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Was ist die Vedische Psychologie oder die Psychologie des Ayurveda?

Ein umfassender und nachhaltiger Überblick

1. Einleitung: Die Entdeckung der Vedischen und Ayurvedischen Psychologie

Die Suche nach ganzheitlichem Wohlbefinden und tieferem Verständnis des menschlichen Geistes führt viele Menschen im Westen zunehmend zu den alten Weisheitssystemen Indiens. Nachdem die herausragende Naturheilkunde und das ayurvedische Kochen bereits weithin bekannt sind, rückt nun das System der vedischen und yogischen Psychologie als ein moderner therapeutischer Ansatz in den Vordergrund, der Lebensfreude und Wohlbefinden fördert. Diese Arbeit widmet sich speziell den psychologischen Hintergründen dieses umfassenden Systems und beleuchtet, wie der Geist auf allen Ebenen geheilt werden kann, indem Ernährung, Sinneseindrücke, Mantras, Meditation, Yoga und weitere Praktiken einbezogen werden.

Definition und Abgrenzung: Was ist Vedische Psychologie und die Psychologie des Ayurveda?

Ayurveda, wörtlich übersetzt „Wissenschaft vom Leben“ oder „Weisheit des Lebens“ aus den Sanskrit-Wörtern „Ayur“ (Leben) und „Veda“ (Wissen), ist ein über 5.000 Jahre altes, ganzheitliches Gesundheitssystem, das seinen Ursprung im alten Indien hat. Es konzentriert sich darauf, Körper, Geist und Seele in ein harmonisches Gleichgewicht zu bringen, um ein gesundes und erfülltes Leben zu ermöglichen. Ayurveda stellt eine Synthese aus Erfahrungswerten und philosophischen Prinzipien dar, die sich auf die physischen, mentalen, emotionalen und spirituellen Dimensionen der menschlichen Gesundheit und Krankheit konzentriert.  

Die vedische Psychologie hingegen bietet einen noch umfassenderen Rahmen. Sie ist tief in spirituellen, yogischen und vedantischen Prinzipien verwurzelt und stellt einen ganzheitlichen Weg dar, das menschliche Bewusstsein zu verstehen und die Lebensreise zu gestalten. Sie bildet das Fundament für das vedische Counseling, das verschiedene vedische Disziplinen wie Yoga, Ayurveda, vedische Astrologie, Vedanta und Tantra integriert.  

Die ayurvedische Psychologie ist keine eigenständige Disziplin im Sinne einer isolierten Wissenschaft. Vielmehr ist sie eine therapeutische Erweiterung der umfassenderen vedischen Ansätze zum Geist. Sie fügt eine spezifische ayurvedische Perspektive hinzu, indem sie physische Faktoren, insbesondere die Doshas, in die Betrachtung des mentalen und emotionalen Wohlbefindens einbezieht. Das Leben wird im Ayurveda als eine untrennbare Einheit von Körper, Sinnen, Verstand und Seele verstanden. Die Verbindung zwischen der vedischen und ayurvedischen Psychologie ist daher von grundlegender Bedeutung. Die vedische Psychologie liefert den übergeordneten philosophischen und spirituellen Rahmen für das Verständnis von Bewusstsein und Existenz. Die ayurvedische Psychologie hingegen dient als der praktische, angewandte Arm dieses Wissens für das mentale Wohlbefinden. Dies verdeutlicht, dass mentale Heilung in diesem Kontext stets eine Verbindung zu tieferen philosophischen Wahrheiten aufweist und nicht isoliert betrachtet wird.  

Ganzheitlicher Anspruch und Relevanz als moderner therapeutischer Ansatz

Ayurveda geht über die reine Behandlung von Krankheiten hinaus; es zielt darauf ab, deren Entstehung von vornherein zu verhindern. Das System betrachtet den Menschen als ein einzigartiges Individuum und berücksichtigt dabei eine Vielzahl von Faktoren, darunter die individuelle Körperzusammensetzung, Verdauungsprozesse, mentale und emotionale Zustände sowie Umwelteinflüsse.  

Das vedische Counseling wird als ein innovatives Modell beschrieben, das auf jahrtausendelangen Erfahrungen von Yogis, Rishis, Weisen und modernen Gurus basiert und sich durch seine praktische Anwendung und Verwirklichung über Jahrhunderte bewährt hat. Es erkennt die tiefgreifende Vernetzung des Individuums mit dem Universum an und betrachtet das Leben als einen organischen Ausdruck eines vereinten Bewusstseins. Es handelt sich um eine synthetische Disziplin, die Harmonie zwischen verschiedenen Ansätzen unter dem gemeinsamen Nenner des Bewusstseins und der grundlegenden Lebensgesetze, bekannt als Dharma, anstrebt.  

Die Aktualität dieses alten Systems liegt nicht in seiner Neuheit, sondern in seiner anhaltenden Relevanz und Wirksamkeit in der heutigen Zeit. Seine Stärke beruht auf der Fähigkeit, den Menschen als Ganzes zu betrachten und individuelle Lösungen anzubieten, anstatt starre, universelle Ansätze zu verfolgen. Diese Ausrichtung entspricht modernen Trends in der personalisierten Medizin und der integrativen Gesundheitsversorgung. Die Nachhaltigkeit des Systems ergibt sich aus seinen grundlegenden, universellen Prinzipien, die über kulturelle und zeitliche Grenzen hinausgehen. Es bietet eine tiefgreifende Alternative zu fragmentierten, symptomorientierten Ansätzen der modernen Medizin, indem es die Ursachen von Ungleichgewicht auf allen Ebenen des Seins adressiert und somit einen Weg zu dauerhaftem Wohlbefinden eröffnet.

2. Die Philosophischen und Historischen Grundlagen

Die vedische und ayurvedische Psychologie ist tief in einem reichen philosophischen Erbe verwurzelt, das über Jahrtausende entwickelt wurde. Ihre Konzepte sind nicht isoliert, sondern bilden ein engmaschiges Geflecht, das die Interdependenz von Geist, Körper und Universum betont.

Ursprünge in den Veden, Samkhya, Yoga und Vedanta

Ayurveda, mit einer Geschichte von über 5.000 Jahren, ist eng mit den Veden verbunden, einer Sammlung von Wissen und Lehren aus der vedischen Zeit. Die vier herausragenden Wissenssammlungen – Yajur Veda, Rig Veda, Sam Veda und Atharva Veda – bilden die Grundlage des hinduistischen Heilsystems. Die theoretischen Ideen des Ayurveda zeigen Parallelen zu den Philosophien von Samkhya und Vaisheshika sowie zu Buddhismus und Jainismus. Die Vaisheshika-Schule lehrte Inferenz und Wahrnehmung für die Behandlung, während Samkhya den Manifestationsrahmen lieferte. Der Ursprung des Ayurveda wird als göttlich angesehen, da er von Brahma, dem Schöpfer des Universums, an die Weisen und dann an die Menschheit weitergegeben wurde.  

Vedanta und Yoga stellen die zentralen Säulen der vedischen Psychologie dar, die sich auf Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung konzentrieren. Die Yoga Sutras selbst werden als eine Psychologie betrachtet, die lehrt, den Geist zu beruhigen und höhere Bewusstseinszustände zu entwickeln, um das höhere Selbst zu verwirklichen.  

Die Fünf Elemente (Pancha Mahabhutas) und ihre Verbindung zum Geist

Nach ayurvedischer Lehre bestehen alle Lebewesen und unbelebten Dinge im Universum aus den fünf grundlegenden Elementen, den Pancha Mahabhutas: Akasha (Raum/Äther), Vayu (Luft), Agni (Feuer), Jala (Wasser) und Prithvi (Erde). Diese fünf Elemente bilden in unterschiedlichen Kombinationen die drei grundlegenden Humore des menschlichen Körpers, die Doshas.  

Jedes Element ist nicht nur mit physischen Eigenschaften verbunden, sondern auch mit spezifischen energetischen, mentalen und emotionalen Qualitäten sowie einem der fünf Sinne:

  • Akasha (Äther/Raum): Dieses subtilste Element repräsentiert Geräumigkeit, Subtilität, Leere und Potenzialität. Auf mentaler und emotionaler Ebene fördert es Demut, Staunen, einen Anfängergeist und Empfänglichkeit. Es ist mit dem Gehör verbunden und im Körper in Hohlräumen wie Nasenlöchern, Mund und Bauchraum vorhanden.  
  • Vayu (Luft): Dieses Element steht für Expansion, Dynamik und Zerebralität, sowie für das Prinzip des Gebens und Nehmens. Mentale und emotionale Qualitäten sind Kreativität, Ausdruck und Intelligenz. Es ist mit dem Tastsinn verbunden und repräsentiert Bewegung in Muskeln und Nervensystem. Ein Ungleichgewicht von Vayu kann Angst, Verwirrung und Ruhelosigkeit hervorrufen.  
  • Tejas (Feuer): Feuer ist das Element der Leidenschaft, Absicht und Transformation. Mentale und emotionale Qualitäten umfassen Unterscheidungsvermögen, Fokus und Verlangen. Es ist mit dem Sehen verbunden und kontrolliert im Körper Enzymfunktion, Verdauung, Stoffwechsel und Intelligenz. Meditation wird als primäre Praxis angesehen, um das Feuer des Geistes zu schärfen und Klarheit zu fördern.  
  • Ap (Wasser): Dieses Element symbolisiert Reflexion, Fluss, Ernährung und Fluidität. Auf mentaler und emotionaler Ebene fördert es Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, Empathie und Emotionalität. Es ist mit dem Geschmackssinn verbunden und im Körper in allen Flüssigkeiten wie Speichel, Plasma und Verdauungssäften vorhanden.  
  • Prithivi (Erde): Als das grobstofflichste Element repräsentiert Erde Form, Zusammenhalt und Stabilität. Mentale und emotionale Qualitäten sind Hingabe, Beständigkeit und Unterstützung. Es ist mit dem Geruchssinn verbunden und bildet die Struktur des Körpers wie Knochen, Zähne, Fleisch und Haare.  

Die Drei Bio-Energien (Doshas: Vata, Pitta, Kapha) und ihre psychologischen Temperamente

Die Doshas – Vata (Luft und Äther), Pitta (Feuer und Wasser) und Kapha (Erde und Wasser) – sind bioenergetische Kräfte, die unsere körperliche und geistige Verfassung beeinflussen. Die natürliche Vorherrschaft eines oder mehrerer Doshas bestimmt die physische Konstitution (Prakriti) und die Persönlichkeit eines Menschen. Ein Ungleichgewicht der Doshas wird als eine Hauptursache für Krankheiten angesehen.  

Diese Konzepte sind tief miteinander verwoben: Die Pancha Mahabhutas sind die grundlegendsten Bausteine, die sich im Körper-Geist als Doshas manifestieren. Diese Doshas wiederum beeinflussen die Gunas, welche die qualitativen Zustände des Geistes beschreiben. Diese tiefgreifende Interdependenz bedeutet, dass psychologische Interventionen im Ayurveda niemals rein mental sind. Sie berücksichtigen immer die physischen (Doshas, Elemente) und energetischen (Prana) Dimensionen. Beispielsweise ist die Behebung eines Vata-Ungleichgewichts, das in den Luft-/Äther-Elementen verwurzelt ist, ein direkter Weg, einen aufgeregten Geist zu beruhigen. Dies bietet eine robuste theoretische Grundlage für die Geist-Körper-Verbindung, die ein Schlüsselaspekt der vedischen und ayurvedischen Psychologie ist.

Die psychologischen Temperamente der Doshas sind wie folgt charakterisiert:

  • Vata-Typ: Menschen mit einer dominanten Vata-Konstitution neigen zu Steifheit , übermäßiger sensorischer und mentaler Aktivität, Unruhe, Angst, Verwirrung und Ruhelosigkeit. Yoga für Vata-Typen konzentriert sich auf die Beruhigung des Nervensystems mit sanften Drehungen, bewusster Atmung und Vorwärtsbeugen.  
  • Pitta-Typ: Pitta-dominante Individuen besitzen im Allgemeinen mehr Kontrolle über die Sinne , können aber zu Reizbarkeit und Wut neigen. Yoga für Pitta-Typen betont kühlende und ausgleichende Praktiken.  
  • Kapha-Typ: Kapha-Typen können zu geringer Aktivität und Trägheit neigen. Yoga für Kapha-Typen ist dynamisch, stimulierend und wärmend, mit Fokus auf das Loslassen.  

Um die psychologischen Temperamente der Doshas zu verdeutlichen, dient die folgende Tabelle:

Tabelle 1: Die Drei Doshas und ihre Psychologischen Temperamente

Dosha NameElementare ZusammensetzungPsychologische/Emotionale EigenschaftenAnfälligkeiten für mentale Ungleichgewichte
VataLuft & ÄtherKreativ, enthusiastisch, impulsiv, sensibel, schnell im Denken, aber auch unruhig, ängstlich, zerstreut, unsicher.Angststörungen, Nervosität, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Unruhe, Sorgen.
PittaFeuer & WasserIntelligent, scharfsinnig, ehrgeizig, zielstrebig, mutig, aber auch reizbar, wütend, kritisch, intolerant, perfektionistisch.Ärger, Frustration, Burnout, übermäßige Kritik, zwanghafte Tendenzen.
KaphaErde & WasserRuhig, stabil, geduldig, mitfühlend, liebevoll, zuverlässig, aber auch träge, lethargisch, besitzergreifend, depressiv, unmotiviert.Depression, Trägheit, Antriebslosigkeit, übermäßige Anhaftung, Traurigkeit.

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Die Drei Gunas (Sattva, Rajas, Tamas): Der Ausgleich Ihres Bewusstseins

Sattva, Rajas und Tamas sind die drei ursprünglichen Attribute oder Qualitäten der Natur (Prakriti), die in allen Lebewesen wirken und die Bewegung des Geistes und der Emotionen beeinflussen. Sie sind keine statischen Klassifikationen, sondern dynamische Kräfte, die ständig interagieren und den vorherrschenden Geisteszustand bestimmen. Sie sind nicht nur beschreibend, sondern auch ursächlich für mentales und emotionales Wohlbefinden oder Ungleichgewicht. Das Ziel ist nicht, Rajas oder Tamas vollständig zu eliminieren, da sie inhärent sind, sondern Sattva zu kultivieren, was einen kontinuierlichen Prozess der Verfeinerung und des Gleichgewichts impliziert. Dieses Verständnis bietet einen praktischen Rahmen für die Selbsteinschätzung und Intervention. Wenn der Geist unruhig (Rajasisch) oder träge (Tamasisch) ist, schlägt der ayurvedische Ansatz spezifische diätetische, lebensstilbezogene und therapeutische Interventionen vor, um Sattva zu erhöhen und dadurch den mentalen Zustand zu verschieben. Dies ist eine tiefgreifende psychologische Erkenntnis: Mentale Zustände sind nicht zufällig, sondern werden von zugrunde liegenden energetischen und qualitativen Kräften beeinflusst, die bewusst gesteuert werden können.  

  • Sattva: Repräsentiert Reinheit, Klarheit, Gleichgewicht, Frieden und Glückseligkeit. Sattvische Lebensmittel fördern mentale Klarheit, Ruhe und eine positive Einstellung.  
  • Rajas: Steht für Aktivität, Leidenschaft, Unruhe und Verlangen. Ein Übermaß kann Stress und mentale Instabilität verstärken.  
  • Tamas: Kennzeichnet Trägheit, Dunkelheit, Schwere, Ignoranz und Lethargie. Es kann zu Depression und Lethargie führen.  

Rajas und Tamas werden als die beiden Doshas des Manas (Geistes) betrachtet, die eine wichtige Rolle bei der Entstehung sowohl psychologischer als auch somatischer Krankheiten spielen.  

Die folgende Tabelle veranschaulicht die Gunas und ihren Einfluss auf den Geist:

Tabelle 2: Die Drei Gunas und ihr Einfluss auf den Geist

Guna NameKernqualitätMentale/Emotionale ManifestationenAssoziierte Verhaltensweisen/Lebensstile
SattvaReinheit, Klarheit, HarmonieFrieden, Freude, Wissen, Mitgefühl, Ausgeglichenheit, Kreativität, Konzentration, spirituelles Wachstum.Meditation, Yoga, sattvische Ernährung (frisch, leicht), Naturverbundenheit, ethisches Handeln.
RajasAktivität, Leidenschaft, BewegungEhrgeiz, Unruhe, Stress, Wut, Gier, Wettbewerb, Überstimulation, Verlangen.Überarbeitung, hektischer Lebensstil, übermäßiger Konsum, rajasische Ernährung (scharf, stimulierend), ständiges Streben.
TamasTrägheit, Dunkelheit, SchwereLethargie, Depression, Ignoranz, Anhaftung, Apathie, Verwirrung, Zerstörung, Sucht.Inaktivität, übermäßiger Schlaf, tamasische Ernährung (verarbeitet, schwer), mangelnde Hygiene, destruktives Verhalten.

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Prana: Die Lebensenergie und ihre Rolle für den Geist

Prana, aus dem Sanskrit für „Ur-Atem“ oder „vitale Stärke“, ist die universelle Lebensenergie, die durch alle Lebewesen fließt, das Leben belebt und erhält. Es ist die zugrunde liegende Energie aller physikalischen und mentalen Prozesse. Prana ist eine der drei Lebenskräfte, zusammen mit Tejas (Feuer) und Ojas (vitale Essenz), die das Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele aufrechterhalten.  

Prana fließt durch die Nadis (Energiekanäle) und Chakras (Energiezentren) des Körpers. Ein ausgeglichenes Prana trägt zu einem gut funktionierenden Immunsystem, mentaler Klarheit, emotionaler Stabilität und den natürlichen Heilfähigkeiten des Körpers bei. Prana Vayu, eine Unterart des Prana, ist im Kopf lokalisiert und steuert Atmung, Sinneswahrnehmung und Denkprozesse. Die höchste Form von Prana findet sich auf der Ebene der individuellen Seele und überdauert das physische Leben. Sie ist mit Glück und Glückseligkeit (Ananda), göttlicher Liebe, Hingabe und Mitgefühl verbunden.  

3. Das Verständnis des Geistes in der Vedischen und Ayurvedischen Lehre

Die vedische und ayurvedische Psychologie bietet ein komplexes, aber tiefgründiges Modell des Geistes, das über die rein kognitiven Funktionen hinausgeht und seine Verbindung zu Bewusstsein, Identität und den Sinnen beleuchtet.

Die Natur des Geistes: Manas, Buddhi, Ahamkara, Chitta

Der Geist (Manas) wird im Ayurveda nicht als separate Entität betrachtet, sondern ist immer eng mit dem „Ganzen“ – Körper und Seele – koordiniert. Er kann daher grobe physiologische und sensorische Funktionen sowie das spirituelle Wohlbefinden beeinflussen. Das vedische Modell des Geistes identifiziert vier unterschiedliche Aktivitätsbereiche, die in einer hierarchischen und interaktiven Struktur miteinander verbunden sind.  

  • Manas: Dies ist der sensorische, verarbeitende Geist, oft als der „untere“ oder „weltliche“ Geist bezeichnet. Manas dient als Bildschirm des Bewusstseins, der Sinneseindrücke der Außenwelt mit bereits im Geist gespeicherten Erfahrungen vermischt. Es ist ein guter Sammler und Darsteller von Informationen, aber ein schlechter Entscheidungsträger. Seine Funktionen umfassen die Kontrolle sensorischer und motorischer Fähigkeiten (Indriyabhigraha), Selbstbeherrschung (Swasya Nigraha), Hypothesenbildung (Uha) und Nachdenken (Vichara).  
  • Chitta: Chitta ist die Speicherbank des Geistes, ein Reservoir für Gewohnheiten und latente Eindrücke (Samskaras). Es speichert unzählige latente Eindrücke, die um die Aufmerksamkeit des Manas konkurrieren. Negative Samskaras sind die Wurzel unserer selbstsabotierenden Verhaltensmuster, die unser Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen und Verhalten in Beziehungen beeinträchtigen können.  
  • Ahamkara: Dies ist der „Ich-Macher“ oder das Ego, das Prinzip der Individualität und der Sitz der Leidenschaft. Ahamkara verbindet sich mit den Daten oder Eindrücken in Chitta und färbt diese.  
  • Buddhi: Buddhi ist der höhere Aspekt des Geistes, die Tür zur inneren Weisheit. Es besitzt die Fähigkeit zu entscheiden, zu urteilen und kognitive Unterscheidungen zu treffen. Buddhi sollte die Entscheidungen für das „Fabriksystem des Lebens“ treffen. Wenn Buddhi getrübt ist, hört Manas oft auf die Wünsche, die in Chitta gespeichert sind.  

Die Interaktion dieser Komponenten ist entscheidend für das mentale Wohlbefinden. Wenn Buddhi getrübt ist, neigt Manas dazu, von den in Chitta gespeicherten Wünschen und Abneigungen, die vom Ego (Ahamkara) gefärbt sind, geleitet zu werden. Dies ist nicht nur eine Liste von Teilen, sondern ein dynamisches System, in dem die unteren Funktionen (Manas, Chitta, Ahamkara) die höhere Weisheit (Buddhi) außer Kraft setzen können. Dieses Modell bietet eine ausgeklügelte psychologische Karte zum Verständnis menschlichen Verhaltens, der Entscheidungsfindung und mentalen Leidens. Es legt nahe, dass viele psychische Gesundheitsprobleme aus einer Desintegration oder Fehlleitung innerhalb dieses internen Systems entstehen. Das therapeutische Ziel ist daher, Buddhi zu reinigen und seine leitende Rolle zu stärken, was zu größerer Selbstkontrolle und Klarheit führt.

Das Selbst (Atman/Purusha) liegt jenseits dieser Schichten des Bewusstseins. Es ist reines Bewusstsein jenseits von Karma, Tod und Leid.  

Die folgende Tabelle bietet einen strukturierten Überblick über die vier Funktionen des Geistes:

Tabelle 3: Die Vier Funktionen des Geistes (Manas, Buddhi, Ahamkara, Chitta)

FunktionSanskrit-BegriffPrimäre Rolle/BeschreibungWichtige EigenschaftenBeziehung zu anderen FunktionenAuswirkungen auf das mentale Wohlbefinden
Manasमनस्Sensorischer, verarbeitender Geist; sammelt Eindrücke und Informationen.„Unterer“ oder „weltlicher“ Geist; Bildschirm des Bewusstseins; guter Informationssammler, schlechter Entscheidungsträger.Empfängt Impulse von den Sinnen (Indriyas); reagiert auf Wünsche aus Chitta; sollte von Buddhi geleitet werden.Überstimulation, Zerstreutheit, Unentschlossenheit, wenn nicht richtig geführt.
Chittaचित्तSpeicherbank des Geistes; Reservoir für Gewohnheiten und latente Eindrücke (Samskaras).Unbewusster Geist; speichert Erfahrungen; Wurzel von Konditionierung und Verhaltensmustern.Speichert Eindrücke, die Manas beeinflussen; kann Buddhi trüben; beeinflusst von Ahamkara.Quelle von selbstsabotierenden Mustern; kann zu emotionalem Leid führen, wenn negative Samskaras dominieren.
Ahamkaraअहङ्कार„Ich-Macher“ oder Ego; Prinzip der Individualität; Sitz der Leidenschaft.Identifikation mit dem Getrennten; treibt das „Ich, mir, mein“-Prinzip an.Färbt die Eindrücke in Chitta; beeinflusst Manas, um Wünsche zu verfolgen.Führt zu Selbstzweifel, Unsicherheit, Angst, Depression, wenn das Ego dominiert.
Buddhiबुद्धिHöherer Geist; Intellekt; Fähigkeit zu entscheiden, zu urteilen und zu diskriminieren; innere Weisheit.Unterscheidungsvermögen; Klarheit; Tür zur inneren Weisheit; sollte der Entscheidungsträger sein.Sollte Manas leiten; reinigt Chitta von negativen Eindrücken; überwindet Ahamkara.Fördert Selbstkontrolle, Klarheit, Weisheit, wenn sie gestärkt und ungetrübt ist.

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Das Ego und das Selbst: Die Suche nach Identität und das konditionierte Bewusstsein

Das Ego (Ahamkara) ist eine konditionierte Entität, die auf der Agenda des „Ich, mir, mein“ basiert, um Vergnügen zu steigern und Schmerz zu mindern. Es repräsentiert den größeren Teil des geistigen Bereichs, der durch Konditionierung und Anhaftung an äußere Erfahrungen geprägt ist. Dieser konditionierte Zustand des Bewusstseins muss transzendiert werden, um wahre Freiheit zu erlangen.  

Das wahre Selbst (Atman/Purusha) ist reine Bewusstheit, die über alle Konditionierung hinausgeht. Es ist die unendliche, reine Bewusstheit, aus der die Realität entsteht. Das Ziel der vedischen Psychologie ist es, das Ego zu überwinden, damit Ganzheit vorherrschen kann und negative Eigenschaften wie Selbstzweifel, Unsicherheit, Angst vor dem Tod und Depression nicht mehr existieren. Diese Transformation ermöglicht es dem Individuum, seine wahre, unverfälschte Natur zu erkennen.  

Intelligenz: Die Kraft der Wahrnehmung

Intelligenz, im vedischen Kontext oft als Buddhi bezeichnet, ist die Kraft der Wahrnehmung, des Unterscheidungsvermögens und der Entscheidungsfindung. Der Geist spielt eine instrumentelle Rolle bei Wahrnehmung und Wissen. Er ist der Mediator zwischen den Sinnen (Objekte der Indriya) und der Seele (dem Wissenden Atma). Eine klare und ungetrübte Buddhi ist entscheidend, um die Realität präzise wahrzunehmen und weise Entscheidungen zu treffen, die das Wohlbefinden fördern.  

Der äußere Geist: Der Bereich der Sinne (Indriyas) und die Rolle der Sinneseindrücke (Samskaras)

Unsere Sinne (Indriyas) sind die Schlüsselinstrumente unseres Lebens; wie wir sie nutzen, bestimmt, wie sich unser Leben entfaltet – ob in Richtung Gesundheit oder Krankheit, Spiritualität oder Weltlichkeit. Die Sinne liefern die „Nahrung“ der Eindrücke, durch die der Geist entweder beruhigt oder gestört wird. Jede Impression, die wir aufnehmen, wirkt sich positiv oder negativ auf unseren Geist aus.  

Samskaras sind angesammelte Eindrücke im unbewussten Geist (Chitta), die durch unsere Lebenserfahrungen entstehen, oft schon in frühen Jahren. Sie sind die Wurzeln unserer physischen, mentalen und emotionalen Konditionierung und Gewohnheitsmuster. Diese Eindrücke können tief im Geist verankert sein und sind nicht einfach durch Willenskraft oder physische Disziplin zu entfernen.  

Die bewusste Rücknahme der Sinne (Pratyahara) ist entscheidend, um den Geist zu reinigen und negative sensorische Einflüsse abzuwehren. Pratyahara ist die bewusste Rücknahme von Energie aus den Sinnen. Es beinhaltet die Abkehr von „falscher Nahrung“, „falschen Eindrücken“ und „falschen Assoziationen“, während man sich gleichzeitig für „richtige Nahrung“, „richtige Eindrücke“ und „richtige Assoziationen“ öffnet. Ein „Medienfasten“ durch Verzicht auf die digitale Welt ist eine effektive Praxis zur Reinigung des Geistes.  

Die Sinne werden als „Nahrung“ für den Geist betrachtet. So wie physische Nahrung den Körper beeinflusst, wirken sich Sinneseindrücke direkt auf mentale Zustände aus. Ungesunde Eindrücke führen zu Störungen, während gesunde Eindrücke zu Ruhe führen. Pratyahara ist die Praxis, diese „sensorische Diät“ bewusst zu steuern, nicht durch Unterdrückung, sondern durch Verfeinerung der Wahrnehmung und Umleitung der Aufmerksamkeit nach innen. In unserer modernen, hyperstimulierten Welt ist dieses Konzept von großer Relevanz. Ständiger digitaler Input, überwältigende Medien und künstliche Umgebungen liefern „ungesunde Eindrücke“, die zu mentaler Ermüdung, Angst und Ablenkung beitragen. Die ayurvedische Lösung ist nicht nur Meditation, sondern die aktive Gestaltung der eigenen sensorischen Umgebung, wobei Natur, Stille und bewusstes Engagement betont werden. Dies bietet ein praktisches und mächtiges Werkzeug für die mentale Hygiene im 21. Jahrhundert. Die Sinne sollten als Instrumente der Anbetung genutzt werden, um die göttliche Präsenz in der Umgebung zu ehren. Es geht darum, das innere Licht zu erkennen, das die Sinne widerspiegeln, anstatt sich an spezifische sensorische Formen des persönlichen Genusses zu klammern.  

4. Ayurvedische und Yogische Therapien zur Heilung des Geistes

Die vedische und ayurvedische Psychologie bietet eine Vielzahl von therapeutischen Ansätzen, die darauf abzielen, den Geist auf allen Ebenen zu heilen. Diese Methoden sind tief in den philosophischen Grundlagen verwurzelt und berücksichtigen die individuelle Konstitution und die dynamischen Zustände des Bewusstseins.

Ayurvedische Beratung und Verhaltensveränderung: Ein ganzheitlicher Ansatz

Ayurvedische Beratung basiert auf dem Verständnis der individuellen Dosha-Konstitution und zielt darauf ab, das natürliche Gleichgewicht durch angepasste Ernährung, Lebensstil, Kräutermedizin, Yoga und Meditation wiederherzustellen. Das vedische Counseling ermutigt zur Selbsterforschung (Atma-vichara) und hilft Individuen, ihre innere Intelligenz zu aktivieren, anstatt vorgefertigte Lösungen zu liefern. Es passt die Anleitung an die einzigartigen Bedürfnisse und Bestrebungen jedes Einzelnen an, ohne einen Einheitsansatz zu verfolgen.  

Das übergeordnete Ziel der ayurvedischen Heilkunst ist die Prävention ernsthafter Erkrankungen, indem man versucht, die Auslöser zu verstehen, erste unspezifische Anzeichen zu erkennen und den Nährboden für einen Ausbruch zu entziehen. Dies geschieht vor allem durch die Bemühung um die für den jeweiligen Patienten „richtige“ Ernährung und Lebensweise sowie das Aufgeben ungesunder Gewohnheiten.  

Der Ernährungszyklus des Geistes: Die Rolle der Eindrücke und Prana-reicher Ernährung

Die Sinne liefern die „Nahrung“ der Eindrücke, durch die der Geist entweder beruhigt oder gestört wird. Jede Impression, die aufgenommen wird, wirkt sich positiv oder negativ auf den Geist aus. Ein „Medienfasten“ durch den Verzicht auf die digitale Welt ist eine effektive Praxis zur Reinigung des Geistes, da es die Menge an potenziell störenden Sinneseindrücken reduziert.  

Ayurveda betont den Verzehr von Prana-reichen Lebensmitteln wie frischem Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Nüssen, Samen und Kräutern. Lebensmittel, die frisch, biologisch und sattvisch (rein) sind, sollen eine höhere pranische Energie besitzen und eine lebendige Lebenskraft unterstützen. Eine Dosha-gerechte Ernährung hilft, das mentale und emotionale Gleichgewicht zu erhalten. Sattvische Lebensmittel fördern mentale Klarheit, Ruhe und eine positive Einstellung. Im Gegensatz dazu sollte der Verzehr von Rajasischen und Tamasischen Lebensmitteln (scharf, ölig, schwer) minimiert werden, da sie Stress und mentale Instabilität verstärken können.  

Äußere Behandlungsmethoden: Ernährung, Kräuter, Massage und Pancha Karma

Die ayurvedische Psychologie integriert verschiedene äußere Behandlungsmethoden, die auf die Wiederherstellung des Gleichgewichts von Körper und Geist abzielen.

  • Ernährung: Wie bereits erwähnt, ist die Ernährung ein grundlegender Pfeiler der ayurvedischen Therapie. Sie wird individuell an die Dosha-Konstitution angepasst, um das Verdauungsfeuer (Agni) zu stärken und die Produktion von Ojas (feinstoffliche Substanz, die Immunität und Geist-Körper-Verbindung stärkt) zu fördern.  
  • Kräuter: Eine Vielzahl von ayurvedischen Kräutern, bekannt als Medhya Rasayanas, werden zur Verbesserung der mentalen Klarheit, Konzentration und Gedächtnisleistung eingesetzt. Dazu gehören:
    • Brahmi (Bacopa monieri): Verbessert Gedächtnis, Lernfähigkeit und reduziert Müdigkeit. Es besitzt auch entzündungshemmende Eigenschaften und kann helfen, die Fähigkeit des Körpers zur Stressbewältigung zu verbessern.  
    • Shankhapushpi: Beruhigt das Nervensystem, verbessert Fokus und Lernfähigkeit.  
    • Ashwagandha (Withania somnifera): Ein Adaptogen, das Stress durch Senkung des Cortisolspiegels reduziert, Gehirnnebel beseitigt und die mentale Vitalität steigert. Es kann auch Angst reduzieren und den Schlaf verbessern.  
    • Tulsi (Heiliges Basilikum): Reich an Antioxidantien, schützt das Gehirn vor Stress und verbessert die Durchblutung.  
    • Mandukaparni (Gotu Kola): Kühlend und beruhigend, unterstützt das Gedächtnis und reduziert Stress, was die mentale Stabilität verbessert.  
    • Guduchi: Besitzt neuroprotektive Eigenschaften, die Fokus und mentale Klarheit unterstützen und bei der Stressbewältigung helfen.  
  • Massage (Abhyanga): Diese Ganzkörper-Ölmassage mit warmen Kräuterölen nährt Geist und Körper. Abhyanga fördert tiefe Entspannung und Stressabbau, indem es das parasympathische Nervensystem aktiviert und Angst und Anspannung lindert. Es verbessert die Durchblutung, unterstützt die Lymphdrainage zur Entgiftung und stärkt das Immunsystem. Regelmäßige Abhyanga kann Gelenksteifigkeit und Muskelschmerzen lindern, erholsamen Schlaf fördern und die mentale Klarheit sowie die Entscheidungsfindung verbessern.  
  • Pancha Karma: Dieses aus fünf Teilen bestehende Reinigungsprogramm ist ein zentraler Bestandteil der ayurvedischen Therapie zur tiefen Reinigung und Entgiftung von Körper und Geist. Es zielt darauf ab, angesammelte Schlacken (Ama) auszuleiten und das Gleichgewicht der Doshas wiederherzustellen. Panchakarma kann mentale Ermüdung lindern, indem es das Nervensystem entlastet und die mentalen Fähigkeiten verjüngt. Zu den spezifischen Therapien gehören:
    • Nasya (Nasenadministration): Verabreichung von medizinierten Ölen durch die Nase, die direkt auf Gehirn und Geist wirken und bei Angst und mentaler Klarheit hilfreich sind.  
    • Shirodhara (Öltropfen-Therapie): Das kontinuierliche Gießen von warmem Öl auf die Stirn, was das Nervensystem ausgleicht, Stress abbaut und einen Zustand tiefer Entspannung hervorruft. Besonders hilfreich bei Schlaflosigkeit, Angst und chronischem Stress.  
    • Vamana (Therapeutisches Erbrechen): Induziert Erbrechen, um Kapha-bezogene Toxine zu entfernen, die oft mit Depression und Lethargie verbunden sind.  
    • Virechana (Purgation): Reinigt Pitta-bezogene Toxine und hilft bei der Bewältigung von Wut, Reizbarkeit und Manie.  
    • Basti (Einlauf-Therapie): Hilft, das Vata-Dosha auszugleichen, was Angst, Nervosität und mentale Instabilität reduziert.  

Feinstoffliche Therapien: Farben, Edelsteine und Düfte

Neben den grobstofflicheren Behandlungen nutzt die ayurvedische Psychologie auch feinstoffliche Therapien, die auf die subtilen Energieebenen des Individuums wirken.

  • Farben (Chromotherapie): Farben beeinflussen unser Wohlbefinden und wirken durch den subtilen Körper unserer Emotionen und des Geistes. Jede Farbe hat eine individuelle Energetik und vibriert mit unterschiedlichen Frequenzen, die mit den Körperenergien wie Aura und Chakren interagieren. Warme Farben werden zur Stimulation verwendet, während kühle Farben beruhigend wirken.
    • Sattvische Farben (Weiß, Gold, Violett, Blau) fördern Gleichgewicht, Frieden und Glück.  
    • Rajasische Farben (Gelb, Orange, Lila, Rot) wirken stimulierend und fördern Aktivität.  
    • Tamasische Farben (Dunkelbraun, Schwarz, Grau) fördern Trägheit und Schwere und können dunkle Emotionen hervorrufen.  
    • Spezifische Farben können Doshas ausgleichen: Warme Farben (Orange, Gold, Gelb) sind gut für Vata; kühlende Farben (Blau, Weiß, Silber, Pastell) sind ideal für Pitta; und helle, kontrastreiche Farben (Rot, Orange, Gelb) sind vorteilhaft für Kapha.  
  • Edelsteine: Edelsteine werden seit langem für ihre therapeutischen Eigenschaften verwendet, wobei der früheste und systematischste Einsatz aus dem Ayurveda stammt. Maharishi Light Therapy with Gems (MLG) ist eine Modalität des Maharishi AyurVeda, die spezifische Körperbereiche mit weichem, kohärentem Licht durch hochwertige Edelsteine bestrahlt. Die einzigartige kristalline Molekularstruktur, charakteristische Farbe und das emittierte Licht jedes Edelsteins erzeugen spezifische ausgleichende und nährende Effekte für Geist, Körper und Emotionen. MLG kann inneren Frieden und Glück, verbesserten Schlaf, Schmerzlinderung, verringerte Depression, erhöhte Energie, verbesserte Sinneswahrnehmung und eine Erweiterung des Bewusstseins fördern.  
  • Düfte (Aromatherapie): Aromen sind ein wichtiges Werkzeug im Ayurveda zur Erhaltung des Wohlbefindens und zur Heilung. Sie haben einen subtilen, aber äußerst kraftvollen Einfluss auf unseren Geist und Körper. Ätherische Öle, die die vitalen Essenzen von Pflanzen und Blumen enthalten, werden häufig im Ayurveda verwendet, um ein Gefühl des Gleichgewichts zu fördern. Die Auswahl der besten ätherischen Öle richtet sich nach der individuellen Dosha-Konstitution :
    • Vata-Dosha: Warme und süße Aromen wie Lavendel, Ingwer, Basilikum, Zimt, Orange, Sandelholz, Jasmin, Süßorange, Zitrone und Ylang Ylang.  
    • Pitta-Dosha: Süße und kühlende Aromen wie Kamille, Sandelholz, Geranie, Zypresse, Rose, Minze und Weihrauch.  
    • Kapha-Dosha: Warme und stimulierende Aromen wie schwarzer Pfeffer, Eukalyptus, Rosmarin und Thymian, Pfefferminze.  

Die heilende Kraft der Mantren

Mantren sind heilige Laute oder Phrasen, die im Hinduismus und Buddhismus seit Jahrtausenden verwendet werden, um den Geist zu beruhigen und in meditative Bewusstseinszustände zu gelangen, die Selbsterkenntnis ermöglichen. Die Kraft der Mantren liegt nicht nur in ihrer Bedeutung, sondern in der Vibration der Klänge selbst. Selbst wenn die Bedeutung eines Mantras nicht verstanden wird, soll seine Rezitation aufgrund seiner inhärenten Verbindung zu kosmischen Energien eine Wirkung haben.  

Mantra-Chanting konzentriert sich auf die Klärung des Geistes und die Präzisierung von Denkprozessen. Es beruhigt den „Affen-Geist“ und schafft Raum für Klarheit und Einsicht. Wissenschaftliche Studien haben bestätigt, dass Mantras wie „Om“ die Gehirnaktivität beeinflussen, Beta-Wellen reduzieren und Alpha-Wellen verstärken, die mit Entspannung verbunden sind. Das Chanten kann Stresshormone wie Cortisol signifikant reduzieren. Es wird angenommen, dass Mantren die Immunität stärken, karmische Ungleichgewichte beseitigen, Krankheiten heilen und den Chantenden mit höheren spirituellen Reichen verbinden können.  

Bekannte Mantras umfassen das OM-Mantra als Ur-Klang, Lokah Samastah Sukhino Bhavantu für universelles Glück und das Ganesha Mantra für Neuanfänge und die Überwindung von Hindernissen. Mantras können auch beim Kochen gesungen werden, um positive Schwingungen auf die Nahrung zu übertragen.  

Die spirituelle Anwendung der ayurvedischen Psychologie: Die Pfade des Yoga

Yoga ist eine tiefe spirituelle und physische Praxis, die darauf abzielt, Geist, Körper und Seele zu vereinen. Es ist ein signifikanter Bestandteil des ayurvedischen Lebensstils und ergänzt die körperliche und geistige Gesundheit, während es sich spezifisch auf die mentale und spirituelle Harmonie konzentriert.  

  • Spirituelle Therapien: Die vedische Psychologie und Yoga bieten Wege zur Selbstverwirklichung und zur Überwindung des konditionierten Bewusstseins. Das Ziel ist die Erkenntnis des höheren Selbst (Atman), das jenseits von Körper und Geist liegt.  
  • Der Achtfache Pfad des Yoga I – Äußere Methoden:
    • Dharmische Lebensführung (Yamas und Niyamas): Diese ethischen und moralischen Richtlinien aus Patanjalis Yoga Sutras sind grundlegend für die psychologische Entwicklung. Die fünf Yamas (Nicht-Gewalt, Wahrhaftigkeit, Nicht-Stehlen, angemessene Haltung zur Sexualität, Nicht-Besitzen) und die fünf Niyamas (Reinheit, Zufriedenheit, Disziplin, Selbststudium, Hingabe an das Göttliche) bieten einen Rahmen für ethisches Verhalten und innere Disziplin. Ihre Praxis hilft, negative Verhaltensmuster zu erkennen und zu transformieren, was zu größerer Selbstbeherrschung und mentaler Klarheit führt.  
    • Asana (Körperhaltungen): Yoga-Asanas aktivieren und kräftigen Muskeln, verbessern die Durchblutung von Organen und Gelenken, erhöhen die Beweglichkeit und stärken die Entgiftungsfähigkeit des Körpers. Über die physischen Vorteile hinaus wirken Asanas positiv auf die Psyche, indem sie den Energiefluss (Prana) harmonisieren und Chakren aktivieren. Sie können körperliche Spannungen lösen, was zu einer positiven Denkweise und erhöhter Energie führt. Spezifische Asanas werden an die Dosha-Konstitution angepasst, um Ungleichgewichte zu korrigieren.  
    • Pranayama (Atemkontrolle): Pranayama umfasst verschiedene Atemtechniken, die während der Asanas angewendet werden. Es dient als Brücke zwischen äußerem Prana (verbunden mit dem Körper) und innerem Prana (verbunden mit dem Geist). Atemübungen regulieren den Sauerstofffluss, beruhigen das Nervensystem und gleichen die autonomen Funktionen des Körpers aus. Sie helfen, den Geist zu beruhigen und den Prana-Fluss zu verbessern, was mentale Erschöpfung reduziert. Bhramari Pranayama (Bienenatem) kann beispielsweise mentale Gedankenschleifen beruhigen und den Rückzug nach innen erleichtern.  
  • Der Achtfache Pfad des Yoga II — Innere Methoden:
    • Meditation (Dhyana): Durch Meditation lernt man, den Körper besser zu verstehen und sich auf ihn zu konzentrieren. Meditation fokussiert den Geist, beruhigt Emotionen und steigert Prana. Tägliche Meditation, selbst für 10 Minuten, kann Stress und Angst signifikant reduzieren und ein Gefühl des Friedens fördern. Sie ermöglicht es, über den „unteren Geist“ (Manas) hinauszugehen und das innere Zeugenbewusstsein (Buddhi) zu erfahren. Das Ziel der Meditation ist es, die innere Natur zu erkennen und die Ganzheit des Seins zu erfahren.  
    • Samadhi und die Umwandlung des Bewusstseins: Samadhi ist ein Zustand höherer Bewusstheit oder spiritueller Absorption, der durch Meditation erreicht wird. In diesem Zustand hört der aktive Geist auf, aktiv zu sein, und nähert sich seiner Quelle, dem Zustand des reinen Bewusstseins. Die vedische Theorie des Bewusstseins legt einen Evolutionsprozess nahe, in dem ein Drang besteht, sich zu höheren Formen zu entwickeln, die ein besseres Verständnis der Natur des Universums haben. Das Bewusstsein wird nicht als etwas vom Gehirn Produziertes oder auf den Menschen Beschränktes angesehen, sondern als ein grundlegender Aspekt der Realität, wenn nicht sogar deren Essenz. Die Umwandlung des Bewusstseins bedeutet, sich von der Identifikation mit dem Ego zu lösen und die unendliche, reine Bewusstheit zu realisieren, aus der die Realität entsteht. Dies führt zur Auflösung von Selbstzweifel, Unsicherheit, Todesangst und Angst.  

5. Fazit: Eine neue Reise in das Bewusstsein

Die vedische Psychologie und die Psychologie des Ayurveda stellen ein tiefgründiges und umfassendes System dar, das weit über die bloße Behandlung von Symptomen hinausgeht. Sie bieten einen ganzheitlichen Rahmen zum Verständnis des menschlichen Seins, indem sie Körper, Geist und Seele als untrennbare Einheit betrachten. Die Erkenntnis, dass die vedische Psychologie den übergeordneten philosophischen Hintergrund bildet und die ayurvedische Psychologie ihre therapeutische Anwendung darstellt, ist entscheidend, um die Tiefe und Breite dieses Wissens zu erfassen.

Die „Modernität“ dieses jahrtausendealten Systems liegt in seiner zeitlosen Relevanz und Anpassungsfähigkeit. Es bietet individuelle Lösungen, die auf der einzigartigen Konstitution (Doshas) und den dynamischen Zuständen des Bewusstseins (Gunas) basieren. Diese tiefgreifende Interdependenz von Philosophie, Biologie und Psychologie ermöglicht es, mentale Ungleichgewichte nicht isoliert, sondern im Kontext des gesamten Individuums und seiner Verbindung zum Universum zu verstehen und zu behandeln.

Das detaillierte Modell des Geistes, bestehend aus Manas, Buddhi, Ahamkara und Chitta, bietet eine ausgeklügelte psychologische Karte. Es verdeutlicht, wie mentale Herausforderungen oft aus einer Fehlleitung innerhalb dieses internen Systems entstehen, insbesondere wenn die unteren Funktionen die höhere Weisheit des Buddhi außer Kraft setzen. Die Betonung der Sinne als „Nahrung“ für den Geist und die transformative Bedeutung von Pratyahara sind besonders relevant in der heutigen überstimulierten Welt. Sie bieten praktische Wege zur bewussten Gestaltung der eigenen sensorischen Umgebung und zur Förderung mentaler Hygiene.

Die therapeutischen Ansätze des Ayurveda und Yoga sind vielfältig und integriert. Von der individuellen Ernährungsberatung und dem Einsatz spezifischer Kräuter über reinigende Pancha Karma-Behandlungen und wohltuende Massagen bis hin zu feinstofflichen Therapien mit Farben, Edelsteinen und Düften – all diese Methoden zielen darauf ab, das Gleichgewicht wiederherzustellen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Die heilende Kraft der Mantren und die umfassenden Pfade des Yoga, einschließlich ethischer Richtlinien (Yamas und Niyamas), Körperhaltungen (Asanas), Atemkontrolle (Pranayama) und Meditation, bieten tiefgreifende Werkzeuge für die Transformation des Bewusstseins und die Realisierung des höheren Selbst.

Insgesamt bietet die vedische und ayurvedische Psychologie eine nachhaltige und tiefgründige Reise in das Bewusstsein. Sie ermöglicht es dem Einzelnen, die Wurzeln von Leid zu erkennen, die innere Intelligenz zu aktivieren und ein Leben voller Lebensfreude, Wohlbefinden und spiritueller Erfüllung zu führen. Es ist ein System, das nicht nur Symptome behandelt, sondern den Menschen befähigt, seine wahre Natur zu entdecken und in Harmonie mit sich selbst und der Welt zu leben.

Purna-Ayurveda – Vedische Psychologie & Ayurveda-Psychologie

Zertifikatskurs mit Anwendung in Praxis & Beratung


📚 Lernziele (Gesamtüberblick)

Nach Abschluss des Kurses sind die Teilnehmer*innen in der Lage:

  1. Die Grundkonzepte vedischer & ayurvedischer Psychologie zu verstehen und zu reflektieren.
  2. Die Doshas, Gunas und geistigen Funktionen (Manas, Buddhi, Ahamkara, Chitta) differenziert zu analysieren.
  3. Psychologische Störungen ayurvedisch zu deuten und mit geeigneten Methoden zu begleiten.
  4. Die Yogapfade als therapeutische Werkzeuge anzuwenden.
  5. Das Jyotish mit Grundkenntnissen und als psychologisches Diagnoseinstrument einzusetzen (traumasensibel). Der weiterführende Jyotishgrundkurs 6 Module à 20 UE, also insgesamt 120

Ein psychologisch orientiertes Konzept für Coaching/Beratung/Praxis zu entwickeln.

Hier weiterlesen für detailierte Kursinformationen

Über diesen Link geht es zur Information über das Modul 1

Purna – Ayurveda – Integraler Ayurveda

Joachim Nusch und der Integrale Ayurveda: Ein Weg zu ganzheitlicher Gesundheit und Selbstverwirklichung

Podcast-Einleitung:

„Herzlich willkommen zu meinem Podcast, wo wir heute in die faszinierende Welt der ganzheitlichen Gesundheit eintauchen. Haben Sie sich jemals gefragt, ob wahre Gesundheit mehr ist als die Abwesenheit von Krankheit? Und wie ein Jahrtausende altes Heilsystem in unserer modernen Wellness-Ära seine tiefe spirituelle Essenz bewahren kann? Heute sprechen wir über den ‚Integralen Ayurveda‘, meinem Ansatz, als Gründer von Purna-Ayurveda. Wir beleuchten, wie dieser Weg Körper, Geist und Seele in Einklang bringt und uns zu einem Zustand tiefen inneren Gleichgewichts führt, bekannt als ‚Swastha‘.“

Übersicht über das Thema:

In dieser Episode haben wir uns intensiv mit dem Konzept des Integralem Ayurveda befasst, wie es in diesem Dialog über Purna-Ayurveda vorgestellt wird. Dieser Ansatz versteht Ayurveda als eine umfassende Lebensphilosophie, die darauf abzielt, den Menschen in seiner Gesamtheit zu heilen und zur Selbstverwirklichung zu führen.

Im Kern steht das Sanskrit-Wort ‚Swastha‘, das wörtlich ‚im Selbst verankert sein‘ bedeutet. Es beschreibt einen Zustand vollkommener Harmonie von Körper, Geist, Sinnen und Seele, weit über die bloße Symptomfreiheit hinaus. Wir haben erörtert, wie der moderne Wellness-Markt oft die tiefen spirituellen und transformativen Aspekte des traditionellen Ayurveda vernachlässigt und ihn auf oberflächliche Anwendungen reduziert.

Der Integrale Ayurveda plädiert für eine Rückbesinnung auf die Wurzeln und integriert dabei nicht nur die klassischen ayurvedischen Prinzipien, sondern auch verwandte vedische Wissenschaften wie die vedische Psychologie, Jyotish (Astrologie), Vāstu (Architekturlehre), Yoga, Nada Brahma (Klangmedizin) sowie Navagraha- und Bija-Healing. Ziel ist es, den Menschen in seinem gesamten Lebenskontext zu verstehen und vielfältige Wege zur Balance, Gesundheit und spirituellen Entfaltung zu integrieren, bis hin zur Befreiung, oder Moksha.

Wir haben auch die modulare Grundstruktur eines Ausbildungsprogramms zum ‚Integralen Ayurveda Praktiker/in‘ entworfen, das diese umfassenden Wissensbereiche abdeckt. Und als leuchtendes Beispiel für die authentische Praxis des Integralem Ayurveda hebe ich das Terrace Garden Ayurveda Resort in Sri Lanka hervor, das diesen ganzheitlichen Geist lebt.

Und nun viel Spaß bei diesem Zwiegespräch und Interview zu diesem Thema.

Purna-Ayurveda im  “Deep Dive”.

Podcast zum Thema Purna-Ayurveda


Yogic-Walking

Yogic Walking - Spaß und Energie beim Laufen
Yogic Walking

 

Laufen soll Spaß machen und gesund halten. Doch manche laufen sich die Seele aus dem Hals und duschen sich seelenlos nach jedem Lauf den Angstschweiß wie nach einem Jagdausflug vom Körper. Denken sie. Denn nach jedem Lauf sind sie eh nur noch gestresster und im Grunde genommen übersäuerter und ein Dinosaurier wurde eh nicht erlegt.  Also alles noch mal von vorne. Gleich beim nächsten Marathon oder Brückenlauf. Nur der Glücksrausch bleibt doch irgendwie aus, denn wenn das Ziel erreicht wurde, macht man sich gleich auf, dass nächste Ziel zu erreichen. Kein wirkliches Ankommen, kein Leben im Hier und Jetzt. Doch wer zur Ruhe kommen will, muss Stille entwickeln und diese auch im Laufen finden. Weglaufen vor der inneren Unruhe hilft nicht. Der Stress wird so nicht weniger.

 

Es gibt eine Reihe von Ansätzen, wie wir im Bereich des Stressmanagements, zum Abbau von ernsten Stressblockaden oder Überanstrengung anwenden können. Dazu gehören Yoga, Pranayama (Yoga-Atmung) und vedische Meditation (Dhyan). Jede Methode, die wir zur Gesundheitsvorbeugung in unserem schnelllebigen Alltag integrieren möchten, benötigt Zeit, Durchhaltevermögen und die korrekte Anleitung eines kompletten Therapeuten. Jeder gute Vorsatz mag ein paar Tage andauern. Der innere Schweinehund ist uns immer auf der Spur, oder an den Fersen. Das gilt auch im Falle der allgemeinen Yogapraxis, der Meditationsübung oder des Yogic-Walking.  Durchhalten, neue Gewohnheiten brauchen 7 Monate, bis sie sich zu einem guten und beständigen neuen Verhalten bei uns einnisten und dauerhaft beibehalten werden.

 

So ist auch die richtige Sitzhaltung wichtig,  ob im Büro, bei der Arbeit oder bei den Mahlzeiten, wie auch die korrekte Haltung beim Stehen und beim Gehen. Ein gutes Kopfkissen und eine hochwertige Matratze können dazu beitragen einem gesunden, erholsamen Schlaf sicherzustellen.

 

Da die meisten Menschen in ihren Bestrebungen sehr wechselhaft sind und eher schlechte Gewohnheiten als gute Gewohnheiten fördern, braucht es die hilfreiche Unterstützung eines erfahrenen und ausgebildeten Yogalehrers, der sich in den Atemtechniken (Pranayama) und Grundlagen des Yoga sowie der ayurvedischen Ernährungslehre ausreichend auskennt.

 

Beim Yogic-Walking handelt es sich nicht um einen Meditations-Spaziergang. Das sollte man in diesem Fall nicht verwechseln und ist etwas vollkommen anderes.

 

Yogic Walking:

 

  • einfach, leicht, natürlich und effizient
  • mobilisiert körperliche Energie
  • versorgt den Körper mit ausreichend Sauerstoff
  • verbessert das emotionale Gleichgewicht
  • schafft mentale Klarheit und innere Ruhe
  • schenkt Entspannung und ein Gefühl der Verbundenheit
  • steigert das Wahrnehmungsvermögen

 

 

Yogic Walking ist eine für den modernen Menschen sehr gut geeignete ganzheitliche Technik, die Körper und Geist verbindet, für junge und ältere Menschen, Frauen und Männern gleichermaßen, praktizierbar. Yogic Walking besteht aus 7 unterschiedliche Stufen, die in Kursen Schritt für Schritt erlernt werden.

 

Ob Sie nun Bergwandern, Trekking, Joggen, Spazierengehen oder Yogic-Walking praktizieren,  investieren Sie in gutes Schuhwerk und bequeme, atmungsaktive Kleidung. Sie können Yogic-Walking mit oder ohne Walking-Stöcke betreiben. Bei der von uns verwendeten Methode, empfehlen wir klassische Walkingstöcke, wie sie auch im Nordic-Walking angewendet werden, weil dadurch die Lungenfunktion verbessert wird und mehr Prana verarbeitet wird. Sie atmen tiefer ein und aus. Dadurch werden Ihre Lungen besser mit Sauerstoff versorgt – Sie können insgesamt mehr Sauerstoff aufnehmen. Außerdem werden die Lungen gründlicher von Schmutzpartikeln gereinigt. Sie werden zudem bemerken, dass Sie bei Belastungen nicht mehr so schnell atmen müssen, wie vor Ihrem Trainingsbeginn, weil Sie ökonomischer atmen.

 

Durch die Anwendung von Stöcken können Sie die Knochen und Gelenke entlasten. Weil die Muskeln durch das Training auch größer werden, wird mehr Energie gespeichert. Und: Leistungsfähige Muskeln erholen sich schneller. Bei vielen Menschen ist die Muskulatur in Rücken, Schulter, Nacken, Hals und Brust durch Bewegungsmangel verkürzt. Auch diese Muskeln werden durch den aktiven Stockeinsatz beim Yogic Walking nachhaltig trainiert und verursachen so weniger Schmerzen und Verspannungen.

 

Wenn man vorbereitet ist und die Grundlagen des Yogic-Walking verstanden hat, sucht man sich einen geeigneten Wanderweg und nach der erlernten Methode kann es dann gleich losgehen. Alleine oder in der Gruppe. Der Pfad sollte fest sein, keine Hindernisse aufweisen und möglichst in gesunder und friedvoller Umgebung liegen. Stets an der frischen Luft. Im Wald, Feld, am Meer (fester Sand) und in der Ebene sollte der Yogic-Walking Weg liegen. Kleine Steigungen sind ganz in Ordnung, aber bei Yogic-Walking handelt es sich nicht um anstrengendes Bergsteigen oder das Überwinden von großen Höhenunterschieden. 20 Minuten täglich reichen vollkommen aus um fit zu werden und Stress abzubauen. Mit den Vorbereitungen zu Anfang des Yogic-Walkings braucht man insgesamt ca. 30 Minuten Zeit.

 

Achten Sie während Sie gehen immer auf den Weg und halten Sie Ihre Wirbelsäule gerade. Der Blick sollte geradeaus gerichtet sein, während Sie die Welt um sich herum bewusst visuell wahrnehmen. Auch auf die richtige Atmung kommt es an. Man nennt das Geist-Körperatmung.

 

Schließen Sie Ihren Mund und atmen Sie durch die Nase. Atmen Sie natürlich und gleichmäßig ruhig ein und aus. Nicht mit Gewalt das Ein-,  oder Ausatmen forcieren. Beobachten Sie einmal, durch welches Nasenloch Sie mehr ein oder ausatmen.

 

Wären Sie in der Praxis mit dem Yogic-Walking fortfahren, achten Sie auf Ihr ganz persönliches Tempo und ihre bewusste Körperhaltung.

 

Die empfohlene Zeitdauer für eine tägliche Yogic-Walking-Praxis sollte mindestens 20 min betragen. Sobald die Atmung gleichmäßig fließt, natürlich und unangestrengt ist, haben sie Ihr Ziel erreicht. Einige praktizieren ergänzend zur dieser Methode eine Art der Meditation oder des Gebets. Yogic Walking ist ein entspannendes und vitalisierendes Bewegungstraining.

 

Es ist wichtig, gleich damit zu beginnen den Körper an die richtige Atmung zu gewöhnen. Dadurch wird ermöglicht, dass er in eine parasympathische Qualität kommt, die auf natürliche Weise den Herzrhythmus reduziert, die Aktivität der Nebennieren senkt und den Körper still und ausgeglichenen macht. Das parasympathische Nervensystem ist ein Teil der drei Komponenten des vegetativen Nervensystems. Dieses tendiert dazu den Stoffwechselprozess zu steigern, eine Erhöhung des Muskeltonus und der Kontraktilität, d.h. Zusammenziehbarkeit der Muskelzellen  herbei zu führen, was eine Ausweitung der Blutgefäße nach sich zieht und Stress für das gesamte System bedeutet.

 

Durch das korrekte Atmen während des Yogic-Walking, wird der Körper in höhere Ebenen von Aktivität eingebunden, während er gleichzeitig physiologische Messgrößen aufzeigt von höherer Balance und Ruhe. Die korrekte Atemtechnik, die durch eine Nasenatmung herbeigeführt wird, um in eine parasympathische Dominanz zu gelangen, gehört zum Yogic-Walking, wie korrekte Kleidung und einem einwandfreien Bewegungsablauf, entsprechend der ayurdischen Körpertypen.

 

Yogic-Walking ist eine rund um einfache, körperliche und spirituelle Praxis. Bewegen Sie sich auf einem festen und sicheren Weg, seinen Sie achtsam und offen dafür,  dass es auch Störungen und Ablenkungen unterwegs geben kann.

 

Einige Menschen halten an und füttern unterwegs vielleicht Tiere – wieder andere möchten sich unterhalten mit Freunden oder einen kurzen Plausch am Wegesrand mit Bekannten halten. Nehmen Sie das Leben, um sich herum bewusst wahr und reagieren Sie auf Menschen, Tiere und die Veränderungen, ohne alles zu gleich zu verdrängen. Jeder Moment ist ein Geschenk. Wenn Sie es schaffen, während Ihres Yogic Walks einen Grundzustand von Gleichmut zu erreichen,  in sich Still zu sein und den richtigen Atemrythmus zu finden, wird sich Ihre Gesundheit zu sehr positiv ändern.

Yogic -Walking ist wie eine gute Aerobic-Technik und hilft vorbeugend gegen viele Krankheiten, Burnout, Angst und Depression. Das Herz, lebenswichtige Organe, Knochen, Gelenke, Bindegewebe und Muskulatur werden von Yoga-Walking profitieren. Zur Gewichtskontrolle, Abnahme von Übergewicht oder allgemeiner Fitness ist Yogic  Walking bestes geeignet.

Vielleicht suchen Sie nur einen Möglichkeit Angst, Schlaflosigkeit oder Stress zu reduzieren. Mit  Yogic-Walking haben Sie eine erfolgreiche Alternative für Ihre gesundheitlichen Ziele.  Sprechen Sie mit uns und wählen Sie Ihren Yogic-Walking Kurs.

Wenn Sie zu bestimmten Risiko-Gruppen gehören, sollten Sie vor dem Trainingsbeginn Ihren Arzt befragen.

ISM – die größte Süsswarenmesse der Welt

ISM – Die weltweit größte Süßwarenmesse. Süße Experimente auf Kosten unserer Gesundheit.

Süßigkeiten

Kaugummi aus der Tube, Süßes mit Zwiebeln oder Schokolade zum Einatmen – auf der Kölner Süßwarenmesse zeigen 1500 Hersteller aus 66 Ländern ihre neuesten Erfindungen. Einige Ideen sind ganz schön kurios! Aber soll das alles Gesund sein bei dem ganzen Zucker, denn nicht nur die Zähne sind gefährdet?

Was sagt der Ayurveda dazu?

Des Deutschen liebstes Kind sind Süßigkeiten – durchschnittlich 30 Kilo Zucker pro Kopf im Wert von ca 2.400.000.000,- € wird jährlich konsumiert – Tendenz steigend. Vor allem Frucht- oder Kaugummis und Lakritz landen bevorzugt in den Einkaufskörben.

Gehört Zucker demnach zur Ernährung moderner Menschen? Ja, sagt uns täglich die Werbung.

"Ja, Zucker liefert Genuss und Energie – als Teil einer modernen Ernährung ist er Balsam für die Seele!" So süßraspelt z. B. der Zuckermogul SÜDZUCKER.

Aber niemand bemerkt oder erwähnt, das der moderne Zucker inzwischen Teil einer krank machenden Ernährung geworden ist.

Doch die Motivation zu solchen Beschönigungen sind ja nachvollziehbar !I Zählt nicht  die "raffinierte Zuckerindustrielobby" zu den mächtigsten  der Welt neben der Pharmaindustrie.  Interaktionen  zwischen den beiden sind nicht nachweisbar,  wären aber logisch konsequent. Verkannt werden die "zuckersüßen" Krankheitssymptome wie Adipositas, Übersäuerung, Verdauungsprobleme, Candida etc .

Wussten Sie schon, dass… jeder 2. Mensch mit Magen-Darm- Beschwerden unter einem Reizdarmsyndrom leidet? …nur jeder 4. Betroffene einen Arzt aufsucht? …Frauen häufiger (66%) als Männer (33%) unter RDS leiden? …jeder 3. Betroffene sowohl Symptome von Reizmagen als auch Reizdarm verspürt? …pro Jahr durch Krankschreibungen wegen RDS ein volkswirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe entsteht? …RDS am häufigsten in der Altersgruppe der 20 bis 50-jährigen auftritt?

Übersäuerung, Reizmagen, Reizdarmsyndrom, (RDS) Magenbeschwerden, Gastritis, Entzündungen, Magengeschwüre, Speiseröhrenentzündungen, Schwellungen, Diabetes und Rheuma bis hin zu Magenkrebs sind Folgen übermäßigen Zuckerkonsums etc..

Millionen von Nervenfasern, die den Magen-Darm-Trakt durchziehen, führen ein bemerkenswertes Eigenleben und regeln nicht nur die Verdauung, sondern spielen auch eine große Rolle bei der Entstehung von Reizmagen und Reizdarm. Ist das Gleichgewicht gestört, entstehen damit verbundene Krankheiten. Dem kann man schon einmal bewusst entgegenwirken, indem man seinen Zuckerkonsum reduziert und nicht unkontrolliert jedes Bonbon, was zum Karneval von den Festwagen der Rosenmontagsüdumzüge geworfen wird, konsumiert. Das gilt aber auch für den Adventskalender, den Weihnachtsmann, die den Osterhasen und die

Sie sollten jedoch jetzt nicht annehmen, dass nur die Reduzierung von Zucker Ihre Gesundheit, die durch vorheriges Fehlverhalten gestört sein könnte, kurzfristig reguliert werden kann.

weisser Zucker - nicht nur für die Zähne ungesund

Raffinierter Zucker ist ein Genussmittel, dessen Konsum das Verlangen danach steigert, anstatt es zu befriedigen. Folglich sprechen wir von einem "Lebens"mittel mit einer Suchtkomponente. Allerdings gibt es zur Zuckersucht nahezu keine wissenschaftlich belegten Studien. Wen wundert das, denn wer sollte die Gelder für diese Forschungen zur Verfügung stellen? Die Zuckerindustrie? Die Produzenten? Die Pharmaindustrie? Warum auch? Das Geschäft blüht doch.
Viele couragierte Ärzte, insbesondere Heilpraktiker, Naturheilärzte und Ayurvedatherapeuten, warnen vor der Gefahr im süßen Gewand – und nahezu jede Gesundheitslehre macht auf die negativen Aspekte raffinierten Zuckers aufmerksam. Unbemerkt wird Zucker über versteckte Zuckerreste in industriell gefertigte Waren konsumiert. Ökotrophologen verwenden in der Produktentwicklung viel zu oft Zucker und Alternativen zu Zucker wie z. B., Sucrose, Fructose-Sucrose-Sirup.

Der im Ayurveda aus frischem Rohrzucker hergestellte Sharkara Zucker ist gut für die Sehkraft, stärkend und nahrhaft, beseitigt überhöhte Gallensäure und kontrolliert saures Aufstoßen. Oft werden zur Regulierung von Sodbrennen als erstes Mittel auch Rosinen empfohlen. Durch den hohen Zuckergehalt und den natürlichen Fruchtzuckeranteil.(65…70%) schmecken Rosinen sehr süß. Im Ayurveda bewertet man grundsätzlich gesunden, (unraffinierten) Zucker oder Süße als positiv wenn sie/er unraffiniert und in den richtigen Mengen, zu richtigen Gelegenheiten und in der richtigen Zusammenstellung verwendet wird. 

In der ayurvedischen Küche gehören 6 Geschmacksrichtungen zu einer vollständig ausgewogenen Ernährung. Dazu gehört eben gleichwertig auch die süße Geschmacksrichtung. Beispielprodukte dafür sind:

süß Getreide, Kartoffel, Reis, Milch, Butter, Sahne, Zucker, Öl
sauer Zitrusfrüchte, Käse, Joghurt, Essig, milchsauer Vergorenem
salzig Steinsalz, Himalayasalz, Sal de Fleur
scharf Ingwer, Pipali-Pfeffer, Cayenne, Kreuzkümmel, Rettich, Radieschen
bitter Spinat, Rosenkohl, bittere Gewürze und Kräuter
herb Mungdal, Bohnen, Blumenkohl, Kartoffel, Brokkoli, Äpfel, Birnen

Zucker wird ausschließlich bei der Zubereitung von Nachspeisen verwendet. Allerdings isst man das Süße vor der Hauptmahlzeit.

Eigenschaft von Zucker im Ayurveda:

kräftigend, heilend, nährend für Gehirn, antitoxisch, kräftigt Haut und Haare, stillt Durst, gut für Herz, Rachen, Kehle, Laktation. Vermindert Vata und Pitta, erhöht jedoch Kapha, was bei sitzenden Menschen dann ungünstig wird.

Die Süße des Lebens wird im Ayurveda „Amrita“ genannt. Daraus entsteht „Ojas“, was Lebenskraft und die Fortdauer des Lebens verleiht. Im Ayurveda bezeichnet man mit „Ojas“ das feinste Produkte des Verdauungsprozesses, was für Langlebigkeit verantwortlich ist. Eine Störung des Ojaprozesses verkürzt die Lebensdauer.

Raffinierter Zucker trägt genau dazu bei, diesen Prozess zu stören. Die Konsequenz sind mögliche Komplikationen in unserem Körper.

Viele Medikamente sind überflüssig, wenn der allgemeine Zuckerkonsum reduziert würde. Sicherlich eine Überlegung wert! Es kann nicht Sinn einer Volksgesundheit sein, dass Werbung empfiehlt, einmal täglich direkt vor oder sogar während der Mahlzeit magensäureregulierende Produkte einzunehmen.

Unsere Gesellschaft kennzeichnet sich durch den stoffwechselübersäuerten Mensch. Nicht nur die falsche Ernährung sondern auch durch Stress, ist seine Psyche, sein Gemüt, sprichwörtlich sauer. Zucker, der ja auch im Alkohol enthalten ist, sollte dann aber nicht als Ausgleich genommen werden, sondern hier ist Meditation, Yoga und viel Bewegung an frischer Luft zu empfehlen.

Die ayurvedische Ernährung hat nicht nur das Ziel, den physischen Körper zu nähren und gesund zu erhalten, sondern auch seine Seele. Ein indisches Sprichwort sagt es treffend:

“Wie die Nahrung, so der Geist.”

Im Ayurveda wird darauf hingewiesen, wie Zucker gesund und „maßvoll“ angewendet wird, so dass die Doshas, (Vata, Kapha, Pitta), die ayurvedsiche Konstitution des Körpers, im gesunden Gleichgewicht sind. Leider steht in der Süßwarenindustrie lediglich die Konsumsteigerung im Vordergrund und nicht die Gesundheit.

Auch die Zusammenstellung von Lebensmittel ist im Ayurveda wichtig. Folgende Lebensmittel sollten z.B. niemals mit Milch zusammen gegessen werden.

Butter, Ghee, Zucker, Reisflocken, Gerste, Ingwer, Pfeffer, saures Obst, Mango, Trauben, Amla, Jackfrucht, Banane, Blattgemüse, Rettich, Mungbohnen, Sesamsaat, Sesamöl, Senf, Wein.

Zucker, Butter und Milch vertragen sich nicht. Schauen wir uns nur in den Süßwarenregalen um. Wir werden weit über 50% Produkte finden, die genau diese Mischung enthalten. Von der Milchschnitte bis zum Schwarzwälder Kuchen ist alles dabei.

 

brauner Zucker, Rohzucker

 

Welche Zuckersorten und Süßungsmittel sind aus Sicht des Ayurveda gesundheitlich als wertvolles Lebensmittel zu betrachten?

Sharkara

Schon in den traditionellen ayurvedischen Schriften wird ein Zucker beschrieben, der als der hochwertigste unter 8 verschiedenen Zuckerarten bezeichnet wird. Guter gereinigter Ayurveda Zucker (aus frischem Rohrzucker) nach altem Ayurveda Verfahren, genannt Sharkara, ist der einzige Zucker der basische Wirkung aufzeigt. Hier macht die Menge des Verbrauchs "das Maß aller Dinge" aus!

Es ist üblich, Zucker am Ende des Raffinierungsprozesses mit Schwefelsäure zu bleichen. Damit verliert er seine Qualitäten. Der echte Sharkara von Classic Ayurveda wird nicht mit Schwefelsäure behandelt, was Sie an der leicht gräulichen Farbe erkennen können. Sein pH Wert ist fast neutral. (siehe Untersuchungsergebnisse vom September 2005, LEFO-Institut, Dr. Wichmann, vereidigter Lebensmittelchemiker)

Brauner Zucker:

Brauner Zucker ist deshalb braun weil ihm die Melasse nicht entzogen wurde. Somit hat er noch "fast" alle Mineralstoffe die im Zuckerrohr oder in der Zuckerrübe enthalten sind. Dem Saft der geschnitzelten Rüben (Rohr) wird mit Zuhilfenahme von Kalk und Kohlensäure die unerwünschte Farbe entzogen. Der so gewonnene Carbonationskalk wird von den Rübenbauern wieder dem Acker zugeführt um eine gute Bodenqualität zu sichern. Schade eigentlich…. diese Mineralien wären auch gut für uns. Oft wird aber auch weißer Zucker mit braunem Zuckersirup braun gefärbt.

Honig im Ayurveda

Honig im Ayurveda

Im Ayurveda gilt Honig als ein herausragendes Nahrungsmittel, das ebenfalls zu Heilzwecken eingesetzt wird. Die Sanskrit-Bezeichnung lautet madhu, verwandt mit dem deutschen Wort Met (= Honigwein). In den klassischen Texten werden verschiedene Honigsorten beschrieben. Eingeteilt nach Art der honigbereitenden Insekten. Diese Insekten leben meist in Waldgebieten. Insofern käme den klassischen Sorten am ehesten ein möglichst flüssiger, hochwertiger Waldhonig mit scharfen und bitteren Geschmackskomponenten gleich. Allerdings sollte dieser vor dem Verzehr mindestens ein Jahr gelagert werden, um die beschriebenen Wirkungen entfalten zu können. Honig darf allerdings nicht über 40° erhitzt werden. In zu großen Mengen eingenommen, besteht ferner die Gefahr, dass Honig Stoffwechselschlacken (Ama) bildet oder Vata erhöht.

Stevia rebaudiana. Süßkraut, Honigkraut aus Paraguay

 

Stevia:

Stevia, das Erzeugnis der Pflanze Stevia rebaudiana („Süßkraut“, auch „Honigkraut“), ist ein natürlicher Süßstoff. Es besteht hauptsächlich aus dem Diterpenglykosid Steviosid. Steviablätter werden seit über 500 Jahren von der indigenen Bevölkerung Paraguays und Brasiliens bei der Zubereitung von Speisen und Getränken und als Heilpflanze verwendet. Die Guaraní-Indianer nennen es ka’a he’ê (Süßkraut).

Es hat die bis zu 300-fache Süßkraft von Zucker, schützt die Zähne vor Karies und ist für Diabetiker geeignet. Steviosid ist für die Süßwirkung der Steviablätter der wichtigste Inhaltsstoff. Steviaerzeugnisse sind in der EU nicht als Lebensmittel oder Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Es ist untersagt, sie als solche in den Verkehr zu bringen. Die Getränkeindustrie experimentiert jedoch mit Stevia, um es für Limonaden und Colagetränke einzusetzen.

 

GANUSCH

www.vedharma.de

Mitwirkende an dem Beitrag: Claudia Smolinski

www.jyotishi.de

 

Ein umfassender Ayurveda und Jyotish-Beratungs-Service wird auf der Website http://www.jyotishi.de für Privatpersonen und Unternehmen angeboten.

Das Vedharma Institut für vedische Lebensweise http://www.vedharma.de ist der Träger dieses Angebots und unternimmt große Anstrengungen in der Förderung vedischen Wissens. Durch Vorträge, Beratungen und Seminare, soll das Wissen der vedischen Wissenschaften in einer modernen Form im Westen bekannt gemacht und kompetent vermittelt werden.

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Dieser Beitrag von Ganusch – Vedharma Institut steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.
Beruht auf einem Inhalt unter www.vedharma.de.

Schweinegrippe

Umkehr:  Die Panikmache und Einschüchterung der Menschheit, erfordert eine radikale Umkehr in unserem Denken. "Jetzt und sofort". Letztendlich ist jede Art von Wissen oder eine Information, die wir ungeprüft nachplappern, bei der wir nicht an der Erforschung oder einem Wissensgebiet zugeordnet empirisch persönlich teilgenommen haben „Glauben“ oder Glaubenswissen. Warum sollen wir der Panikmache also Glauben schenken? Warum tun wir das?

Für den Einzelnen nichts weiter als eine These bzw ein Leitsatz, mit verschiedenen Ansatzmöglichkeiten der Beweisführung. „Der Beobachter ist Teil des Experiments. Wirklichkeit, Aktualität, entsteht erst durch Beobachtung.“ Genau das haben die alten vedischen Astrologen und Rishis gemacht. Sie haben beobachtet, reflektiert, analysiert und eigene innere Erfahrungen bestätigt, die sie in Versform und Gesang (Shrutis) der Nachkommenschaft übermittelt haben. 

Bis zu dem Zeitpunkt wo das erfahrene Wissen einmal aufgeschrieben wurde, war das Wissen lebendig. Von da an, als Text in Palmblättern, Tafeln oder Büchern, war das Wissen totes Wissen, da die Interaktion zwischen dem Lernendem und dem Wissen nicht mehr vorhanden war. „Rishi“, „Devata“, „Chandas“. – Beobachter, Weg der Wissensgewinnung und Objekt der Beobachtung) In der dualistischen Wechselwirkungstheroie bestätigt sich, warum sich Großmoleküle oder Viren, wenn sie nicht beobachtet werden, in die Potentialität zurückziehen. Ist unser Geist, unser Bewusstsein einer ähnlichen Wechselwirkung mit der Erfahrung von Wissen ausgesetzt?

Welche Prozesse passieren in unserem Gehirn, wenn wir eine bestimmte Denkrichtung einschlagen, wenn wir andere Bewusstseinsebenen erfahren, wenn wir Wissensgewinnung zu einer subjektiven Erfahrung machen?

Wer ist der Beobachtende Erforscher der Welt? Hier ist die einzige Lösung für die Probleme unserer Zeit und den Umgang mit der Schweinegrippe "H1N1": Wenn du (oder die Gesellschaft) gesundheitliche Probleme hast, denen du Aufmerksamkeit schenkst, bewirkt dies, dass du diese Probleme in deine Zukunft projizierst. (dualistische Wechselwirkungstheroie) Somit projizierst du, projizieren wir zur Zeit unter anderem durch die Informationspolitik der Lobbys, der Medien und Regierungen, global und kollektiv enorme zukünftige Probleme. Davor sei gewarnt und aufgerufen umzukehren in ein neues Denken.

Das Bewusstsein der Welt ist letztlich durch eine fehlerhafte Programmierung und Konditionierung von uns allen in diese unvorteilhafte Richtung der Erfahrung von Angst, des Terrors und der Krankheit gelenkt worden.

Wenn du dich ab sofort gezielt auf eine andere zukünftige Erfahrung konzentrierst, aktivierst du damit diese andere Erfahrung. Und indem du diese andere Erfahrung in deine Zukunft projizierst, lässt du deine gegenwärtige Erfahrung hinter dir zurück. Tatsächlich seid ihr ständig dabei, euren zukünftigen Erfahrungen den Weg zu bereiten, oft ohne euch dessen überhaupt bewusst zu sein. Ständig projiziert ihr eure Erwartungen und Ängste in eure zukünftigen Erfahrungen.

Daher wird jene Methode, die ich als Schöpfungsprozess und Samklapa nenne, euch helfen, bewusst darüber nachzudenken, was ihr da eigentlich in eure Zukunft projiziert – und sie wird euch helfen, diese neuen Zeitmuster, aus denen sich eure Zukunft zusammensetzt, unter Kontrolle zu bekommen. Das geschieht umso besser, wie Du mit Deinem Selbst, in der tiefen Stille Deines Herzens, was Du durch Meditation erreichst verbunden bist.

“Stille ist eine mächtige Waffe”.

“Der Wunsch der Glühbirne, Licht zu verbreiten, wird nur dann erfüllt werden, wenn sie in Kontakt mit dem Strom bleibt. Sie muss nur in Kontakt mit dem Strom bleiben, dann wird ihr Wunsch, Licht zu erzeugen, automatisch erfüllt.”

Das Denken von der bewussten, oberflächlichen, intellektuellen Ebene des Geistes aus und der dadurch erzeugte Heilungseffekt für den Einzelnen oder für die Umwelt sind wesentlich weniger kraftvoll, als das Denken von der feinsten Bewusstseinsebene (Parambrahman)  aus, das eine unbegrenzte Menge an Lebensenergie freisetzen kann.  Daher müssen wir, wenn wir einen heilenden lichtvollen Einfluss ausstrahlen wollen und innere Schatten auflösen wollen, danach trachten, dass wir in uns selbst heil sind, dass unser Körper gesund ist und unser Geist gesund ist. Wir können in uns selbst das Zentrum der Heilkraft, des Wissens und Harmonie erreichen und eine gesunde Welt schaffen ohne Krankheit, ohne Nebenwirkungen durch gefährliche Impfungen.

“Nur ein Leben, was die eigenen Träume erfüllt ist ein wertvolles Leben. “ Beginnen wir also neu zu Träumen, ein Leben voller unbegrenzter Möglichkeiten neu zu Programmieren, damit dieser Albtraum zu Ende geht und wir uns frei machen von den Ängsten der heutigen Zeit.

 

GANUSCH

VEDHARMA Institut für vedische Lebensweise

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Mit Yoga die Körpermitte entkrampfen

Entspannung

Yoga-Übungen für ein gutes Bauchgefühl

Die Körpermitte entkrampfen.

Mal zwickt es die Betroffenen nur ganz leicht und die Beschwerden wie Druckgefühl, Grummeln und Blähungen verschwinden nach kurzer Zeit von selbst, mal tauchen sie immer wieder auf. Bei 75 Prozent der Betroffenen kommen sie sogar öfter als alle zwei bis drei Monate vor. Die Symptome sind unterschiedlich stark ausgeprägt, fast allen ist gemeinsam: Die Schmerzen werden zu unerwünschten Begleitern. Die Lebensqualität ist eingeschränkt.

Was sind die Auslöser?
Über 100 Millionen Nervenzellen durchziehen unseren Verdauungstrakt und steuern dessen Funktion. Dabei findet ein ständiger Informationsaustausch zwischen Nervenzellen und Muskeln der Darmwand statt. Die Übertragung dieser Informationen erfolgt durch Botenstoffe. Wenn das Gleichgewicht dieser Botenstoffe gestört ist, kontrahieren die Muskeln der inneren Organe übermäßig – der Verdauungsapparat gerät aus dem Takt. Die Auslöser sind meist Stress, funktionelle Verdauungsprobleme, ungünstige Ernährungs- und Lebensgewohnheiten.

Yoga für gesundes Bauchgefühl
Neben einer ausgewogenen ayurvedischen Ernährung und Lebensweise, sowie einer geeigneten Behandlung der Beschwerden durch ayurvedische Anwendungen und Naturheilmittel, verhelfen leichte Yogaübungen zu einer entspannten Mitte:
1. Gehen Sie in den Fersensitz: Kopf und Rücken möglichst gerade halten, der Oberkörper liegt auf den Oberschenkeln. Die Arme liegen nach hinten auf dem Boden. Einige Male ein und ausatmen. Dann abwechselnd ein Bein gerade nach hinten strecken. Die Stirn berührt den Boden. Jeweils drei Minuten entspannen und auf die Atmung konzentrieren.
2. Bleiben Sie im Fersensitz: Die Arme über den Kopf strecken, die Handflächen aneinander. Den Po anspannen, das Gewicht leicht nach vorne verlagern und den Oberkörper mit den Armen nach oben ziehen ohne den Fersensitz zu verlassen. Eine Minute halten.
3. Rückenlage: Die Beine zum Oberkörper ziehen und mit den Armen umfassen. Langsam nach links und rechts pendeln.
4. Übung mit Kissen auf dem Boden: Gehen Sie in den Fersensitz. Lassen Sie den Bauch auf die Oberschenkel sinken, die Arme gleiten dabei nach vorn. Langsam die Stirn auf das Kissen und die Arme neben den Körper legen. Bleiben Sie möglichst entspannt in dieser Haltung und atmen Sie ruhig durch.
5. Zur Regeneration: Mit gegrätschten Beinen hinsetzen, die Fußsohlen aneinander stellen. Die Arme unter den Beinen durchschieben und dabei versuchen, die Arme möglichst nah an den Boden zu bringen. Den Kopf dabei sinken lassen, ruhig und tief in den Bauchraum atmen.
6. Schulterbrücke: Diese beruhigende Übung verlangt eine konzentrierte Bauchatmung. Kommen Sie in die Rückenlage. Die Beine angebeugt aufstellen. Die Fersen in den Boden drücken. Zuerst das Becken anheben, dann Wirbel für Wirbel den Rücken abheben, bis der Körper von den Schultern bis zu den Knien eine schiefe Ebene bildet. Die Arme liegen mit den Handflächen nach oben seitlich am Körper. In dieser Haltung bleiben, ruhig und tief in den Bauchraum atmen. Achtung: Beim Ablegen des Rückens die Fersen anheben und jeden Wirbel einzeln ablegen.
7. Entspannung im Schulterstand: Bleiben Sie in Rückenlage, die Beine werden angebeugt aufgestellt. Heben Sie das Becken an und schieben Sie ein Kissen darunter. Langsam das Becken absenken, bis Sie angenehm liegen. Nacken, Schultern und Arme sind entspannt am Boden. Strecken Sie beide Beine nach oben und halten Sie die dort Einige Minuten in dieser Position bleiben, dabei tief in den Bauch atmen.

11.10.2007 – Quelle: PTAheute

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