es kommt auf die Saat an, die wir eingesetzt haben. Erwarten wir Traumschlösser, ohne das erforderliche an Engagement und höherem Sinn zu erbringen, ernten wir nur eine kleine bescheidene Besenkammer.

Die Verwässerung und das Weichspülen unserer Verpflichtungen mag Saturn gar nicht. Es ist hochinteressant, dass Saturn als Planet der Rechtschaffenheit, Ehrenhaftigkeit, Tugend, Konsequenz und Geduld bezeichnet wird. Er will Ordnung und Klarheit, was das Leben strukturieren aber auch durch einen überbetonten Wirklichkeitssinn zu viel Lebensernst erzeugen kann. Durch Saturn bekommen wir bis Mai die Möglichkeit, unsere Ausrichtung  zu überdenken und uns erneut zu fokussieren. Glücklicherweise gibt es ja noch Venus und Jupiter, die der ganzen Disziplin und Aufopferung wieder etwas Freude geben.

Saturn befindet sich bis zum 30. Mai 2010 rückläufig in der Jungfrau. Bis dahin ist es auf jeden Fall ratsam, keine neuen Pläne zu  implementieren oder von den bestehenden übereilig Abstriche zu machen. Von großen Sprüngen sollte man absehen. Es ist eher ratsam unserer Verpflichtung zu einer Erneuerung unserer Werte nachzukommen. Die Dinge zu vertiefen an denen in den letzten 2 Jahren bereits gearbeitet wurde.

(Siehe meine vorherigen Blogs zum Thema Saturntransit. Hier zum Nachlesen )

Die Fortführung der alten Atompolitik, die immer noch überhöhten Bonizahlungen, weitere Zockermentalität an den Börsen (siehe Ölpreise), halbherzige Klimapolitik, die alte Politik im Gesundheitswesen, politischer Lobbyeismus jenseits von Bürgerinteressen. Das sind keine Anzeichen besonnenen Handelns für die erforderlichen Prozesse zum Wertewandel, den wir benötigen und der durch Saturn eingefordert wird.

Im Zeichen der Jungfrau, in der Saturn bis 15.11.2011 verweilen wird, besteht ein Teil der Natur darin, diesen Wertwandel zu implementieren. Ob wir wollen oder nicht.

Saturn in Löwe (November 2006-September 2009) löste eine Zerstörung der mangelhaften Machtstrukturen in Politik, Finanz- und Wirtschaftsbereichen aus. Im Anschluss folgt weltweite Wirtschaftskrise, unter deren Einfluss wir noch länger stehen werden. Darin liegt eine große Zukunftschance. Unter dem derzeitigen Saturneinfluss ist es möglich, ein bedeutungsvolleres, besseres Leben zu gestalten, was auf dem Scherbenhaufen des alten abgedroschenen Paradigmas aufgebaut wird.

Dieses neue Zeitfenster müssen wir nutzen, um zu einem konstruktiveren Denken, im Sinne spiritueller und ganzheitlicher Prinzipien finden. Vedische Philosophie und Lebensweise, die uns durch Ayurveda, Jyotish, Vaastu und Yoga übermittelt wird, kann uns darin eine Orientierung geben. Die Erfahrung im Umgang mit vedischer Wissenschaft und Implementierung von vedischen Kernprinzipien in unsere westlichen Denkmodelle, kann unser „Repertoire festgeprägter Eindrücke" nur befruchten.

Die Erfahrung durch den zeitlich auftretenden bremsenden Saturneinfluss, kann dazu führen, dass wir uns von den  Aufgaben, die erledigt werden müssen überwältigt und erdrückt fühlen. Genau das ist die Art dieser Saturnwirkung. Sie erhöht den Druck, damit wir es ernst nehmen. Es gab ausreichend Botschaften zur Vorbereitung dieser Prozesse in Jahren zuvor. Wir müssen uns unweigerlich den erforderlichen Aufgaben der Veränderung unserer kulturellen Werte, festgefahrener Klischees und alter Paradigmen stellen.

Saturn, er wird in Sanskrit „Shani" genannt, wird in seiner Natur als Tamas-Planet angesehen. Tamas, ein Wort was aus dem alten Sanskrit kommt, ist eines der 3 Urkräfte oder Qualitäten (zur näheren Beschreibung des Wortes Guna in unserem Vedharma-Wiki weiterlesen). Es bedeutet so viel wie Festigkeit, Struktur und Starrheit.

Als Tamasplanet steht Saturn für Sicherung und der Notwendigkeit zur Bewahrung  der Wahrheit und nachhaltiger Werte.

Die Macht der Tamasenergien tritt hervor, wenn wir nicht im Einklang mit der physischen Welt sind. Wenn wir auf der Basis der Begleiterscheinungen eines verwirrten, diffusen Geistes reagieren. Unsere Gedanken, Ideen und inneren Zustände sollten klar und konzentriert sein.

Wenn wir Tamasenergien in unserem Denken und in unserer Realität zulassen, entstehen oft undefinierbare Ängste  (Saturn), Zorn (Mars) und Verwirrung (Rahu/Ketu).

Bleiben wir ruhig und gelassen. Sorgen wir für ausreichend Stille, Erholung, Schlaf und Meditation. Dann werden wir von diesen Energien nicht überwältigt.

Schlüsselbegriffe für die Phase des rückläufigen Saturn in Jungfrau bis Ende Mai 2010:

* Reflektieren
* Organisieren
* Fokussieren
* kreative Erneuerungsprozesse

Lassen Sie sich verraten, welche Überraschungen und Herausforderungen Ihnen der Einfluss Saturns im indischen Horoskop anzeigt und wie die vedische Astrologie Ihnen helfen kann, zu mehr Glück, Zufriedenheit und Erfolg in der bevorstehenden Zeit zu gelangen.

Bei Fragen zu Ihrem individuellen Horoskop für die Zeit von Saturn in Jungfrau, vereinbaren Sie bitte einen Beratungstermin.

Herzliche Grüße

GANUSCH

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Sonnenfinsternis (Grahanam)

Der Rig-Veda 5,40 Sukta: 5-9 beschreibt eine Sonnenfinsternis (Grahanam) 3.928 vor Chr. in folgender Weise:
5. Als dich, Surya, der asurische Svarbhanu mit Finsternis geschlagen hatte, da schauten die Geschöpfe aus wie ein Verirrter, der nicht ortskundig ist.
6. Damals als du, Indra, die Zaubereien des Svarbhanu, die unter dem Himmel vor sich gingen, zerstörtest, da fand Atri mit dem vierten Zauberspruch die von der ungesetzlichen Finsternis verhüllte Sonne.
7. (Surya:) „Nicht soll er mich, der ich dein bin, o Atri, falsch von Neid und Furcht verschlingen. Du bist der Mitra (Freund), dessen Gunst echt ist. Du und König Varuna, ihr beide nehmt mich hierbei in Schutz!"
8. Atri, der Hohepriester, der die Presssteine in Tätigkeit setzt und mit bloßer Verbeugung die Götter ehrt und zu gewinnen sucht, hat das Auge der Sonne an den Himmel gesetzt und die Zaubereien des Svarbhanu beseitigt.
9. Die Sonne nämlich, die der asurische Svarbhanu mit Finsternis geschlagen hatte, die fanden die Atri’s wieder, denn andere waren dazu nicht imstande.

Warum glauben Hindus noch heute, dass die mythologischen Dämonen Rahu und Ketu die Verursacher einer Sonnenfinsternis oder Mondfinsternis sind?
In der indischen Mythologie gibt es eine wunderbare Geschichte, die beschreibt, wie die Götter und die Dämonen einst einen Bund eingingen, um einen Nektar (Amrita) herzustellen, der ihnen Unsterblichkeit verleihen könnte.

Die Geschichte handelt vom schäumenden Milchozeans (Milchstraße) und über die Herabkunft von Lord Vishnu, als göttliche Schildkröte oder Kurma Avatar. Götter und Dämonen vereinten sich, um die feinste Essenz des Nektars des Lebens aus dem schäumenden Milchozean zu gewinnen.

Ähnlich wie bei der Gewinnung von Fleur de Sel, kam es auf die Essenz des Nektars an.

Die Fleur de Sel (dt. „Salzblume“, sp. „Flor de Sal“), wird als das beste Meersalz bezeichnet. Es entsteht nur an heißen und windstillen Tagen als hauchdünne Schicht an der Wasseroberfläche und wird in Handarbeit mit einer Holzschaufel abgeschöpft. Eine besonders hochwertige Qualität wird so gewonnen.

In der Mythologie Indiens ist es der Dämon „Rahu“, der versucht laut der Überlieferung, die Sonne zu erobern und das Licht zu fressen.

Viele Mythen und Legenden ranken sich um Rahu und Ketu, die beiden Mondknoten. Der bekannteste erzählt von Rahu Ketu als Naga Vasuki – dem Herrscher des Patala Loka (der Unterwelt ). Nagas sind in der vedischen Literatur keine gewöhnlichen Schlangen sondern verfügen über außerordentliches, geheimes Wissen und Klugheit Zwischen Göttern und Dämonen entbrannte ein ausgedehnter Krieg um die Herrschaft des Universums, in dessen Mitte lag der Ozean, der aufgewühlt wurde, um seine verborgenen Schätze und Amrita – den Nektar der Unsterblichkeit zu finden. Vasuki half den Göttern bei ihrem Kampf. Er war das Seil, das um den spirituellen Berg Mandara gebunden war, der von den Göttern als Rute benutzt wurde, um den Ozean aufzupeitschen.

Als das Amrita gefunden war, wollten es die Götter für sich behalten, da sie fürchteten, die Dämonen würden es für den falschen Zweck einsetzen. Als Dämon waren Vasukis Instinkte eher auf persönlichen Ruhm und materielles Glück ausgerichtet, als auf das allgemeine Wohl. (Die Selbstaufopferung für andere wird als der göttliche Impulse betrachtet.)

Vasuki war intelligenter als die andern Dämonen und ließ sich nicht von den Göttern von seinem Ziel abbringen. Heimlich trank er den Nektar der Unsterblichkeit. Sonne und Mond klagten ihn bei dem himmlischen Gebieter Vishnu an, dem Schöpfer des Universums, der über diesen Betrug sehr verärgert war. Im Zorn schleuderte er das Sudharsan Chakra gegen Vasuki, den großen Nagakönig, und schnitt ihn damit in zwei Teile. Vasuki aber, der Amrita getrunken hatte, war unsterblich geworden und konnte daher nicht getötet werden. Er blieb am Himmel als Rahu ( Kopf) und Ketu (untere Hälfte), eine ständige Mahnung für die andern Planeten (Götter) an die dunklere Seite des Lebens, die wir mit dem Ziel der Unsterblichkeit zu überwinden haben.

Rahu Ketu gelten als große Feinde von Sonne und Mond, da diese Lord Vishnu über sie berichtet haben. Symbolisch verschlucken sie die beiden Lichter während der Eklipsen. Ihre Fähigkeit, Sonne und Mond zu verfinstern, verleihen ihnen den wirkungsvollsten Einfluss im Zodiak. Die Sonne, um die alle anderen Planeten und das Sonnensystem kreisen, der Mond, der das Leben auf Erden bestimmt, werden von Rahu Ketu während der Eklipsen verfinstert. Rahu Ketu vertreten das kosmische Gesetz, dem jeder, einschließlich Sonne und Mond zu gehorchen hat.

Was vielleicht wie ein kindlicher Geschichte klingt ist ein mächtige Metapher für das, was tatsächlich passiert, wenn eine Sonnenfinsternis stattfindet.

Rahu ist der Kopf-Teil der himmlischen Schlange. Dieser Hymnus bezieht sich auf die Schlangengestalt Rahus, da Schlangen in der vedischen Mythologie eine grosse Bedeutung zukommt. Lord Shiva trägt eine Schlange um seinen Hals, Lord Vishnu’s Thron war Shesh Naga – die ewige Schlange. Shesh Naga repräsentiert die Zyklen von Zeit und Raum, der Saat der kosmischen Schöpfung. Die Nagas sind gestaltet wie Schlangen, aber stehen aufrecht, Nagas sind hoch entwickelte Wesen. Sie sind weise, aber ihr Wissen kann zum Guten wie zum Bösen gebraucht werden. Die Naga wirft ihre Haut ab, was Transformation und Wiedergeburt symbolisiert. Die Schlangen der vedischen Literatur halten den Menschen ihre Sterblichkeit vor Augen

Das ‘Verschlingen von Sonne und Mond’ geschieht wenn Rahu die Lichter verfinstert. Dies zeigt die wichtige Rolle, die Rahu bei der Veränderung unseres Lebenslaufs zukommt. Sonne und Mond sind die göttlichen Planeten, die den Lauf des Universums und des Lebens auf Erden bestimmen. Rahu aber vermag es, diese Lichter zu verfinstern, daher beherrscht er die Prozesse des Lebens. Die Sonne ist die Seele (Atman) und der Mond der Geist [mind], die in der Verfinsterung durch Prozesse der Regeneration, der Transformation und des Todes gehen.

Rahu führt die Menschen weg von ihrem Dharma Vergangenheitsweg, (Lebensplan) um sie auf den Weg der Selbstzerstörung zu locken. Aber Rahu hat ein sehr bestimmtes Ziel dabei. Er will dass wir alles lernen, auskosten, fühlen, so dass wir aus der vollen Sättigung unserer Sinne das Blatt wenden, hin zum Pfad der Selbstverwirklichung und wahre Erleuchtung finden. Auf einem physischen Niveau gibt Rahu unstillbare Begierde zu erreichen, zu erobern. Einmal angekommen auf dem Gipfel der Errungenschaften, stellen wir fest, dass dieser Erfolg kein Glück mit sich gebracht hat, da wir in Wahrheit einer Illusion nachgejagt waren. Viele Kulte in Indien predigen das Erfüllen aller weltlichen und fleischlichen Begierden, um die wichtige Lektion zu lernen, dass Erfüllung aller Begierden nicht zu wahrem Glück führt.

Rahu ist Signifikator für Fremde in jeder Hinsicht – Völker, Länder Geschmack.
Rahu verhält sich wie Saturn. Saturn’s Restriktionen leiten die Seele zurück zu ihrem wahren Sinn des Lebens. Er wirkt auf der materiellen Ebene, verursacht grenzenlosen Schmerz, wenn Illusionen zerschlagen werden.

Er zwingt uns, unserem negativen Karma von Angesicht zu Angesicht gegenüberzutreten, so dass wir von ihm erlöst werden können. Rahu bewirkt Kämpfe zwischen unserem Selbst und unseren Begierden und Leidenschaften. Rahu gibt uns materielle Erfüllung, erlaubt uns, unsere Ziele zu erreichen, aber er lässt uns seelisch unerfüllt, denn er lenkt das Augenmerk auf die Leere in uns. Sowohl Rahu als auch Saturn formen und verändern unser Schicksal – der eine auf der materiellen Ebene, der andere auf der psychologischen.

Rahus Ängste sind die Verhaltensmuster, die überwunden werden müssen während wir lernen, die Schlange zu zähmen. Andernfalls ist unser Leben getrieben von Furcht und Unzufriedenheit. Die durch Rahu entstandenen Ängste können sich zu tief verwurzelten Phobien entwickeln, die behandelt werden müssen. Sie sind irrational und können aus dem Nicht erstehen. Wenn wir uns dieser scheinbaren Macht der Dunkelheit ergeben, können wir feststellen, dass die Furcht verschwindet. Aber es bedarf der spirituellen Erfahrung und der Beherrschung des Geistes und der Sinne und der Fähigkeit, sich vom Weltlichen loszulösen. Das sind die Gründe für Rahus gewaltige Wirkung.

In der symbolischen Sprache der indischen Mythologie sind es Rahu und Ketu die Sonne und Mond "verschlucken". Die alten vedischen Rishis und Beobachter des Himmels waren sich über die Ursache der Sonnen-und Mondfinsternisse bewusst, und so beschrieben den Prozess in der Sprache der Metapher und den Sutren wie sie im Rig-Veda im Yajur-Veda und Atharva-Veda vorgefunden werden. Hinweise dazu gibt es auch in alten Harappa Texten

GANUSCH

15.01.2010

VEDHARMA, Institut für vedische Lebensweise

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Die himmliche Morgendämmerung! Makara Sankranti

"Zum neuen Jahr ein neues Herze
ein frisches Blatt im Lebensbuch.
Die alte Schuld sei ausgestrichen
und ausgetilgt der alte Fluch.
Zum neuen Jahr ein neues Herze,
ein frisches Blatt ein neues Hoffen!

Die Erde wird noch immer wieder grün.
Auch dieser März bringt Lerchenlieder.
Auch dieser Mai bringt Rosen wieder.
Auch dieses Jahr lässt Freude blühen.
zum neuen Jahr ein neues Hoffen.
Die Erde wird noch immer grün."
Karl von Gerok (1816-1890)

Ab dem  14. Januar, beginnt die Sonne ihre Reise nach Norden über die nördliche Hemisphäre und durchläuft dann als nächstes das Sternbild des Steinbocks. Das  signalisiert das Ende der Dunkelheit und die jährliche Rückkehr des zunehmenden Tageslichts bis zum  16. Juli.

Es gibt zwei "Ayanas" oder Perioden in einem Jahr. Die "Uttarayana" zum Pongalfest im Januar und die "Daskhinayana". Die erste beginnt mit der Wintersonnenwende, wenn die Sonne in das Zeichen von Steinbock oder "Makara" eintritt und sich nach Norden bewegt, die zweite mit der Sommersonnenwende, beim Eintritt der Sonne in das Zeichen von Krebs "Kataka" oder "Karka", wenn die Sonne ihren südlichen Lauf beginnt.

Aus astrologischer Sicht, ist der 14. Januar die sogenannte  vedische Winter-Sonnenwende und wird in Indien auch "Pongal" genannt. In Südindien, in der Provinz Tamil Nadu,  ist es das Erntedankfest. Dieser mächtige einmal im Jahr stattfindende Sonnentransit bietet eine hervorragende Möglichkeit, mit Schwung alte Gewohnheiten zu ändern und die zu Sylvester angedachten guten Vorsätze für das kommende  Jahr anzugehen.

Ich erinnere noch einmal an meinen letzten Newsletter von 19. Dezember 2009. Jetzt ist es höchste Zeit, die guten Vorsätze und Pläne zu konkretisieren oder noch einmal zu überdenken. Die Ruhe der Weihnachtstage und des Jahreswechsels sollte genutzt werden, neue Impulse zu setzen und der Erneuerung den Weg zu öffnen.

"Alt ist, wer Angst vor Neuem und vor Veränderung hat."

Die alten Vorgehensweisen haben vielleicht nicht den  gewünschten Überfluss,  das lang ersehnte Glück gebracht. Dieses Fest zur Wintersonnenwende rüttelt auf und erweckt unser Bewusstsein. Es stärkt unsere Fähigkeiten das Gute und Evolutionäre anzuziehen und das zu erhalten, was wir für unseren Lebensplan zu Recht verdienen . Der Impuls des Wunsches, des Gedankens und die Macht des Zulassens, ermöglicht jetzt mehr als zu andern Zeitpunkten im Jahr Wünsche zu erfüllen. Jetzt kommt es darauf an, dass wir in unseren Wünschen und Zielen klar sind und uns  "Wohl-Fühlen! Das Gesetz der Anziehung wirkt zu diesem Transit am stärksten, denn was wir jetzt innerlich vor Augen haben, ersehnen, erfühlen und zum  Greifen nahe haben,  halten wir bald in unseren Händen.  Gedanken haben die Macht dazu, Dinge zu manifestieren. Sie sind Schöpfungswerkzeuge.

"Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden." Hermann Hesse

Der Morgen des 13. Januars, ein Tag vor dem Transit,  ist die beste Zeit, um das zu Hause, das Heim und den Geist zu reinigen. Der Frühjahrsputz sollte nicht erst im März gemacht werden. Schränke beinhalten oft alte, unnötige Dinge. Sie sind ein Lager für Erinnerungen und unbrauchbares.  Bringen wir die Vergangenheit hinter uns und werfen weg, was nicht gebraucht wird, keinen Platz mehr in unserem Leben hat und den Fluss der neuen Energien blockiert.

Spirituell ist es die Zeit zur besonnenen Reflektion, zur Überprüfung der eigenen Werte, der Konzepte und der Ressourcen.  Die Arbeit an sich selbst und die Hinterfragung des eigenen Standpunktes, ermöglicht es uns, unser höheres Selbst zu erkennen und zu entwickeln.

Dieses Fest feiert die Möglichkeiten altes hinter sich zu lassen, sich von Gewohntem zu verabschieden, seien es Dinge unterschiedlichster Art. Kleider, Autos, Bücher, Beziehungen, Geldangelegenheiten oder der gesundheitliche Gewohnheiten, um sich fit, leicht und beweglich zu machen für das neue Jahr.

Makara Sankranti so wird dieser Termin bezeichnet,  ist einer der glücklichsten Anlässe im vedischen Jahreskalender. Makar Sankranti ist die Zeit, wenn Sonne aus Dhanu Rashi (Schütze) ins Makara Rashi (Steinbock ) geht. Die Naturgesetze (Devas), die über das Licht, die Wärme, das Wachstum, das Leben und den Fortschritt regieren, nehmen jetzt wieder Kraft an und beglücken uns für die kommenden 6 Monate.

"Ich trinke den Tau wie Wein
und lausche dem Lied der Drossel.
Unter dem Applaus des Grases
tanze ich.
Ich blicke stets nach oben,
um nicht meinen Schatten,
sondern das Licht zu sehen.
Und dies ist eine Weisheit,
die der Mensch
noch nicht gelernt hat. "

Khalil Gibran, Sämtliche Werke

In der vedischen Kultur, steht die Sonne für das Wissen, das spirituelle innere Licht und die Weisheit. Makara Sankranti bedeutet, dass wir uns von der Dunkelheit und Täuschung (Maya) abwenden sollen, in der wir leben. Wir sollen beginnen, das Leben im hellen, glanzvollen Licht zu genießen, was wir in uns tragen.  Es soll heller und heller werden und uns zur Orientierung dienen.

So wie die Sonne an Licht und Kraft zunimmt, beginnt vom ersten Tag des Makar Sankranti, soll auch unsere Weisheit, Reinheit und Wissen allmählich wachsen.

"Das Licht sehen – das ist eine Metapher für das Anschauen des Unsichtbaren im Sichtbaren, die Entdeckung der feinen Vorstellungsnetze, die unseren Planeten und alle Existenz zusammenhalten. Sobald wir gelernt haben, das Licht zu sehen, könnte sich alles andere von selbst ergeben."
Arthur Zajonc, Lichtfänger

Die Sonne oder Surya erinnert uns stezs an folgendes Mantra:  "Tamaso Ma Jyotirgamaya ‚, so dass wir höher und höher dem Höchsten entgegen streben, um mehr und mehr Licht zu erkennen und den Bereich der Finsternis verlassen.

Aum
Asato Ma Sadgamaya;
Tamaso Ma Jyotirgamaya;
Mrytyorma Amritamgamaya.
Aum shanti shanti shanti
(Bedeutung: Führe uns von dem Unwirklichen zum Wirklichen,
führe uns von der Dunkelheit zum Licht,
führe uns von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit.

Surya oder Sonne ist in vedischer Astrologie als Atma Karaka bekannt. Atma (Seele). Sie ist der Signifikator unserer Seele in Jyotish. Wenn unser Bewußtsein rein und die Seele allmächtig ist, dann wird das Leben ungezwungen, bequem, komfortabel, fortschrittlich, und evolutionär nach dem Naturgesetz.

Im Sinne der vedischen Kultur werden während dieser besonderen Zeit und des Sonnenfestes "Makara SankrantiYagyas (vedische Feuerrituale) durchgeführt für alle Lebensthemen.  Sie dienen zur  Stärkung der Macht Suryas (Sonne) zur Steigerung von Selbstvertrauen, Willenskraft, Erfolg in Regierung, Verwaltung, materiellen Belangen, Gesundheit, Reichtum, Glück, Frieden, Wohlstand im Leben, Beseitigung von großen Hindernisse, Hürden und Schwierigkeiten aus dem Leben, Steigerung des inneren Frieden, psychische Stabilität, materiellen Erfolg und spirituelle Entwicklung für Moksha oder Erleuchtung.

"Für mich ist die Seele eine intelligente Form von Lichtenergie.
Ähnlich wie elektromagnetische Kräfte scheint sie die Form wellenartiger Schwingungen anzunehmen,
allerdings ohne Begrenzungen, wie wir sie bei geladenen Materieteilchen kennen. "
Michael Newton, Die Abenteuer der Seelen

GANUSCH

Sonnentransit 14.01.2010 – 08:08:08 Uhr MEZ  Köln.
Sonnenaufgang: 08:27 Uhr
Sonnenuntergang: 16:55 Uhr
Aszendent (Lagna) in Poorvaashaadha
Mond in Poorvaashaadha
Tithi: Krishna Amavasya (Neumond)

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vedischer Mondkalender für 2010

Happy Gita Jayanti

Gita Jayanti ist eine jährlich stattfindende Feier zum Ursprung der Bhagavad Gita.

Ganesh gibt sein Wissen an Vedavyasa. Die Bhagavad Gita gilt als eine der wichtigsten und einflussreichsten Hindu-Schriften für seine philosophischen, praktischen, politischen, psychologischen und spirituellen universalen Werte.

Bhagavad Gita Jayanti oder einfach Gita Jayanti, bringt die Geburt dieses heiligen, spirituellen Buches in unser Bewusstsein. Nach dem traditionellen vedischen Kalender und dem Panchanga, fällt Gita Jayanti auf den 11. Mondtag (Tithi) von Ekadashi, im lunaren Kalender der Shukla Paksha Phase, (zunehmender Mond) oder der hellen Hälfte des Mondmondats Mrigashirsha (November-Dezember).

Sonnenaufgang, Ekadashi.  08:15 Uhr MEZ

 

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Ayurvedakongress Baden Baden

Am Wochenende 10.+11.Oktober 2010 findet im Baden-Badener Kongresshaus der erste große internationale Ayurvedakongress in Deutschland statt.

Organisiert wird die Veranstaltung von der European Ayurveda Association unter Schirmherrschaft indischer Vertreter. Der indische Gesundheitsminister hat seine Teilnahme angesagt. Parallel zum Kongress findet eine informative Ausstellung mit Angeboten rund um Ayurveda statt.

AYURVEDA HAUTNAH  Mehr Infos:  http://www.ayurveda-hautnah.com/

Am Samstag den 10.10 findet durch Joacim F. NUSCH (GANUSCH) im Rahmen der Teilnahme des Vedharma Instituts für vedische Lebensweise ein Vortrag mit folgendem Thema statt.

“Zusammenhänge von Jyotish (vedischer Astrologie) und Ayurveda. “

Zeit 16:00 Uhr

Ort: Raum Rose S9 Kongresshaus Baden Baden

Wir möchten nochmal auf alle Punkte hinweisen, die es zu entdecken gibt, auch wenn man nicht aus der Ayurveda-Branche kommt oder erste Berührungen zur ganzheitlichen ayurvedischen Lehre sucht, Informationen zur Gesundheitsvorsorge wünscht oder sich für eine kompetente Ausbildung für einen zukunftsträchtigen Beruf mit vielen Perspektiven  interessiert.

1. Interessante Ausstellung mit Ausstellern aus den Bereichen Ayurveda inkl. allem Zubehör,

Reisen, Kosmetik, Musik, Gesundheit, alternative Heilweisen.

2. Tolle Vorträge von Ayurveda-Spezialisten, die auch für "Laien" geeignet sind.

3. Satyaa & Pari spielen am Samstagabend live! Tickets vor Ort oder online  http://www.rainbow-spirit.com/

· Top Vortragende – Dr Vasant Lad, Prof Subhash Ranade, Shri Balaji Tambe und Dr Vinod Verma

60  Vorträge, Demonstrationen und Workshops

Für alle von Ihnen/Euch, die auch näher mit Ayurveda zu tun haben, sei auch nochmal der Kongress besonders empfohlen !

Es kommen die weltweit bekanntesten Koryphäen in Baden-Baden zusammen für ein hochklassiges Programm !

Wir freuen uns auf Ihre/Eure Teilnahme

Herzliche Grüße

GANUSCH

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Vollmondfest Guru Poornima Juli 2009

Vollmond

Morgen ist Vollmond. Das große Vollmondfest im Juli, (Guru Poornima) findet dieses Jahr am 07. Juli 2009 statt.

Der Mond gelangt nur wenig über den Horizont und ist deshalb nur kurzfristig zu sehen.

Der zunehmende Mond, der fast 100% beleuchtet ist von der Sonne, durchläuft das Sternbild Schütze. Im Süden befindet er sich morgen Dienstag um 1 Uhr. Er erreicht dann eine Höhe von 14°.

Am Dienstag, den 7. Juli 2009 wird der Vollmond zu Guru Poornima durch die Außenbereiche des Erdschattens ziehen und dabei eine Halbschattenfinsternis entstehen lassen. Der Erdtrabant wird allerdings nur den südlichen Rand des Erdhalbschattens streifen. Das Ereignis wird vor allem vom pazifischen Raum aus zu beobachten sein. In Deutschland bleibt diese Finsternis unbeobachtbar. Die nächste Mondfinsternis, die auch wieder in Mitteleuropa zu beobachten sein wird, ist die Halbschattenfinsternis am 6. August 2009.

Saturn (Shani), der Planet der Begrenzung, Disziplin, Hindernisse und Verzögerung, verabschiedet sich bald vom Abendhimmel. Er ist nur noch für 2 Stunden im Westnordwesten zu sehen (Untergang morgen Dienstag um 0:15 Uhr). Saturn hält sich noch bis 09. September im Sternbild Löwe (Simha) auf und wechselt dann bis zum 15. November 2011 ins Zeichen der Jungfrau (Kanya). Somit erfolgt ab September ein weiterer Schritt in der Verfeinerung unserer kulturellen Werte und materieller Rahmenbedingungen.

Jupiter (Guru) (im siderischen Sternbild im Wassermann) geht kurz vor Mitternacht um 23:15 Uhr im Ostsüdosten auf. Er verweilt dort noch bis 29.07.09. Danach geht er durch seine Rückläufigkeit wieder zurück in den Steinbock, in das Zeichen seines Falls, wo er bis 19.12.09 bleiben wird.

Erst ab Dezember ist also wieder mit neuen, besseren und günstigen Wirkungen durch Jupiter zu rechnen. Wir erinnern uns noch, als im Herbst letzten Jahres die Wellen der Weltfinanzkrise hoch schlugen, zu dem Zeitpunkt, als Jupiter ins Sternbild Steinbock überwechselte und debilitiert wurde.

Im Steinbock ist Jupiter geschwächt und ist seiner wohltuenden Wirkungen beraubt. Neecha.

Jupiter wird oft, aufgrund seines meist positiven, konstruktiven und weit reichenden Einfluss als „der große Wohltäter“ bezeichnet. Laut Maharishi Parashara, dem Urvater der vedischen Astrologie, repräsentiert Jupiter das Wissen und die Erweiterung unseres Horizonts. Während der Gewinn von Wissen essentiell für evolutionäres und spirituelles Wachstum ist, zeigt Jupiter hauptsächlich unsere Lebensentwicklung an.

Jupiter zeigt die höhere Bildung und Weisheit an. Er verkörpert spirituelle Traditionen und Religion. Demzufolge ist Jupiter für das Wachstum und für die Entwicklung des Geistes aber auch für Werte und Kultur verantwortlich. Sein Einfluss erstreckt sich vom weltlichen Wissen bis hin zum geistigen, spirituellen Wissen.

In Indien wird Jupiter auch als spiritueller Lehrer oder Guru bezeichnet – in der gesprochenen Sprache Hindi wird Jupiter oftmals als Guru bezeichnet.

Zu Ehren des Gurus, des Lehrers wird das Guru Poornimafest bei Vollmond im Juli gefeiert.

Guru bedeutet auch so viel wie „geistiger Lehrer“ oder „Meister“ und wird abgeleitet von gu: Dunkelheit, und ru: das was vertreibt.

Somit wird ein Guru auch als „Vertreiber der Dunkelheit“ bezeichnet, der selbst göttliche Erleuchtung besitzt.
In der westlichen Sprache repräsentiert Jupiter den Ratgeber, Fachberater oder Gutachter, einen spirituellen Führer oder Mentor.

Die Verfeinerung, die unsere Gesellschaft benötigt, wird durch einen globalen Veränderungsprozess begleitet. Noch ist die Wirkung Jupiters geschwächt, denn tiefere Ebenen müssen zunächst entwickelt werden, bevor das Wissen Jupiters Früchte tragen und in die richtigen Bahnen fließen kann. (2012/2013)

Für viele Menschen noch nicht erkennbar, doch spürbar. Begleitet von einer zunehmen inneren Unruhe. Sie stehen noch als unbeteiligte Zaungäste am Rande des Geschehens, überprüfen ihren Standort, ihr eigenes Zukunfts-Model oder haben Angst vor dem was passieren wird. Veränderung!

Marc Aurel (121-180), ein damaliger römischer Kaiser, erkannte so wie wir heute, warum Veränderung das einzige im Universum ist was konstant ist:

„Beachte immer, dass nichts bleibt, wie es ist und denke daran, dass die Natur immer wieder ihre Formen wechselt.“

So verändern sich auch die Formen unserer Welt. Das was Ausdruck einer rein materialistischen, analogen Welt ist, wird zwangsläufig tiefere Ebenen spiritueller Existenz anerkennen müssen und zu einer qualitativen, neuen, sinnhaften Lebenseinstellung führen.

LOHAS ist innerhalb kürzester Zeit zu einem Begriff geworden. LOHAS steht für eine besondere Lebenseinstellung (Lifestyle of) und berücksichtigt als unverzichtbare Konsumkomponemte Gesundheit (Health) und Nachhaltigkeit (Sustanability).
Die aktuell verstandenen LOHAS müssen jedoch noch in ihrer Orientierung verfeinert werden, (das wird bis 2011 passieren) denn sie sind (noch) sehr auf die „Verbrauchsstufe“ orientiert.

Der Art der Leistungserstellung (Prozess vom Ursprung bis zum Abnehmer) muss und wird zukünftig mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Somit besteht die Herausforderung darin, auch die „Leistungsstufe“ analog zu integrieren, was im Einzelfall von jedem Alleinunternehmer beachtet werden sollte.

Doch was bedeutet dieser Begriff „Sustanability“ aus Sicht vedischer Betrachtung?

Die Zukunft wird weit mehr als Klarheit und Verantwortlichkeit im Handeln erfordern.

Das kann nur erfolgen, wenn der Mensch von der Grundebene des Lebens aus handelt (Atma, Parambrahman) dem Selbst und somit den wesentlichen Beitrag leistet, auf jeder Entwicklungsstufe des Lebens (Dharma) eine Lösung beizutragen.

So ist das Denken, als Schöpfungswerkzeug von großer Wichtigkeit für die Ebene, die dem Handeln vorausgeht.

Die Qualität des Denkens wird dadurch gepflegt, dass man den Geist durch regelmäßige Meditation an den Ursprung des Denkens führt, dorthin, wo er bewusst den Samen des Gedankens aufnimmt und ihn aus dem Feld unbegrenzten schöpferischen Potentials mit reiner Energie nach außen trägt. So wird der Ge­danke vom Sein erfüllt, er wird ein Mittel, das unmanifeste Sein (Purusha) ins relative Feld der vielfältigen Schöpfung der Phänomene (Prakriti)  hinaus zu zutragen.

Die Kunst des Bogenschießens besteht darin, zuerst den Pfeil so weit wie möglich zurückzuziehen und ihn dann los zulassen, so dass er sein Ziel mit großer Gewalt trifft.

Ebenso liegt die Kunst zu Denken darin, den Geist an den Ursprung des Denkens zurückzuziehen und ihn dort los zulassen, damit er kraftvolle Gedanken hervorbringt, die erfüllt sind von der Macht des Seins. Dies wird dem Feld des Denkens und Handelns eine größere Wirksamkeit geben.

Es wird dem Leben Macht und Erfolg verleihen, es wird den Zustrom des Seins in die äußere Aktivität hinaus tragen und sie erfüllen, es wird ein Mittel dazu werden, die transzendentale Selbstbewusstheit zu kosmischem Bewusstsein wachsen zu lassen, dem höchst entwickelten Zustand menschlichen Bewusstseins.

So ist die schöpferische Kraft machtvollen Denkens ein für das Dasein lebenswichtiger Aspekt und nicht zu vernachlässigen, wenn es um die neuen Definitionen unserer gesellschaftlichen Werte geht.

Unser ursprünglicher Geist ist im Grunde genommen in seiner reinsten Form „unendliches Bewusstsein“.
Durch unser Leben unter dem Einfluss der 3 Gunas (Sattva, Rajas, Tamas), der Wirkungen der Planeten (Grahas) sowie durch die Konditionierungen unsere Gesellschaft und des Zeitrahmens (Käla), im dem wir leben, wurden wir limitiert. Ursprünglich sind wir frei von Limitationen, unbegrenzt. Doch im Laufe der Zeit wurden wir limitiert und unser ehemals freier Geist wurde geprägt, ein verfärbter Geist.

So beschreibt Carlos CASTANEDA:

„Jeder, der mit einem Kind in Kontakt kommt ist ein Lehrer. Er erklärt die Welt unaufhörlich, bis zu dem Augenblick, wo das Kind die Welt so wahrnehmen kann, wie sie ihm erklärt wurde. Wir haben keine Erinnerung an diesen folgenschweren Augenblick, einfach weil wir keinen Bezugsrahmen hatten (damals), in dem wir ihn mit etwas anderem hätten vergleichen können. Doch von diesem Augenblick an ist das Kind ein Mitglied. Es kennt die Beschreibung von der Welt, und es erreicht… die volle Mitgliedschaft, wenn es in der Lage ist, all seine Wahr-Nehmungen so zu deuten, daß sie mit diesen Beschreibungen übereinstimmen und sie dadurch (zu) bestätigen (scheinen)“.

Die Fähigkeit des Denkens, jede Form von Kreativität, von Schöpfungskraft von der Ebene unendlicher Stille und Entspanntheit heraus, schließt klares Denken ein.

Die Klarheit des Denkens hängt vom Zustand des Verstandes, des Intellekts, der Gefühlswelt, des Geistes und von dem des Nervensystems ab. Die physische Kondition ist überaus wichtig.

Das Nervensystem, unser gesamter Körper, sollte nicht ermüdet sein oder durch Junkfood, chemische Nahrungsstoffe, unnatürliche Aromen, Drogen, Psychostimmulantien oder emotional negative Botschaften vergiftet sein. Alles was wir ansehen, was unser Geist verdauen muss, alles mit dem wir in Resonanz gehen hat eine Wirkung auf uns. Positiv wie negativ.
Der ganze Geist sollte auf das Nervensystem einwirken und sich in der Außenwelt Ausdruck verleihen können. Klarheit im Denken ist das Resultat eines ganzen und vollen Geistes und Verstandes, der sich in Koordination mit einem starken Nervensystem befindet; dann sind die Gedanken klar, und das Denken ist wirksam. Eine ayurvedische Lebensweise trägt zu einer gesunden Lebensweise bei.

Der Erfolg einer jeglichen Handlung hängt von der Wirksamkeit des Denkens ab, die wiederum von der Fähigkeit des Geistes abhängig ist, den Gedanken in seiner subtilsten Entstehungsphase aufzunehmen.

Nur dann kann das Grundprinzip von LOHAS für eine besseren Lebenseinstellung verstanden werden und letztendlich den Erfolg finden, den unsere menschliche Gesellschaft und unser Planet dringend benötigt.

„Die Gesamtheit des Wissens lebendig in einem einzigen Bewusstsein. Aham Brahmaasmi – ich bin die Ganzheit. Shivoham – ich bin Shiva, bin die Stille. Ich bin Vishnu, die Dynamik. Das Feld des Bewusstseins ist der Bereich der Schöpfungskraft im Menschen, das Feld von Atma, dem Selbst. Erkenne Atma, erkenne dein Selbst! Denke an Atma, schaue Atma mit den Augen, höre Atma mit den Ohren, mach die Transzendenz zu einem Bereich sinnlicher Wahrnehmung! Das ist die Aufforderung des vedischen Wissens.“

Die vedischen Wissenschaften Ayurveda, Vaastu und die vedische Astrologie (Jyotish) bieten die Programme an, die notwendig sind, um die Suche nach einer neuen, verfeinerten und gesünderen Lebenseinstellung zum Erfolg zu führen.

„Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst, indem du deine Geisteshaltung änderst.“ (Albert Schweitzer)

SOMMER URLAUBS-BUCHTIPP:

Heute erhielt ich einen besonderen Buchtipp, den ich gleich hier weiter geben möchte. Vielleicht als Urlaubslektüre genau das richtige Buch:

Die Hütte

Die Hütte: Ein Wochenende mit Gott
Preis: EUR 16,90

In Englisch:“The Shak“. Das Buch, in dem Autor William Paul Young fiktive Gespräche mit Gott schildert, verkaufte sich im englischsprachigen Raum mehr als 6,5 Millionen Mal und ist vor wenigen Tagen in deutscher Übersetzung erschienen. Das Buch steht seit knapp 55 Wochen auf der Bestsellerliste der „New York Times“ und belegte monatelang den ersten Platz der Liste.

http://www.wochenende-mit-gott.de/


Pressestimmen

»Fasziniert nicht nur durch seine Dialoge, spannende Handlung und tolle Naturbeschreibungen. Es ist all denjenigen zu empfehlen, die Zweifel haben.« (Kirche In, Jadwige Motylewicz, Juni 2009)

»Warum nur gelingt den Kirchen das nicht?« (Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 17.06.09)

»Die Hütte schreit geradezu danach, nach dem Lesen über seinen Inhalt zu diskutieren. Etwas besseres kann keinem Buch geschehen.Fazit: Das Buch sollte jeder gelesen haben!« (jesus.de, 15.06.09)

Kurzbeschreibung

Macks jüngste Tochter ist vor Jahren entführt und wahrscheinlich umgebracht worden. Ihre letzten Spuren hat man in einer Schutzhütte im Wald gefunden, in deren Nähe die Familie auf einem Ausflug campierte. Jetzt erhält Mack rätselhafte Einladungen, die ihn aus seiner tiefen Depression reißen, in der er mit Gott über den Verlust hadert. Diese Einladungen locken ihn in die Hütte, wo er an einem bemerkenswerten Wochenende Gott, Jesus und den Heiligen Geist persönlich trifft. In furiosen Dialogen mit Gott über das Böse und den Schmerz der Welt kommt Mack zu einem neuen Verständnis von Schöpfung und Christentum. Die Botschaft des Buches? Mack hatte Gottes Rolle in seinem Leben nicht nur unterschätzt, sondern falsch eingeschätzt. Der Verlust seiner Tochter ist eminent, aber das Leben geht nicht nur weiter, sondern es wird durch die Begegnung mit Gott um eine große Erfahrung bereichert. Mack beschreitet einen neuen Weg und hört auf, Gott immer nur zu beurteilen und ihn nur bei Tragödien in seinem Leben nach Gottes Rolle zu fragen. Es ist diese Botschaft, die Mack von Gott mitnimmt: Dass ich in der Lage bin, sogar aus entsetzlichen Tragödien noch unglaublich viel Gutes entstehen zu lassen, bedeutet nicht, dass ich die Tragödien orchestriere. Wenn ich sie für meine Zwecke nutze, heißt das auf keinen Fall, dass ich die Tragödien erschaffe oder sie benötige, um meine Absichten zu verfolgen…. Für die Gnade ist es nicht erforderlich, dass Leid existiert,aber dort, wo Leiden ist, wirst du immer auch die Gnade finden,in vielen Facetten und Farben.

Herzliche Grüße und einen wundervollen Sommer wünscht

GANUSCH

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Neujahrsfest – spiritueller Neumond


„Die weibliche Natur ist wie das Meer.
Es gibt dem leisesten, schwächsten Drucke nach
und trägt doch die schwersten Lasten.“

Bedburg, den 26. März 2009, Neumond

Neujahrsfest – spiritueller Neumond

Der Fischeneumond, der in diesem Jahr auf den 26. März fällt, steht in Indien für das Hindu-Neujahrsfest. Mit den Fischen, dem letzten Zeichen im Tierkreis, beenden wir unsere Reise an der Stelle, wo die Reise des Lebens ihren Ausgangspunkt hat: dem Meer, dem Wasser, aus dem alles entsteht.

Dieser Tag bedeutet nach der indischen Mondkalenderauffassung einen neuen Jahresanfang und wird als als hinduistisches Neujahrsfest gefeiert. Mit diesem Neumond in den Fischen, beginnt das Frühlings-Navararti Fest, an dem man in Indien den weiblichen Kräften gedenkt: Durga , Lasksmi und Saraswati.

Dieser Neumond im Fischezeichen am 26. März wird sich aus mehreren Gründen recht günstig auswirken. Zunächst ist fest zu stellen, dass sich der Neumond in Konjunktion mit der exaltierten und rückläufigen Venus befindet. Wenn Venus und Merkur exaltiert oder rückläufig sind, werden beide besonders mächtig, weil sie zu diesem Zeitpunkt der Erde näher stehen als zu einer anderen Zeit.

Wir erleben im Moment, wie dieser rückläufige Venuseinfluss ein bisschen mehr Vertrauen in unsere Wirtschaft bringt, die Wall Street, Dax und Dow Jones Indexe befügelt und ein kurzfristiges, neues Vertrauen in die Märkte Investitionen aufflackern lässt. Nur wird die neu aufgestockte Abwrackprämie nicht ausreichen, um Autohändler über den Berg zu retten, da es im Spätsommer wieder zu Absatzeinbrüchen kommen wird. Immer noch ist Vorsicht geboten. Die Verschnaufpause sollten weitsichtige Unternehmer und Entscheider nutzen und nicht verpuffen lassen.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich laut Analysten im März noch weiter eingetrübt, was sich aber auf die Information und Statistiken der voran gegangen Monate bezieht. Die Ergebnisse der uns in den Medien geschilderten Fakten und oft falschen Prognosen der Ökonomen, sind immer Vergangenheitsbezogen und gaukeln uns eine Realität vor, die nicht dem Augenblick entspricht.

Die Reflexe und das Reaktionsvermögen unserer politischen und wirtschaftlichen Systeme auf Einflüsse, Veränderungen von gesellschaftlichen Vorkommnissen, sind langsam und träge. Das wiederum ist aber nur ein Hinweis auf die mangelnde geistige Geordnetheit und fehlende Kohärenz der Menschen.

Wir kennen alle den Begriff Reflex und verstehen darunter die neuronal vermittelten, unwillkürlichen, raschen und gleichartigen Reaktionen eines Organismus auf einen bestimmten Reiz.

Funktioniert ein geordneter Organismus gesund, geordnet und kohärent, erhöht sich die Geschwindigkeit der Erholung von Nervenzellen nach einem Reiz. Genau diese Funktion ist im heutigen gesellschaftlichen Organismus kollektiv enorm reduziert.

Der immer noch mächtige Einfluss von Saturn trägt dazu bei, dass wir uns mit einer neuen Qualität des globalen Zusammenlebens beschäftigen müssen, neue Ordnungsstrukturen schaffen und wieder zu mehr Substanz finden müssen.

Wir alle haben in unserem Leben im Umgang mit Reflexen eigene Erfahrung machen können. Wer kennt ihn nicht, den kritischen Punkt unseres Ellenbogens? Diese Stelle wird in vielen Sprachen extra bezeichnet: In England spricht man vom »funny bone«, in Süddeutschland spricht man vom »Mäuserl« oder »Mäuschen« oder dem »Musikantenknochen«.

Es handelt sich in Wirklichkeit nicht um einen Knochenteil, sondern um den außen am Gelenk entlang laufenden Ellenbogennerv (Nervus ulnaris).
Schlägt man sich an dieser Stelle an, passiert folgendes:

* Momentan starker Schmerz, bei dem man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll
* Schmerz und Kribbeln wechseln sich ab und können bis in die Fingerspitzen absteigen.

Manchmal kann die unangenehme Wirkung noch Minutenlang andauern. Bei dem einen geht es schneller vorbei, bei dem anderen dauert es etwas länger.

Des weiteren kennen wir von Arztbesuchen oder medizinischen Untersuchungen den Hoffmann-Reflex (oder Patellarsehnen-Reflex (Patella = Kniescheibe).

Das ist ein unwillkürlicher Reflex, der nicht der willentlichen Kontrolle unterliegt. Er wird durch leichtes Schlagen auf die Grube direkt unterhalb der Kniescheibe ausgelöst; Dieser Reiz schnellt sofort per Nervenleitung an das Rückenmark, wird dort in einer einzigen Nervenschaltstelle (Synapse) auf eine motorische (Bewegung auslösende) Nervenzelle umgeschaltet, die wiederum das Zusammenziehen des Soleus-Muskels auslöst.

Diese Reflexprüfung kennen die meisten Menschen von einer ärztlichen Untersuchung: Nach dem Schlag unter das Knie schnellt der Unterschenkel vom Knie innerhalb von Sekundenbruchteilen leicht nach oben aus. Dabei messen die Mediziner die Muskelreaktion mittels eines Elektromyographen, einem Gerät, das die Kontraktionsgeschwindigkeit des Muskels objektiv misst.

Um den Reflex erneut auslösen zu können, muss sich zuvor das Motoneuron (die Umschaltstelle im Rückenmark) regenerieren, d.h. wieder mit Mineralien (Calcium, Magnesium u.a.) aufladen, die für die Informationsübertragung zuvor verbraucht wurden. Daher messen Ärzte oder Heilpraktiker jeweils zwei Hoffmann-Reflexe nacheinander in immer kürzer werdenden Abständen und ermittelten so, wie schnell sich die Motoneuronen von Personen erholen. Dies ist daher ein aussagekräftiges, objektives Maß für die effektive Funktionsweise des Nervensystems. Je schneller die Erholung stattfindet, je besser ist die insgesamte Leistung des Nervensystems.

Interessanterweise hat man festgestellt, dass gerade bei meditierenden Personen, diese Regenerationzeit kürzer ist, als bei nicht meditierenden Menschen. Zum einen führt man das zurück auf die erhöhte Geordnetheit der Gehirnwellen, was gleichzeitig viele verschiedene Auswirkungen auf geistige und körperliche Fähigkeiten hat. Menschen, die extrem unter Stress, innerer Unruhe Müdigkeit und Anspannung leiden, erholen sich den Ergebnissen nach wesentlich langsamer.

Demnach kann man davon ausgehen, dass in einer krisengeschüttelten Gesellschaft, die geprägt ist durch immer mehr Menschen, die unter massivem Stress, psychischen Störungen und emotionalen Traumata leiden, auch entsprechende unerwünschte soziale und wirtschaftliche Ergebnisse zu erwarten sind. Die Krise ist also eine Krise, die nicht eine durch Notübernahmen, Finanzspritzen, Abwrackplänen oder Motivationssprüchen zu meisternde Herausforderung ist, sondern ein kulturelles und spirituelles Thema.

Das körperliche, geistige und soziale Wohlergehen im Alltag hat einen Einfluss auf die gelebte Realität einer Gesellschaft. Wird dies negativ beeinflusst, entstehen in der Konsequenz auch negative Ergebnisse. Somit ist es wichtig, gerade in Zeiten von Krise, Transformation und Umbruch mehr zur Stille und Besonnenheit im Handeln zu finden. Was würde sein, wenn eine Raupe sich nicht der Umwandlung stellen würde? Wir könnten uns an keinem Schmetterling erfreuen. Krise bedeutet Chance und gehört zum Evolutionsprozess der Schöpfung. Vor dem Evolutionssprung, vor dem die Menschheit heute und in den kommenden Jahren steht, muss es eine Krise geben.

„Wenn du komplett akzeptierst, dass du auf Wasser laufen kannst, geht es dann? Ja. Es ist wie positives Denken. Eine wundervolle Idee, positives Denken.
Aber es bedeutet meist, das man die ganze Masse negativen Denkens, jede Schwingung und Prägung unseres Geistes die Körperlichkeit geworden ist, manifestiertes Bewusstsein ist, eingefangen im Feld der 3 Gunas (Prakriti) und aus alten karmischen Inhalten besteht, mit ein bisschen positivem Denken überdecken möchtest.
Eine Form von positiven Denken, die nicht gegründet ist in einer substanziellen Ebene des Geistes, ist somit nur Verschleierung unseres negativen Denkens. Eine Form des launenhaften Denkens, überschattet von Stimmungen und alltäglichen Konditioniernungen, bringt keine nachhaltige Neuorientierung. Verantwortung bedeutet, alle Ebenen des Lebens zu berücksichtigen, nicht nur die Verantwortung in den Märkten und der Finanzbranche.

„Das Ringen um die beste Lösung gehört zur Demokratie“ sagte Bundespräsident Horst Köhler in seiner Berliner Rede . „…kurzfristige Reparaturen reichen nicht aus.“

Doch dazu gehört auch ein gefestigter, in sich ruhender Geist. Programme zu Bildung, die nicht nur intellektuelles Wissen vermitteln, sondern auch den Geist und das Bewusstsein des Menschen erblühen lassen. Phantasie und Traum beflügelt. Eine Gesellschaft die frei ist von Ängsten und Sorgen um die Zukunft, eine Gesellschaft, in der die Familien wieder zu sich finden. Wenn wir eine globale Lösung anstreben, brauchen wir auch ein globales Bewusstsein. „Kosmisches Bewusstsein“. Eine Qualität allumfassenden Denkens und Seins.

In der Tat kann man folgende Aussage des Bundespräsidenten unterstreichen:

„Keiner kann mehr dauerhaft Vorteil nur für sich schaffen. Die Menschheit sitzt in einem Boot. Und die in einem Boot sitzen, sollen sich helfen. Eigennutz im 21. Jahrhundert heißt: sich umeinander kümmern.“

Leider kommt diese Erkenntnis etwas spät. Ich hatte bereits in meinen Schreiben im Jahre 2006 und 2007 auf diese Situation und bevorstehenden Herausforderungen aus Jyotishsicht hingewiesen.

In nur wenigen Monaten hat sich die Welt verändert. Die vorherrschende fehlende Transparenz im Zeitgeschehen, führt uns wieder zu mehr Intuition, Mitgegühl, Respekt , innerer Freiheit und Selbstbestimmtheit. Neue Werte werden so entstehen können. Seit Sommer letzten Jahres sehen wir eine bessere Welt, auch wenn vieles noch im Dunkeln liegt. Diese Chance sollten wir jetzt ergreifen und lernen, dass vieles besser funktioniert, wenn wir aus der Stille heraus Handeln und mehr im Fluss sind.

Oft taucht die Frage auf : „Wie konnte es zu dieser Krise kommen?“

Im Grunde genommen nur durch mangelnde Geistesqualitäten, durch falsches Denken, einseitig orientierte Bildung, mangelnde Weitsichtigkeit, fehlende Ruhe, Stress im Bewusstsein.

Seit dem Zeitpunkt, als Venus am 6. März rückläufig wurde, haben sich die Börsen wieder ein wenig gefangen und den enormen Fall ins Bodenlose stoppen können. In Amerika gibt es wieder Anzeichen für, eine leichte Erholung im Immobilienmarkt. Dies ist nicht verwunderlich, da die rückläufige Venus im vierten Haus des Horoskoops in den Vereinigten Staaten stattfand im Aszendent Schütze.

Aber was bedeutet es für unsere Welt und für unsere Wirtschaft wenn Neumond in Fische angezeigt ist. Eine große Chance, denn die entstehenden Kräfte verbinden uns mit einem tiefen spirituellen Kern – es entsteht eine neue empathische Qualität und ein Gefühl der Nächstenliebe und Fürsorge für jeden anderen, was wir vielleicht in den letzten Jahren sehr verloren hatten. Wir werden erkennen, dass wir alle in einem Boot sitzen. Mensch, Tier, Pflanze, Natur, Kosmos.

Die Zeichen sind überall: die erneute Diskussion über das Abschlachten von Robben in Kanada, die auftauchenden Gefahren über Weltraummüll und den zukünftigen Umgang damit, neue Erkenntnisse über das Leben und Fühlen von Pflanzen, am Rande der großen Diskussionen über Finanzmärkte, Klima, Banken und Wirtschaftssysteme……….

Seit Anfang dieses Jahres (siehe meine Newsletter1/2009 und Newsletter 2/2009 ) haben wir eine hohe Energie, die sich auf das Zeichen Steinbock konzentriert. Wir hatten eine Sonnenfinsternis in Steinbock, wir hatten für eine ganze Weile eine große Ansammlung von Planeten im Steinbock. Dieses Zeichen hat viel mit Vorsicht und Schutz zu tun. Es konfrontiert uns mit unseren Ängsten, aber es kann auch zu einem Rückzug führen, einer Abwendung von falschen Wegen und Werten. Diese Energie deckt eine Art der Mentalität auf, die Fehlverhalten verursacht und bringt Klärung in bestehende Prozesse.

Jetzt ist es an der Zeit, um sich wieder zu öffnen und zu expandieren. In diesem Monat, der mit dem Neumond in Fische beginnt, könnte eine gute Zeit dafür sein, wieder einen ersten neuen Schritt zu unternehmen. Bis Ende Mai wird sich diese Qualität fortsetzen.

Die Art und Weise, wie wir einen Zugang zu mystischen oder metaphysischen Wahrheit bekommen, geschieht häufig durch den Kontakt mit anderen Menschen. Deshalb bezeichnen wir Venus auch als den Planeten der Beziehungen aller Art.

Wenn wir ein wenig Abstand nehmen, von unseren Vorstellungen, Erwartungen, Projektionen und Voreingenommenheiten, großzügiger sind im Umgang mit unserer Umgebung, erfahren wir in der Regel einen ersten Schritt zum spirituellen Erwachen.

Es bietet in den nächsten Monaten eine großartige Möglichkeit, für diesen inneren Prozess, nicht nur in unserem persönlichen Leben, sondern auch in unserer beruflichen Karriere.

Es ist eine gute Zeit mit vielen Chancen, um ganzheitliche Projekte, Initiativen und Ideen zu fördern, die der Menschheit nachhaltig dienen. Es ist gut eine Verpflichtung einzugehen, als Beitrag zur Verschönerung unserer Welt, zur Förderung und Unterstützung des gesellschaftlichen Umfeldes in dem jeder Einzelne lebt.

Wenn Sie in einer Branche tätig sind, ein Hobby haben oder aktiv sind, im Zusammenhang mit diesen Bereichen, können sie davon ausgehen, dass die Vorhaben in dieser Zeit gedeihen und erfolgreich wachsen werden.

Eine gute und glückbringende Zeit und ein schönes fühlingshaftes Osterfest wünscht

Joachim F. NUSCH

GANUSCH

„Das Prinzip aller Dinge ist das Wasser.
Aus Wasser ist alles, und ins Wasser kehrt alles zurück.“

„Das Tröpflein wird das Meer, wenn es ins Meer gekommen,
die Seele Gott, wenn sie in Gott aufgenommen.“

vedischer Mondkalender für 2009

„Vasudeva Kutumbakam The Whole World is One Family“
Die ganze Welt ist eine Familie

Termine in 2009:



* Lebensfreude Frühjahrsmesse Hamburg 03. – 05. April 2009


* Event/Festival 29.05. – 01.06.2009
Rainbow Spirit Festival 2009

* Seminar: 01.08.2009 – 09.08.2009
Reise zu den Sternen in der Provence

Weitere Informationen zu diesem Sommer-Jyotishseminar in der Provence schicke ich gerne per Email zu.


* Ayurveda Hautnah: 10.10.2009 – 11.10.2009

Ayurveda Hautnah


Guru Poornimafest 2008

Herzliche Grüße und Glückwünsche zum

Guru Poornimafest 2008  

  

Aum purnamadah purnamidam – purnat purnamudachyate – purnasya purnamadaya – purnameva vashishyate

Aum. Dieses ist unendlich. Jenes ist unendlich. Aus dem Unentlichen wird das Unendliche manifest. Wenn man das Unendliche vom Unendlichen wegnimmt, bleibt immer noch das Unendliche übrig.

Guru Poornima ist der Vollmond des Lehrers. Er ist der wichtigse Vollmond des Jahres und findet immer im Juli statt. Guru ist die Bezeichnung für die fortgeschrittenen Weisen, die auf dem Pfad der seelischen Weiterentwicklung höchste Ebenen realisiert haben und das Wissen, um den evolutionären Weg der Seele erfolgreich zu beschreiten, für nachkommende Generationen aufbewahren und an sie weiter geben.

In allen Kulturen wurden spirituelle Lehrer, Meister oder Mentoren respektvoll geachtet. Indien, als Land des Vedas und der yogischen Disziplinen, ehrt mit dem Guru Poornimafest, die Tradition der erleuchteten Lehrer, die dieses Land seit alters hervorgebracht hat.

Es ist eine wertvolle und sensible Zeitphase in der der persönliche Meister die höchste Kapazität besitzt, seinen Schülern höhere Ebenen von Bewusstsein zu vermitteln und besondere Wahrnehmungskanäle zu öffnen.

Die Beziehung zwischen Meister und Schüler ist sehr eng. Sie besitzt eine übergeordnete Macht, die höher einzuschätzen ist als jede andere menschliche Beziehung. Sie geht weit über das bestehende Leben hinaus und verbindet unendliche Existenzen.

Dieser Lehrer, der Einblicke in Ebenen der Wahrheit besitzt, die dem normalen Menschen verborgen sind, erweckt im Schüler die inneren Quellen der Wahrheit und des Wissen. Er ist der Fährmann, er ist Atman, der den Schüler von der Ignoranz zur Erleuchtung führt. Er bringt das Licht in die Dunkelheit und entzündet das Feuer der Weisheit.

„Alles ist vorhanden im Atma. Es muß intellektuell untersucht, entschieden und zu einer lebendigen Realität gemacht werden. Und dies bedeutet Leben nach dieser einen Verordnung des Vedischen Wissens: Atma va are Drashtavyah Shrotavyah Mantavyah Nididhyasitavyah: Atma va are Shrotavyah: ‚Der Atma ist wert, daß man von ihm hört.‘ Wir erfahrn  vom Atma durch die Verkörperung des Atma, die Verkörperung von Brahm, Guru Dev. Atma va are drashtavyah: ‚wir sehen es. Wir sehen das Ungesehene, begreifen es intellektuell. ‚ Atma va are drashtavyah shrotavyah mantavyah: wir kommen hinab zu dieser Ebene der Sinne und der Ebene des Geistes, Mantavyah. Nididhyasitavyah, und der Ebene des Intellekts, wo man unterscheiden und entscheiden kann; und der Ebene des Seins, wo man sich zu Aham Vishvam, ‚Ich bin das Vishva, Ich bin das Universum.‘ emporhebt“

All dies kommt von einem Wort Guru Devs, Pashya, ‚Sieh‘

„[Es ist] solch ein wunderschöner Fluß des Wissens und woher kommt all dies? Von einem belehrenden Wort Guru Devs. Welches ist diese Ein-Wort-Belehrung Guru Devs? Pashya, Pashya, Pashya. Nur gerade dieses eine Wort. Pashya bedeutet Sieh, Sieh, Sieh. ‚Pashya, Pashya, Pashya: Daß Brahm nicht weit weg ist; [er ist] nicht vor der Sicht verborgen. Pashya ist unmanifestiert, aber man sieht es, man sieht es.‘

‚Pashya me yogam aishvaram. Dies ist, was Lord Krishna [in der Bhagavad-Gita] sagte, Pashya me yogam aishvaram: Erblicke meine Würde des Brahm. „Pashya me yogam aishvaram, sieh meine Göttlichkeit, sieh meine Großartigkeit, sieh meine Seelengröße, sieh meine Wirklichkeit.“ Pashy, Pashya, Pashya.

Weil es allgegenwärtig ist, allwissend, ist es überall; es ist selbstbezüglich, überall, und daher muß man nur sehen, nur sehen. Guru Dev sagt ‚Pashya, Pashya, Pashya‘. Er zeigt durch intellektuelle Kommentare über ‚A‘, ein einzelnes Ding: die unzähligen werte der Interpretation von ‚A‘. Jede Faser von ‚A‘, Ganzheit, ist Veda. Dort ist das Wissen davon. ‚Pashya, Pashya, Pashya‘.Wodurch also die Tradition der Vedischen Meister lehrt, ist sehr einfach: Eine Silbe, ein Wort um die Gesamtheit des Wissens zu erschließen. ‚Pashya, pashya, pashya, pashya‘. Schau, schau, schau. Dies ist die Ursache von Inananjana shalakayah, daher stammt die Glorie des Guru. Er gibt uns die Salbe für unsere Augen, damit wir zu sehen beginnen. Dies sind die Augen von Gyan. Gyan Shakti entfaltet sich. Gyan Shakti, Kriya Shakti, die Einheit der beiden ist in der Einfachheit der gegensätzlichen Werte ans Licht gebracht.“

Zwei einander entgegengesetzte Werte machen es, zusammengebracht, zu Brahm

„Die zwei entgegengestzten Werte machen es zusammengebracht zu Brahm. Atma, ‚A‘ und ‚Ma‘. ‚A‘ Unendlichkeit, ‚Ma‘ ist Punkt. Zwei Dinge zusammengebracht, das ist Brahm, Brahm, Brahm. Es ist etwas Wunderbares, daß man …….durch die Wellen schwimmen und über den Ozean gelangen könnte.

Wenn wir Gururbrahma gururvishnur gurudevo maheshvarah, guruh saksat param Brahma sagen, ist Guru personifiziertes Brahm, daher identifizieren wir uns selbst mit Guru Dev.

Gurur Brahmaa Gurur Vishnur
Gurur Devo Maheshwarah
Guruh Saakshaat Param Brahma
Tasmai Shree Gurave Namah

Der Guru ist der Schöpfer (Brahma), der Erhalter und Beschützer (Vishnu) und der Zerstörer (Shiva). Der Guru ist eins mit dem höchsten Absoluten (Brahman). Verehrung dem Guru.

Shri Guru Dev, Seine Göttlichkeit Brahmanand Saraswati, Jagatguru Shankaracharya von Jyotir Math, Himalaya, Quelle der vollständigen Vedischen Weisheit des Naturgesetzes.

http://de.youtube.com/watch?v=Oxh2Txy9_C4&feature=related

Die nachfolgenden Mantren helfen uns mit der Energie des Gurus zu verbinden. Meditiere mit dem Shakti Gayatri Mantra, Sky Mantra, und Mahakali Gebet, jeweils für 15 Minuten während der kommenden 3 Tage. Jede Zeit ist möglich. Am Morgen, am Mittag, Nachmittag oder Abend. Getrennt,  einzeln voneinander. Oder zusammenhängend über einen Zeitraum von ca 45 Minuten. Öffne während der Meditation dein Herz und denke an den eigenen Meister, verbinde dich mit der Energie des Guru ParambrahmaJai Guru Dev     

 

Shakti Gayatri Mantra

Om Aim Aim Aim

Kleem Kleem Kleem
Saoum Saoum Saoum
Bhur Bhuva Suvaha
Tat Savitur Varenyam
Bhargo Devasya Dhimahi
Dhiyo Yo Naha Prachodayat

Sky Mantra

Om Lingastakam Needum Punyam
Yaha Patey Shiva Sani-dhow
Shiva Loka Mavapnoti
Shivayna Saha Mogatay

Mahakali Mantra

Om Hreem Hessraim Hreem
(Om) Dheem Dheem Kleem Kleem Saoum Saoum
Maha Agni Swarupa Nyena-namaha
Om Kluum Dhluum Jam Kanaka Durgamba
(Om) Kluum Dhluum Jam Hum Kanaka Durgamba
Durga Devi Prasanam
Om ‘m’ Ya Ma Taa Raa Ja Baa Na Sa La Gam
Mama Mama Mama
Atma Atma Atma
Raksha Raksha Rakshamam

Herz-lich(t)e Grüße

Joachim F. NUSH

GANUSCH

Makara Sankranti – Sonnentransit in Steinbock

Sankranti bedeutet, von einem Platz zu einen anderen Platz gehen (um sich zu ändern einen neuen Standort oder Standpunkt einnehmen).

Es bedeutet auch, dass man jemand oder etwas anderen trifft und begegnet. Die Zeit, wenn die Sonnenbewegung von einem Sternbild zu einen anderen wechselt wird als Sankranti bezeichnet.

Makara ist das Zeichen des Steinbocks. In wiederkehrendem Rhythmus, wenn der Sonnenlauf vom Zeichen des Schützen zum Steinbock überwechselt, feiert man nach dem vedischen Kalender Makar Sankrati

Das Sankrati Fest, dann wenn die Sonne ein neues Zeichen besucht, ein Zeichenwechsel stattfindet, wird in Indien gefeiert. Man schenkt der damit verbundenen Zeitqualität besondere Achtung.

Das Makar Sankrantifest ist jedoch das wichtigste und größte dieser Feiern, weil dann die Sonne aufhört, von der Erde, der nördlichen Hemisphäre, abzurücken, und Uttarayana oder den nördlichen Kurs beginnt und somit die Sonne wieder näher zur Erde kommt und längere und wärmere Tage verspricht.

Im nördlichen Indien wird dieser Tag als der kälteste Tag des Jahres betrachtet.

Makara Sankrani ist der Tag an dem die Sonne stirbt und neugeboren wird. Die symbolische Wiedergeburt der Sonne. Sie feiert den Beginn ihrer Reise, auf der sie zur Erde nun über ihren eingeschlagenen nördlichen Weg zurückkommt.

Die Menschen der Antike fanden, dass die Sonne auf ihrer südlichen Wanderung sich von ihnen entfernte und sie weniger von ihrer spendenden Kraft und Energie erhielten. Somit ist dies ein besonderer Tag und wird groß gefeiert. Die freudige Rückkehr der Sonne wird mit Gebeten und Glückwünschen geehrt.

Die Sonne ist göttliches Licht und Weisheit. Sie symbolisiert die Kraft und Macht des lebenden Gottes.

Makara Sankranti bedeutet, dass die Zeit der Fehlleitungen vorüber ist, wir uns von der Finsternis der Illusion in der wir leben abwenden sollten und beginnen freudig das innere Licht der Erkenntnis heller und heller scheinen zu lassen.

Wir sollten von nun an beginnen, in dem Maße wie das Licht der Sonne Tag für Tag heller wird, stetig in Reinheit, der Weisheit und Erkenntnis zu wachsen.

Der Zeichenwechsel der Sonne vom Schützen in den Steinbock, wird in den verschiedenen Gebieten Indiens unterschiedlich gefeiert.

Unter den Tamilen wird Makara Sankranti „Pongal“ genannt, für die es auch das Neujahr herbeiführt.

Der Tag beginnt mit Surya Pongal, der Sonnen-Anbetung und mit Pujas für den Sonnengott. Nach dem ersten Bad werden neue Kleider angezogen. Das kürzlich geerntete Getreide und der Reis werden dann zum ersten Mal gekocht. Spezielle Gerichte werden zum ersten mal zubereitet und dargeboten.

Dazu werden u.a. grüne Blätter für den Wohlstand, Kurkuma für den Erfolg und die Gunst, Ingwer für das Gewürz des Lebens symbolisch verwendet.

Ein spezielles Gericht mit Namen „Sarkkarai Pongal“ wird in eigens für diesen Tag hergestellten Töpfen gekocht. Im Anschluss an die Puja-Rituale, wird aus dem „Sarkkarai Pongal“ Topf mit Zuckerrohrstöcken Essen für den Sonnengott entnommen und ihm als Dank für die reichliche Ernte angeboten.

Zuckerrohr symbolisiert mit seiner Süßigkeit das Glück und die Freude im Leben.

Ein großartiges Mittagessen wird dann im Kreis der Familienangehörigen auf unterschiedliche Art und Weise aus Idli, Dosas und Reis zubereitet und feierlich verspeist.

Einer Legende nach, hat an diesem Tag Lord Sundareshwar im Madurai Tempel ein Wunder vollbracht und in einem Steinelefanten Leben eingeatmet, der danach Zuckerrohr verspeiste

Eine Gravur dieses Ereignisses findet man im Meenakshi Tempel.

Mit diesem Monat des THAI beginnt in Tamil-Nadu die Hochzeits-Jahreszeit.

Das Lohri-Fest wird an dem Makara Sankranti Tag ebenso gefeiert. Gemäß der Bhagavad Gita offenbart sich Lord Krishna in seiner vollen Herrlichkeit während dieser Zeit.

Feuer werden in den Häusern angezündet, um symbolisch das Ende des alten Jahres zu begehen, und das Licht der hellen Sonne in den kommenden Monaten zu bringen.

Während des Pongal-, und Lohrifest, sollten wir unsere Liebe und Aufmerksamkeit den Armen, den Bedürftigen und den Tieren widmen und das Essen ehren, das wir essen.

Es ist gut, Geschenke, Geld und Kleidung zu geben. Die Energie dieses Tages sollten wir verstehen und nutzen für den Neuanfang , an dem wir von unseren vorigen Problemen Abstand nehmen und Wärme und Liebe anderen entgegen bringen und göttliches Licht in unser Leben einfließen lassen.

Joachim F. NUSCH

 

GANUSCH

 

HAPPY Diwali 2007

Diwali 2007 – Das Fest der Lichter Divali

Jahr für Jahr wird Diwali (auch Dipawali genannt), das Lichterfest ganz pracht- und stilvoll gefeiert. Anlaß dieses Festes ist das Neujahr nach dem indischen Kalender, dem Panchang.

Alle Straßen, ja selbst die Gassen werden für diesen einen besonderen Tag gereinigt. Feuerwerkskörper werden Tage vorher schon angeschafft. Viele kleine Öllampen oder Teelichter werden im ganzen Haus positioniert. So werden nicht nur die Häuser zum erleuchten gebracht, sondern auch die Metropolen Indiens wirken durch die vielen Lichter und Lampen gigantisch.

Diwali Lichterfest

Abends besuchen sich die Familien gegenseitig und beschenken sich meist mit selbst zubereiteten indischen Süßigkeiten, eine besondere Tradition Indiens. Diese positive Atmosphäre herrscht in ganz Indien.

Das Diwali-Fest dauert fünf Tage und wird in ganz Indien gefeiert. Der dritte Tag Shukla Tritiya, ist der bedeutendste Tag davon. Jeder Tag hat eine eigene Bedeutung. Das Wort „Diwali“ leitet sich aus dem Sanskrit-Wort „Deepavali“ ab. Deepa bedeutet so viel wie „Licht“ oder „Lichtschwarm“ und Vali bedeutet „Reihe“.

Es ist interessant, daß Diwali fast zur selben Zeit stattfindet wie Halloween, das am 31. Oktober zelebriert wird und in Europa traditionsgemäß ebenso mit Seelen und Toten, dem Allerheiligenfest, verbunden wird.

Traditionsgemäß gedenkt das Fest auch der Krönung des Prinzen Rama. Es heißt, daß die Hindus Ramas Rückkehr aus seiner 14-jährigen Zeit der Verbannung und Sieg über den Dämonen Ravana („Rabon“) zelebrierten. Dabei wurde das Böse vom Guten besiegt. Um ihrer Freude Ausdruck zu verleihen, zündeten die Menschen Lichter an, um Rama zu preisen.

Lakshmi

Eine der Göttinnen, die im Zentrum der Zeremonien steht ist Lakshmi. Sie ist die Göttin des Reichtums und des Wohlstands. Es sei der Tag, an dem Lakshmi aus dem milchigen Ozean emporgekommen sein soll, um der Welt Prosperität zu schenken.

Im Süden Indiens dagegen sehen die Menschen in Diwali einen Bezug zu Krishna, der einen Dämonen besiegt und sechzehntausend Frauen befreite, die sich in der Gefangenschaft des Dämons befanden.

Diwali ist ein hinduistischer Feiertag, der unabhängig von Kastenzuordnung von jedem Hindu gefeiert wird und symbolisiert den Sieg des Lichtes über die Dunkelheit.

Der Hindu an sich glaubt, daß am Neumondtag des Diwali die Seelen seiner Vorfahren sein Haus besuchen. An diesem Tag werden alte Lampen weggeworfen und neue gekauft. Der Überlieferung nach sollen nämlich neue Lampen den Seelen der Toten helfen, ihren Weg zum Himmel zu finden. In Indien betrachtet man Diwali als Erneuerung des Lebens.

Ausschlaggebend für den Termin des Fests ist immer der indische Mondkalender, der seit Jahrtausenden in der indischen Kultur und in der vedischen Astrologie verankert ist,

In diesem Jahr fällt der Neumondtag (Amavasya) auf Freitag, den 9. November. Siehe auch den Mondkalender unter: www.vedharma.de

http://www.vedharma.de/index.php/Mondkalender

Diwali beginnt demnach immer am fünfzehnten Tag des Hindumonats Kartika (Ende Oktober/Anfang November), 20 Tage nach dem Dasahra Fest zu Neumond/ Amavasya.

Da der genaue Neumondzeitpunkt auch von der geografischen Länge abhängt, kann es sein, daß Diwali in Westindien, Europa oder Amerika einen Tag später als in Ostindien gefeiert wird (dies war 2003 der Fall).

Verantwortlich für den exakten Zeitpunkt ist klassischen Texten nach jedoch immer der Sonnenaufgang in Indien in Gangotri, dem heiligen Ort an der Ganges-Quelle auf 3000 m.ü. M. im Distrikt Uttarkashi, Bundesstaat Uttarakhand.

Weiterführende Links in Englisch:

http://www.diwalifestival.org/

Ich wünsche Ihnen ein frohes und glückliches Lichterfest, Diwali 2007

Joachim F. NUSCH

HAPPY DIWALI Tradition der Lichter, Diwali

 

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