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Jyotish News November 2025

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Jyotish News November 2025

Ephemeriden im Jyotish – Der himmlische Kalender der Zeit


Wie kann man das Unsichtbare sichtbar machen? Wie erkennen wir, was im Spiel der Planeten als Energie durch Zeit und Raum wirkt? – In der vedischen Astrologie sind es die Ephemeriden, die uns den Weg durch das kosmische Labyrinth weisen. Sie sind das Fundament, auf dem jede astrologische Berechnung ruht – der stille Herzschlag der Zeit.

🪔 Was sind Ephemeriden – das tägliche Buch des Himmels

Das Wort Ephemeride stammt aus dem Griechischen ephemeros – „eintägig, vergänglich“. Schon darin liegt ein tiefes Symbol: Jede Bewegung des Himmels ist ein Ausdruck des Augenblicks, des lebendigen „Jetzt“.

Ephemeriden sind Tabellen, die die exakten Positionen von Sonne, Mond und Planeten für jeden Tag (manchmal sogar für jede Stunde) angeben. Sie zeigen, wo sich die Himmelskörper im Tierkreis – den zwölf Rashis – befinden.

In der modernen Wissenschaft sind Ephemeriden Berechnungsgrundlagen für Astronomie, Raumfahrt und GPS-Navigation. Im Jyotish jedoch dienen sie einem höheren Ziel: Sie offenbaren die kosmische Ordnung (Rita), die das Schicksal jedes Lebewesens in der Zeit verwebt.

„Die Sterne zwingen nicht, sie neigen.“

– Paracelsus

🔭 Warum Ephemeriden im Jyotish unverzichtbar sind

Ohne Ephemeriden wäre kein Horoskop möglich. Sie sind der „Sternenkompass“, mit dem der Jyotishi das Himmelsrad (Kalachakra) entziffert.

Ihre Hauptfunktionen im Jyotish:

Bestimmung der Planetenpositionen (Graha Sthiti):

Die exakte Länge jedes Planeten in einem Zeichen (Rashi) und Nakshatra (Mondhaus).

Grundlage für Geburtshoroskope (Janma Kundali), Ereignishoroskope, Prashna und Transitdeutungen.

Berechnung des Aszendenten (Lagna) und der Häuser (Bhava):

Mit der Sternzeit und dem geografischen Ort wird der östliche Horizont bestimmt – der Beginn des Lebensdiagramms.

Vorhersagezyklen (Dasha, Gochar, Progressionen):

Für Transite, Rückläufigkeiten (Vakra), Konjunktionen und Eklipsen werden präzise Ephemeriden verwendet.

Nur so können die feinen Rhythmen des karmischen Zeitgewebes erkannt werden.

Man könnte sagen: Ephemeriden sind das Betriebssystem des Kosmos.

Sie zeigen, wo die Energie fließt – in welchem Zeichen Jupiter segnet, Saturn prüft oder Rahu Illusionen webt.

🌌 Die Rolle des Ayanamsha – das Tor zum wahren Himmel

In der vedischen Astrologie wird nicht mit dem tropischen (jahreszeitgebundenen) Tierkreis gearbeitet, sondern mit dem siderischen Tierkreis, der auf die Fixsterne bezogen ist.

Doch hier liegt eine feine, aber entscheidende Differenz:

Zwischen beiden Systemen verschiebt sich der Frühlingspunkt jährlich um etwa 50,3 Bogensekunden – eine Präzession, verursacht durch die Schwankung der Erdachse.

Diese Abweichung wird durch den Ayanamsha korrigiert.

Das Wort setzt sich zusammen aus:

Ayana – Bewegung

Amsha – Teil oder Abschnitt

Ayanamsha bezeichnet also den Unterschied zwischen dem tropischen und dem siderischen Tierkreis.

Er ist der „kosmische Korrekturfaktor“, der bestimmt, wo der Nullpunkt des siderischen Widders (Mesha) tatsächlich liegt.

📐 Berechnung des Ayanamsha

Die Berechnung erfolgt astronomisch, indem man:

den tropischen Längenwert der Sonne (bezogen auf die Tagundnachtgleiche)

mit dem siderischen Längenwert (bezogen auf die Fixsterne) vergleicht.

Der Unterschied = Ayanamsha.

Die vedische Tradition kennt verschiedene Ayanamsha-Systeme.

Das bekannteste ist das Lahiri-Ayanamsha, das 1955 offiziell von der Indian Government Committee for Calendar Reform als Standard festgelegt wurde.

Weitere Systeme: Raman, Yukteswar, Fagan/Bradley, u.a.

Für November 2025 beträgt der Lahiri-Ayanamsha etwa 24°06′ – d.h. alle tropischen Positionen müssen um diesen Wert nach Westen korrigiert werden, um ihre wahren siderischen Positionen zu erhalten.

„Nur wer den wahren Himmel kennt, kann die Wahrheit im Horoskop lesen.“

– Bṛhat Parāśara Horā Śāstra

🕉 Ephemeriden als Instrument des Bewusstseins

Im Jyotish sind Ephemeriden nicht bloß Zahlen, sondern Mantras der Bewegung. Jede Planetenposition trägt Schwingung und Bedeutung. Der Himmel ist eine Schrift – und der Jyotishi ist derjenige, der sie zu lesen gelernt hat.

Wie sagte Sri Aurobindo einst:

„Astrologie ist die Sprache, in der der göttliche Wille in der Materie geschrieben steht.“

So verbinden Ephemeriden das Sichtbare (Astronomie) mit dem Unsichtbaren (Bewusstsein). Sie helfen uns, Zeit nicht nur zu messen, sondern sie bewusst zu leben – in Harmonie mit den Kräften des Universums.

🌠 Zusammenfassung

Ephemeriden sind tägliche Aufzeichnungen der Planetenbewegungen – Grundlage jeder astrologischen Berechnung.

Im Jyotish werden sie verwendet, um siderische Positionen der Grahas und Nakshatras zu bestimmen.

Der Ayanamsha korrigiert die Präzession der Erdachse, um die wahre Position des Himmels zu zeigen.

Sie sind Brücken zwischen Astronomie und Bewusstsein, zwischen Zeit und Ewigkeit.

Im November 2025, mit Jupiter rückläufig in Stier (Vrishabha) und Saturn im Wassermann (Kumbha), öffnet sich ein Fenster der Besinnung – ein Monat, um innezuhalten und die Ordnung des Kosmos im eigenen Herzen zu erkennen.

„Erkenne dich selbst – und du erkennst das Universum.“

– Sokrates

Möge der Blick in die Ephemeriden dich daran erinnern, dass jede Bewegung am Himmel ein Spiegel deiner eigenen inneren Bewegung ist. Denn das Universum schreibt – und du bist die Antwort darauf.

🪔

– Joachim Nusch, Jyotish Shastri Samman

Kurze Zusammenfassung (Kernaussagen)

  • November 2025 ist ein Monat der Revision und Integration: Merkur retrograd (9.–29.11) und Jupiter rückläufig ab 11.11 laden zur Überarbeitung von Gedanken und Glaubensmustern ein.
  • Vollmond 5. Nov (Supermond) und Neumond 20. Nov sind die energetischen Pole — Abschluss / Saat.
  • Wesentliche Transite: Uranus in Stier (ab 7.11) und Mars-Uranus-Aspekt (4.11) bringen plötzliche, materielle oder handlungsorientierte Impulse; achte auf Stabilität und reflektierte Aktion.


Die Angaben basieren auf den Daten von DrikPanchang, ProKerala, NASA-Ephemeriden und klassischen Jyotish-Referenzen (Lahiri-Ayanamsha).  Alle Zeiten sind Ortszeit Berlin (CET), geringfügige Minutenabweichungen je nach Quelle möglich.


🌕 Monatlicher Panchang – November 2025 – Berlin, Deutschland

Sonnenaufgang, um 07:03. Aszendent Waage, Sonne in der Waage. Mond im Wassermann in Konjunktion mit Rahu im 5. Haus

  • 🌕 Vedischer Tithi-Kalender – November 2025

Jeder Tithi (Mondtag) beschreibt eine bestimmte Energiequalität, die den Fluss des Lebens, der Rituale und spirituellen Praxis beeinflusst. Die Tithis sind Ausdruck der feinen Rhythmen von Sonne und Mond, die zusammen das vedische Zeitbewusstsein formen.


🪔 Zunehmender Mond (Shukla Paksha)

1. Samstag, 1. November – Dashami (10. Tithi, Shukla) Qualität: Handlung, Erfolg, Fortschritt. Attribut: Mut, Verantwortung, Dharma-Handeln. Empfohlen: Wichtige Projekte, Führung übernehmen, Disziplin stärken.

2. Sonntag, 2. November – Ekadashi (11. Tithi, Shukla) Qualität: Reinigung, Askese, spirituelle Einkehr. Attribut: Fastentag, Meditation, Hingabe. Empfohlen: Fasten, Gebet, Mantra-Rezitation.

3. Montag, 3. November – Dvadashi / Trayodashi (12./13. Tithi, Shukla) Qualität: Wiederherstellung, Balance. Attribut: Heilung, Vergebung, Reintegration. Empfohlen: Heilrituale, Dankbarkeit, Vergebungspraxis.

4. Dienstag, 4. November – Chaturdashi (14. Tithi, Shukla) Qualität: Übergang, Transformation. Attribut: Reinigung durch Feuer (Agni), Abschluss. Empfohlen: Alte Themen loslassen, Vorbereitung auf Purnima.

5. Mittwoch, 5. November – Purnima (Vollmond) Qualität: Fülle, Erleuchtung, Ganzheit. Attribut: Vollendung, spirituelle Erkenntnis. Empfohlen: Puja, Meditation, Gebete an Chandra und Devi.


🌑 Abnehmender Mond (Krishna Paksha)

6. Donnerstag, 6. November – Pratipada (1. Tithi, Krishna Paksha) Qualität: Neubeginn, Rückzug. Attribut: Innenschau, Reflexion. Empfohlen: Meditation, Tagebuch, einfache Nahrung.

7. Freitag, 7. November – Dvitiya (2. Tithi, Krishna) Qualität: Stabilität, Struktur. Attribut: Ruhe, Balance, Achtsamkeit. Empfohlen: Routinen schaffen, Ordnung im Inneren.

8. Samstag, 8. November – Tritiya (3. Tithi, Krishna) Qualität: Ausdauer, Wachstum. Attribut: Weisheit, Schutz durch göttliche Energie. Empfohlen: Studien, Lernen, Sādhanā.

9. Sonntag, 9. November – Panchami (5. Tithi, Krishna) Qualität: Reinigung, Schutz. Attribut: Heilung, Verbindung zu Schlangen- und Naturkräften. Empfohlen: Bäder, Ayurveda-Kur, Heilpflanzen.

10. Montag, 10. November – Shashti (6. Tithi, Krishna) Qualität: Aktivität, Sieg über Trägheit. Attribut: Energie, Mut, Vitalität. Empfohlen: Körperliche Bewegung, Initiativen starten.

11. Dienstag, 11. November – Saptami (7. Tithi, Krishna) Qualität: Licht, Vitalität. Attribut: Sonne, Gesundheit, Reinigung. Empfohlen: Surya Namaskar, Dankbarkeit an Lichtkräfte.

12. Mittwoch, 12. November – Ashtami (8. Tithi, Krishna) Qualität: Tiefe, Mystik. Attribut: Verbindung zu göttlichen Kräften, Innenschau. Empfohlen: Meditation, Stille, Pilgerreise.

13. Donnerstag, 13. November – Navami (9. Tithi, Krishna) Qualität: Transformation, Entschlossenheit. Attribut: Kampfgeist, Durchbruch. Empfohlen: Hindernisse überwinden, Selbstvertrauen stärken.

14. Freitag, 14. November – Dashami (10. Tithi, Krishna) Qualität: Handeln, Bewegung. Attribut: Verantwortung, Struktur. Empfohlen: Abschlussarbeiten, Klarheit schaffen.

15. Samstag, 15. November – Ekadashi (11. Tithi, Krishna) Qualität: Reinigung, spirituelle Disziplin. Attribut: Fasten, Hingabe. Empfohlen: Fasten, Japa, Gebet an Vishnu.

16. Sonntag, 16. November – Dvadashi (12. Tithi, Krishna) Qualität: Harmonie, Wiederherstellung. Attribut: Ausgleich, Milde. Empfohlen: Heilung, Mitgefühl, Ruhe.

17. Montag, 17. November – Trayodashi (13. Tithi, Krishna) Qualität: Reinigung des Karma. Attribut: Vorbereitung auf Neumond. Empfohlen: Sühne, Opfergaben, Selbstreflexion.

18. Dienstag, 18. November – Chaturdashi (14. Tithi, Krishna) Qualität: Loslassen, Transformation. Attribut: Tod und Wiedergeburt, Befreiung. Empfohlen: Meditation über Vergänglichkeit, Lichtzeremonien.

19. Mittwoch, 19. November – Amavasya (Neumond) Qualität: Dunkelheit, Neubeginn. Attribut: Ahnenehrung, Introspektion. Empfohlen: Ahnenrituale (Pitru Tarpanam), Stille, Gebet.


🌒 Zunehmender Mond (Shukla Paksha, neuer Zyklus)

20. Donnerstag, 20. November – Pratipada (1. Tithi, Shukla) Qualität: Wiedergeburt, Neuanfang. Attribut: Hoffnung, Lebenskraft. Empfohlen: Neues beginnen, Segensgebete.

21. Freitag, 21. November – Dvitiya (2. Tithi, Shukla) Qualität: Stabilität, Gleichgewicht. Attribut: Partnerschaft, Balance. Empfohlen: Zusammenarbeit, Beziehungen pflegen.

22. Samstag, 22. November – Tritiya (3. Tithi, Shukla) Qualität: Kreativität, Wachstum. Attribut: Lernen, Entfaltung. Empfohlen: Kunst, Musik, Inspiration.

23. Sonntag, 23. November – Chaturthi (4. Tithi, Shukla) Qualität: Hürde und Lösung. Attribut: Ganesha-Tag, Hindernisse überwinden. Empfohlen: Ganesha-Puja, Projekte segnen.

24. Montag, 24. November – Panchami (5. Tithi, Shukla) Qualität: Schutz, Heilung. Attribut: Weisheit, Natur, Spiritualität. Empfohlen: Ayurveda, Meditation, Lernen.

25. Dienstag, 25. November – Shashti (6. Tithi, Shukla) Qualität: Sieg, Stärke. Attribut: Tapas, Selbstdisziplin. Empfohlen: Yoga, sportliche Aktivität.

26. Mittwoch, 26. November – Saptami (7. Tithi, Shukla) Qualität: Licht, Reinigung. Attribut: Surya (Sonne), Vitalität. Empfohlen: Sonnenrituale, Dankbarkeit.

27. Donnerstag, 27. November – Ashtami (8. Tithi, Shukla) Qualität: Tiefgang, Hingabe. Attribut: Bhakti, Mut, Transformation. Empfohlen: Meditation, Mantra-Rezitation.

28. Freitag, 28. November – Navami (9. Tithi, Shukla) Qualität: Dynamik, Bewegung. Attribut: Stärke, Führung, Aktivität. Empfohlen: Entscheidungen treffen, Dharma leben.

29. Samstag, 29. November – Dashami (10. Tithi, Shukla) Qualität: Vollendung von Aufgaben. Attribut: Verantwortung, Umsetzung. Empfohlen: Erfolgsrituale, Reflexion.

30. Sonntag, 30. November – Ekadashi (11. Tithi, Shukla) Qualität: Reinheit, spirituelle Kraft. Attribut: Vishnu-Tag, Fasten, Transzendenz. Empfohlen: Meditation, Schweigen, Hingabe.


🕉️ Zusammenfassung

Ekadashi-Tage (2., 15., 30. November): besonders für Fasten, Gebet und Meditation geeignet. Purnima (5. November): Vollendung, Bewusstwerdung, Rituale für Licht und Erkenntnis. Amavasya (19. November): Rückzug, Ahnenehrung, Neubeginn. Chaturthi (24. November): Tag des Ganesha – Hindernisse lösen.

🌿 Abschließende Essenz

November 2025 in Berlin ist ein Monat der Reflexion, Revision und Reifung.
Die Rückläufigkeit von Merkur (9.–29.) und Jupiter (ab 11.) öffnet Räume zur inneren Schulung. Der Vollmond am 5. November schenkt Fülle, der Neumond am 20. November neue Saat. Stabilität (Uranus in Stier) und Selbstführung (Raja Yoga) bilden den roten Faden.


 Bis zum nächsten Mal. Herzliche Grüße

Joachim Nusch (Shri Jyotish/Ganusch) Jyotish Shastri Samman

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