Veda

Jyotish News November 2025

Ephemeriden im Jyotish – Der himmlische Kalender der Zeit


Wie kann man das Unsichtbare sichtbar machen? Wie erkennen wir, was im Spiel der Planeten als Energie durch Zeit und Raum wirkt? – In der vedischen Astrologie sind es die Ephemeriden, die uns den Weg durch das kosmische Labyrinth weisen. Sie sind das Fundament, auf dem jede astrologische Berechnung ruht – der stille Herzschlag der Zeit.

🪔 Was sind Ephemeriden – das tägliche Buch des Himmels

Das Wort Ephemeride stammt aus dem Griechischen ephemeros – „eintägig, vergänglich“. Schon darin liegt ein tiefes Symbol: Jede Bewegung des Himmels ist ein Ausdruck des Augenblicks, des lebendigen „Jetzt“.

Ephemeriden sind Tabellen, die die exakten Positionen von Sonne, Mond und Planeten für jeden Tag (manchmal sogar für jede Stunde) angeben. Sie zeigen, wo sich die Himmelskörper im Tierkreis – den zwölf Rashis – befinden.

In der modernen Wissenschaft sind Ephemeriden Berechnungsgrundlagen für Astronomie, Raumfahrt und GPS-Navigation. Im Jyotish jedoch dienen sie einem höheren Ziel: Sie offenbaren die kosmische Ordnung (Rita), die das Schicksal jedes Lebewesens in der Zeit verwebt.

„Die Sterne zwingen nicht, sie neigen.“

– Paracelsus

🔭 Warum Ephemeriden im Jyotish unverzichtbar sind

Ohne Ephemeriden wäre kein Horoskop möglich. Sie sind der „Sternenkompass“, mit dem der Jyotishi das Himmelsrad (Kalachakra) entziffert.

Ihre Hauptfunktionen im Jyotish:

Bestimmung der Planetenpositionen (Graha Sthiti):

Die exakte Länge jedes Planeten in einem Zeichen (Rashi) und Nakshatra (Mondhaus).

Grundlage für Geburtshoroskope (Janma Kundali), Ereignishoroskope, Prashna und Transitdeutungen.

Berechnung des Aszendenten (Lagna) und der Häuser (Bhava):

Mit der Sternzeit und dem geografischen Ort wird der östliche Horizont bestimmt – der Beginn des Lebensdiagramms.

Vorhersagezyklen (Dasha, Gochar, Progressionen):

Für Transite, Rückläufigkeiten (Vakra), Konjunktionen und Eklipsen werden präzise Ephemeriden verwendet.

Nur so können die feinen Rhythmen des karmischen Zeitgewebes erkannt werden.

Man könnte sagen: Ephemeriden sind das Betriebssystem des Kosmos.

Sie zeigen, wo die Energie fließt – in welchem Zeichen Jupiter segnet, Saturn prüft oder Rahu Illusionen webt.

🌌 Die Rolle des Ayanamsha – das Tor zum wahren Himmel

In der vedischen Astrologie wird nicht mit dem tropischen (jahreszeitgebundenen) Tierkreis gearbeitet, sondern mit dem siderischen Tierkreis, der auf die Fixsterne bezogen ist.

Doch hier liegt eine feine, aber entscheidende Differenz:

Zwischen beiden Systemen verschiebt sich der Frühlingspunkt jährlich um etwa 50,3 Bogensekunden – eine Präzession, verursacht durch die Schwankung der Erdachse.

Diese Abweichung wird durch den Ayanamsha korrigiert.

Das Wort setzt sich zusammen aus:

Ayana – Bewegung

Amsha – Teil oder Abschnitt

Ayanamsha bezeichnet also den Unterschied zwischen dem tropischen und dem siderischen Tierkreis.

Er ist der „kosmische Korrekturfaktor“, der bestimmt, wo der Nullpunkt des siderischen Widders (Mesha) tatsächlich liegt.

📐 Berechnung des Ayanamsha

Die Berechnung erfolgt astronomisch, indem man:

den tropischen Längenwert der Sonne (bezogen auf die Tagundnachtgleiche)

mit dem siderischen Längenwert (bezogen auf die Fixsterne) vergleicht.

Der Unterschied = Ayanamsha.

Die vedische Tradition kennt verschiedene Ayanamsha-Systeme.

Das bekannteste ist das Lahiri-Ayanamsha, das 1955 offiziell von der Indian Government Committee for Calendar Reform als Standard festgelegt wurde.

Weitere Systeme: Raman, Yukteswar, Fagan/Bradley, u.a.

Für November 2025 beträgt der Lahiri-Ayanamsha etwa 24°06′ – d.h. alle tropischen Positionen müssen um diesen Wert nach Westen korrigiert werden, um ihre wahren siderischen Positionen zu erhalten.

„Nur wer den wahren Himmel kennt, kann die Wahrheit im Horoskop lesen.“

– Bṛhat Parāśara Horā Śāstra

🕉 Ephemeriden als Instrument des Bewusstseins

Im Jyotish sind Ephemeriden nicht bloß Zahlen, sondern Mantras der Bewegung. Jede Planetenposition trägt Schwingung und Bedeutung. Der Himmel ist eine Schrift – und der Jyotishi ist derjenige, der sie zu lesen gelernt hat.

Wie sagte Sri Aurobindo einst:

„Astrologie ist die Sprache, in der der göttliche Wille in der Materie geschrieben steht.“

So verbinden Ephemeriden das Sichtbare (Astronomie) mit dem Unsichtbaren (Bewusstsein). Sie helfen uns, Zeit nicht nur zu messen, sondern sie bewusst zu leben – in Harmonie mit den Kräften des Universums.

🌠 Zusammenfassung

Ephemeriden sind tägliche Aufzeichnungen der Planetenbewegungen – Grundlage jeder astrologischen Berechnung.

Im Jyotish werden sie verwendet, um siderische Positionen der Grahas und Nakshatras zu bestimmen.

Der Ayanamsha korrigiert die Präzession der Erdachse, um die wahre Position des Himmels zu zeigen.

Sie sind Brücken zwischen Astronomie und Bewusstsein, zwischen Zeit und Ewigkeit.

Im November 2025, mit Jupiter rückläufig in Stier (Vrishabha) und Saturn im Wassermann (Kumbha), öffnet sich ein Fenster der Besinnung – ein Monat, um innezuhalten und die Ordnung des Kosmos im eigenen Herzen zu erkennen.

„Erkenne dich selbst – und du erkennst das Universum.“

– Sokrates

Möge der Blick in die Ephemeriden dich daran erinnern, dass jede Bewegung am Himmel ein Spiegel deiner eigenen inneren Bewegung ist. Denn das Universum schreibt – und du bist die Antwort darauf.

🪔

– Joachim Nusch, Jyotish Shastri Samman

Kurze Zusammenfassung (Kernaussagen)

  • November 2025 ist ein Monat der Revision und Integration: Merkur retrograd (9.–29.11) und Jupiter rückläufig ab 11.11 laden zur Überarbeitung von Gedanken und Glaubensmustern ein.
  • Vollmond 5. Nov (Supermond) und Neumond 20. Nov sind die energetischen Pole — Abschluss / Saat.
  • Wesentliche Transite: Uranus in Stier (ab 7.11) und Mars-Uranus-Aspekt (4.11) bringen plötzliche, materielle oder handlungsorientierte Impulse; achte auf Stabilität und reflektierte Aktion.


Die Angaben basieren auf den Daten von DrikPanchang, ProKerala, NASA-Ephemeriden und klassischen Jyotish-Referenzen (Lahiri-Ayanamsha).  Alle Zeiten sind Ortszeit Berlin (CET), geringfügige Minutenabweichungen je nach Quelle möglich.


🌕 Monatlicher Panchang – November 2025 – Berlin, Deutschland

Sonnenaufgang, um 07:03. Aszendent Waage, Sonne in der Waage. Mond im Wassermann in Konjunktion mit Rahu im 5. Haus

  • 🌕 Vedischer Tithi-Kalender – November 2025

Jeder Tithi (Mondtag) beschreibt eine bestimmte Energiequalität, die den Fluss des Lebens, der Rituale und spirituellen Praxis beeinflusst. Die Tithis sind Ausdruck der feinen Rhythmen von Sonne und Mond, die zusammen das vedische Zeitbewusstsein formen.


🪔 Zunehmender Mond (Shukla Paksha)

1. Samstag, 1. November – Dashami (10. Tithi, Shukla) Qualität: Handlung, Erfolg, Fortschritt. Attribut: Mut, Verantwortung, Dharma-Handeln. Empfohlen: Wichtige Projekte, Führung übernehmen, Disziplin stärken.

2. Sonntag, 2. November – Ekadashi (11. Tithi, Shukla) Qualität: Reinigung, Askese, spirituelle Einkehr. Attribut: Fastentag, Meditation, Hingabe. Empfohlen: Fasten, Gebet, Mantra-Rezitation.

3. Montag, 3. November – Dvadashi / Trayodashi (12./13. Tithi, Shukla) Qualität: Wiederherstellung, Balance. Attribut: Heilung, Vergebung, Reintegration. Empfohlen: Heilrituale, Dankbarkeit, Vergebungspraxis.

4. Dienstag, 4. November – Chaturdashi (14. Tithi, Shukla) Qualität: Übergang, Transformation. Attribut: Reinigung durch Feuer (Agni), Abschluss. Empfohlen: Alte Themen loslassen, Vorbereitung auf Purnima.

5. Mittwoch, 5. November – Purnima (Vollmond) Qualität: Fülle, Erleuchtung, Ganzheit. Attribut: Vollendung, spirituelle Erkenntnis. Empfohlen: Puja, Meditation, Gebete an Chandra und Devi.


🌑 Abnehmender Mond (Krishna Paksha)

6. Donnerstag, 6. November – Pratipada (1. Tithi, Krishna Paksha) Qualität: Neubeginn, Rückzug. Attribut: Innenschau, Reflexion. Empfohlen: Meditation, Tagebuch, einfache Nahrung.

7. Freitag, 7. November – Dvitiya (2. Tithi, Krishna) Qualität: Stabilität, Struktur. Attribut: Ruhe, Balance, Achtsamkeit. Empfohlen: Routinen schaffen, Ordnung im Inneren.

8. Samstag, 8. November – Tritiya (3. Tithi, Krishna) Qualität: Ausdauer, Wachstum. Attribut: Weisheit, Schutz durch göttliche Energie. Empfohlen: Studien, Lernen, Sādhanā.

9. Sonntag, 9. November – Panchami (5. Tithi, Krishna) Qualität: Reinigung, Schutz. Attribut: Heilung, Verbindung zu Schlangen- und Naturkräften. Empfohlen: Bäder, Ayurveda-Kur, Heilpflanzen.

10. Montag, 10. November – Shashti (6. Tithi, Krishna) Qualität: Aktivität, Sieg über Trägheit. Attribut: Energie, Mut, Vitalität. Empfohlen: Körperliche Bewegung, Initiativen starten.

11. Dienstag, 11. November – Saptami (7. Tithi, Krishna) Qualität: Licht, Vitalität. Attribut: Sonne, Gesundheit, Reinigung. Empfohlen: Surya Namaskar, Dankbarkeit an Lichtkräfte.

12. Mittwoch, 12. November – Ashtami (8. Tithi, Krishna) Qualität: Tiefe, Mystik. Attribut: Verbindung zu göttlichen Kräften, Innenschau. Empfohlen: Meditation, Stille, Pilgerreise.

13. Donnerstag, 13. November – Navami (9. Tithi, Krishna) Qualität: Transformation, Entschlossenheit. Attribut: Kampfgeist, Durchbruch. Empfohlen: Hindernisse überwinden, Selbstvertrauen stärken.

14. Freitag, 14. November – Dashami (10. Tithi, Krishna) Qualität: Handeln, Bewegung. Attribut: Verantwortung, Struktur. Empfohlen: Abschlussarbeiten, Klarheit schaffen.

15. Samstag, 15. November – Ekadashi (11. Tithi, Krishna) Qualität: Reinigung, spirituelle Disziplin. Attribut: Fasten, Hingabe. Empfohlen: Fasten, Japa, Gebet an Vishnu.

16. Sonntag, 16. November – Dvadashi (12. Tithi, Krishna) Qualität: Harmonie, Wiederherstellung. Attribut: Ausgleich, Milde. Empfohlen: Heilung, Mitgefühl, Ruhe.

17. Montag, 17. November – Trayodashi (13. Tithi, Krishna) Qualität: Reinigung des Karma. Attribut: Vorbereitung auf Neumond. Empfohlen: Sühne, Opfergaben, Selbstreflexion.

18. Dienstag, 18. November – Chaturdashi (14. Tithi, Krishna) Qualität: Loslassen, Transformation. Attribut: Tod und Wiedergeburt, Befreiung. Empfohlen: Meditation über Vergänglichkeit, Lichtzeremonien.

19. Mittwoch, 19. November – Amavasya (Neumond) Qualität: Dunkelheit, Neubeginn. Attribut: Ahnenehrung, Introspektion. Empfohlen: Ahnenrituale (Pitru Tarpanam), Stille, Gebet.


🌒 Zunehmender Mond (Shukla Paksha, neuer Zyklus)

20. Donnerstag, 20. November – Pratipada (1. Tithi, Shukla) Qualität: Wiedergeburt, Neuanfang. Attribut: Hoffnung, Lebenskraft. Empfohlen: Neues beginnen, Segensgebete.

21. Freitag, 21. November – Dvitiya (2. Tithi, Shukla) Qualität: Stabilität, Gleichgewicht. Attribut: Partnerschaft, Balance. Empfohlen: Zusammenarbeit, Beziehungen pflegen.

22. Samstag, 22. November – Tritiya (3. Tithi, Shukla) Qualität: Kreativität, Wachstum. Attribut: Lernen, Entfaltung. Empfohlen: Kunst, Musik, Inspiration.

23. Sonntag, 23. November – Chaturthi (4. Tithi, Shukla) Qualität: Hürde und Lösung. Attribut: Ganesha-Tag, Hindernisse überwinden. Empfohlen: Ganesha-Puja, Projekte segnen.

24. Montag, 24. November – Panchami (5. Tithi, Shukla) Qualität: Schutz, Heilung. Attribut: Weisheit, Natur, Spiritualität. Empfohlen: Ayurveda, Meditation, Lernen.

25. Dienstag, 25. November – Shashti (6. Tithi, Shukla) Qualität: Sieg, Stärke. Attribut: Tapas, Selbstdisziplin. Empfohlen: Yoga, sportliche Aktivität.

26. Mittwoch, 26. November – Saptami (7. Tithi, Shukla) Qualität: Licht, Reinigung. Attribut: Surya (Sonne), Vitalität. Empfohlen: Sonnenrituale, Dankbarkeit.

27. Donnerstag, 27. November – Ashtami (8. Tithi, Shukla) Qualität: Tiefgang, Hingabe. Attribut: Bhakti, Mut, Transformation. Empfohlen: Meditation, Mantra-Rezitation.

28. Freitag, 28. November – Navami (9. Tithi, Shukla) Qualität: Dynamik, Bewegung. Attribut: Stärke, Führung, Aktivität. Empfohlen: Entscheidungen treffen, Dharma leben.

29. Samstag, 29. November – Dashami (10. Tithi, Shukla) Qualität: Vollendung von Aufgaben. Attribut: Verantwortung, Umsetzung. Empfohlen: Erfolgsrituale, Reflexion.

30. Sonntag, 30. November – Ekadashi (11. Tithi, Shukla) Qualität: Reinheit, spirituelle Kraft. Attribut: Vishnu-Tag, Fasten, Transzendenz. Empfohlen: Meditation, Schweigen, Hingabe.


🕉️ Zusammenfassung

Ekadashi-Tage (2., 15., 30. November): besonders für Fasten, Gebet und Meditation geeignet. Purnima (5. November): Vollendung, Bewusstwerdung, Rituale für Licht und Erkenntnis. Amavasya (19. November): Rückzug, Ahnenehrung, Neubeginn. Chaturthi (24. November): Tag des Ganesha – Hindernisse lösen.

🌿 Abschließende Essenz

November 2025 in Berlin ist ein Monat der Reflexion, Revision und Reifung.
Die Rückläufigkeit von Merkur (9.–29.) und Jupiter (ab 11.) öffnet Räume zur inneren Schulung. Der Vollmond am 5. November schenkt Fülle, der Neumond am 20. November neue Saat. Stabilität (Uranus in Stier) und Selbstführung (Raja Yoga) bilden den roten Faden.


 Bis zum nächsten Mal. Herzliche Grüße

Joachim Nusch (Shri Jyotish/Ganusch) Jyotish Shastri Samman

Posted by ganuschindra in Allgemein

Astrologischer Newsletter zur Mondfinsternis am 7. – 8. September 2025

Der Blutmond am 7/8. September 2025

Die kosmische Verwandlung: Wenn der Mond sein Antlitz verhüllt .

Wenn sich die Schatten der Erde wie ein dunkler Schleier über das silberne Antlitz des Mondes legen, entfaltet sich ein uraltes Drama zwischen Licht und Dunkelheit.

Was bedeutet es für die menschliche Seele, wenn der treue Begleiter unserer Nächte seine leuchtende Gestalt in das tiefe Rot des Blutes taucht, und welche Erkenntnis birgt die Tatsache, dass selbst der strahlende Mond ohne das Licht der Sonne nur ein dunkler Fels im All wäre?

Die Mondfinsternis als kosmischer Initiationsritus.

In der vedischen Tradition, dem Jyotish, ist eine Mondfinsternis weit mehr als ein astronomisches Ereignis – sie verkörpert einen Moment kosmischer Transformation, in dem die subtilen Energien des Universums eine dramatische Neuordnung erfahren.

Die alten Rishis erkannten in diesem Phänomen einen Dialog zwischen Rahu und Ketu, den Mondknoten, die als Schatten-Grahas das Karma der Menschheit widerspiegeln.

Der Mond selbst besitzt kein eigenes Licht – er ist lediglich ein Reflektor des Sonnenlichts. Diese astronomische Wahrheit birgt eine tiefgreifende spirituelle Metapher:

Wie der Mond das Licht der Sonne reflektiert, so reflektiert unser Manas (der individuelle Geist) das Licht des Atman (der universellen Seele).

Während einer Mondfinsternis wird diese Reflexion unterbrochen, was uns zu einer fundamentalen Selbstbefragung einlädt.

„Das Universum ist nicht nur seltsamer, als wir es uns vorstellen – es ist seltsamer, als wir es uns vorstellen können“, erkannte bereits der Wissenschaftler J.B.S. Haldane.

Diese Erkenntnis findet ihre spirituelle Entsprechung in der vedischen Kosmologie, wo Finsternisse als Portale zu tieferen Bewusstseinsebenen verstanden werden.

Das Spiel von Manas und Buddhi in der kosmischen Dunkelheit

Wenn das reflektierte Mondlicht schwindet, wird unser Manas – jener Teil des Bewusstseins, der ständig zwischen den Sinneswahrnehmungen und Gedanken oszilliert – seiner gewohnten äußeren Orientierung beraubt. Dies öffnet einen Raum für Buddhi, die unterscheidende Weisheit, um sich zu entfalten.

Der indische Philosoph Shankara lehrte: „Brahma Satyam, Jagat Mithya“ – das Absolute ist Wirklichkeit, die Welt ist Illusion.

Eine Mondfinsternis macht diese Erkenntnis erlebbar. Wenn der Mond, den wir für leuchtend halten, seine Abhängigkeit vom Sonnenlicht offenbart, erkennen wir auch die Abhängigkeit unseres Ego-Bewusstseins von der höheren Wahrheit des Atman.

Während einer Finsternis wird das Manas ruhiger, da seine üblichen visuellen Referenzpunkte gedämpft sind. Dies ermöglicht es der Buddhi, ihre Funktion der Viveka (Unterscheidungsfähigkeit) zu schärfen – die Fähigkeit, zwischen dem Ewigen und dem Vergänglichen, zwischen Seer und Gesehenem zu unterscheiden.

Der Blutmond: Spiegel der Seelenwandlung und Viveka

Wenn sich der Mond in das mystische Rot des Blutmondes verwandelt, sprechen die Puranas von einer Zeit, in der die Grenzen zwischen den Welten durchlässig werden. Diese rötliche Färbung entsteht durch die Brechung des Sonnenlichts in der Erdatmosphäre – ein wissenschaftlicher Vorgang, der dennoch eine tiefe symbolische Bedeutung trägt.

Das schwache rötliche Licht des Blutmondes symbolisiert jenen gedämpften Zustand des Manas, in dem Viveka erwachen kann.

Wie es in der Jyotish Wissenschaft bereits erkannt wurde: „Das Ego ist wie der Mond – es hat kein eigenes Licht, sondern reflektiert nur das Licht des Selbst.“

Während einer Mondfinsternis wird diese Reflexion gestört, was uns die Möglichkeit gibt, das ursprüngliche Licht – das Atman – direkt zu erfahren.

Marcus Aurelius lehrte: „Alles, was wir hören, ist eine Meinung, nicht ein Faktum. Alles, was wir sehen, ist eine Perspektive, nicht die Wahrheit.“

Diese Erkenntnis wird während einer Mondfinsternis besonders deutlich, wenn unsere gewohnte „Mond-Perspektive“ des reflektierten Bewusstseins unterbrochen wird und Raum für die direkte Erkenntnis des Atman entsteht.

Karmische Muster und die Reinigung des Manas

Aus Sicht des Jyotish aktiviert eine Mondfinsternis besonders intensiv die in unserem Unterbewusstsein gespeicherten Samskaras – jene karmischen Eindrücke vergangener Handlungen. Der Mond, als Karaka (Signifikator) für Manas und die Emotionen, erfährt während der Finsternis eine Art „Reset“ seiner reflektierenden Funktion.

Wenn das Manas nicht mehr durch das gewohnte reflektierte Mondlicht abgelenkt ist, kann Buddhi ihre reinigende Arbeit beginnen.

Die Patanjali Yoga Sutras beschreiben diesen Prozess: „Yogas citta vritti nirodhah“ – Yoga ist das Zur-Ruhe-Bringen der Bewegungen des Geistes.

Eine Mondfinsternis schafft natürliche Bedingungen für diesen Zustand.

Die Rolle der Viveka in der spirituellen Entwicklung:

Viveka, die Unterscheidungskraft zwischen Nitya (dem Ewigen) und Anitya (dem Vergänglichen), wird während einer Mondfinsternis besonders geschärft. Wenn wir erkennen, dass selbst der strahlende Mond nur geliehenes Licht reflektiert, verstehen wir auch, dass unser individuelles Bewusstsein nur eine Reflexion des universellen Atman ist.

So heißt es im Vedanta: „Du bist bereits frei – du musst es nur erkennen.“

Diese Erkenntnis wird durch die Aktivierung von Viveka während einer Mondfinsternis möglich. Das vorübergehende „Erlöschen“ des Mondlichts erinnert uns daran, dass wahres Licht – das Licht des Atman – unabhängig von äußeren Umständen besteht.

Wissenschaftliche Perspektive und die Metaphysik des Lichts

Moderne Forschungen in der Chronobiologie bestätigen, was die vedischen Seher intuitiv erkannten: Der Mond beeinflusst nicht nur die Gezeiten, sondern auch unsere biologischen Rhythmen und das Manas.

Dr. Russell Foster vom Oxford Sleep and Circadian Neuroscience Institute hat nachgewiesen, dass Mondphasen messbare Auswirkungen auf den menschlichen Schlaf-Wach-Rhythmus haben.

Die Tatsache, dass der Mond kein eigenes Licht besitzt, wurde wissenschaftlich bereits im antiken Griechenland erkannt. Anaxagoras (ca. 500-428 v.Chr.) lehrte, dass der Mond seine Helligkeit von der Sonne erhält.

Diese physikalische Wahrheit wird in der Vedanta-Philosophie zur spirituellen Erkenntnis: Unser individuelles Bewusstsein (Jiva) hat keine eigene Existenz, sondern ist eine Reflexion des universellen Bewusstseins (Paramatman).Einstein erkannte:

„Das Wichtigste ist, nicht aufzuhören zu fragen.“

Diese Neugier sollten wir besonders während einer Mondfinsternis kultivieren, wenn die üblichen Reflexionsebenen des Manas gestört sind und direktere Erkenntnisse möglich werden.

Die Rolle von Buddhi als innere Sonne

Während einer Mondfinsternis wird deutlich, dass Buddhi – die unterscheidende Intelligenz – unsere „innere Sonne“ ist, die ihr eigenes Licht besitzt. Wenn das reflektierte Licht des Manas (symbolisiert durch den Mond) verdunkelt wird, kann Buddhi ihre wahre Natur als selbstleuchtende Erkenntnis offenbaren.

Der Mystiker Shri Aurobindo schrieb: „Alle Probleme des Daseins sind im Wesentlichen Probleme der Harmonie.“

Eine Mondfinsternis zeigt uns die Disharmonie auf, die entsteht, wenn wir zu sehr auf das reflektierte Licht des Manas vertrauen, anstatt das direkte Licht der Buddhi zu kultivieren.

In der Bhagavad Gita spricht Krishna: „Ich bin das Licht der Sonne und des Mondes.“

Dies weist darauf hin, dass sowohl das ursprüngliche Licht (Sonne/Buddhi) als auch das reflektierte Licht (Mond/Manas) Aspekte desselben göttlichen Bewusstseins sind.

Eine Mondfinsternis lehrt uns, diese Einheit zu erkennen.

Praktische Sadhana: Aktivierung von Viveka und Buddhi

Während einer Mondfinsternis empfiehlt die Tradition spezielle Praktiken zur Stärkung von Viveka und zur Reinigung des Manas:

Atma Vichara (Selbstbefragung): Eine zentrale Praxis ist „Wer bin ich?“ wird besonders kraftvoll, wenn das reflektierte Licht des Ego-Bewusstseins (Mond) verdunkelt ist.

Buddhi Yoga: Wie in der Bhagavad Gita beschrieben, die Kultivierung der unterscheidenden Intelligenz durch Meditation auf das Ewige im Vergänglichen, die Erfahrung der Transzendebz, DeepTrancend

Mantra Sadhana: Besonders kraftvoll sind Mantras, die das Licht des Atman anrufen:

„Jyoti se Jyoti mein“ (Von Licht zu Licht) oder das Gayatri Mantra, das direkt die erleuchtende Kraft der Sonne anruft.

Die Veden lehren uns: „Wissen ist strukturiert im Bewusstsein.“

Eine Mondfinsternis bietet die Möglichkeit, diese Strukturen des Manas zu reorganisieren und tiefere Schichten der Buddhi zu aktivieren.

Die Integration: Manas als gereinigter Reflektor

Nach einer Mondfinsternis, wenn das Mondlicht zurückkehrt, ist unser Manas idealerweise zu einem gereinigteren Reflektor des Atman-Lichts geworden. Wie ein polierter Spiegel reflektiert ein gereinigtes Manas das Licht der Buddhi klarer und ungetrübter.

Das Manas ist wie Wasser – es nimmt die Form seines Behälters an.“

Nach einer bewusst durchlebten Mondfinsternis kann das Manas die Form höherer Erkenntnisse annehmen, die durch die aktivierte Viveka gewonnen wurden.

Holistic Leadership Intelligence und kosmisches Bewusstsein

Für spirituelle Führungskräfte bietet eine Mondfinsternis eine einzigartige Gelegenheit zur Entwicklung von Holistic Leadership Intelligence (HLI) durch die Kultivierung von Viveka. Die vorübergehende „Verdunklung“ des reflektierten Lichts (Mond/Manas) erfordert die Aktivierung des eigenen inneren Lichts (Buddhi).

Das bedeutet: „Der Mensch ist eine rationale Einheit, aber sein rationaler Prozess wird oft von irrationalen Instinkten überlagert.“

Eine Mondfinsternis hilft dabei, diese irrationalen Überlagerungen des Manas zu erkennen und die reine Rationalität der Buddhi zu kultivieren.

C.G. Jung erkannte: „Ihre Vision wird erst dann klar, wenn Sie in Ihr eigenes Herz schauen können. Wer nach außen schaut, träumt; wer nach innen schaut, erwacht.“

Die Mondfinsternis zwingt uns, von der äußeren Reflexion (Mond) zur inneren Quelle (Atman) zurückzukehren.

Die Nachklänge: Integration und Transformation des Bewusstseins

Die Wirkung einer Mondfinsternis auf Manas und Buddhi entfaltet sich oft über Wochen und Monate hinweg. Die während der Finsternis aktivierte Viveka benötigt Zeit, um sich in dauerhafte Unterscheidungskraft zu transformieren. Das gereinigte Manas muss lernen, ein klarerer Reflektor des Atman-Lichts zu werden.

Wie Goethe erkannte: „Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust.“

Die Mondfinsternis hilft uns zu verstehen, dass diese „zwei Seelen“ Manas und Buddhi sind, und dass ihre Harmonisierung der Schlüssel zur spirituellen Entwicklung ist.

Zusammenfassung:

Der Mond als Lehrer der Selbsterkenntnis

Eine Mondfinsternis offenbart die fundamentale Wahrheit, dass der Mond – wie unser individuelles Bewusstsein – kein eigenes Licht besitzt, sondern auf die Reflexion höherer Quellen angewiesen ist. Diese kosmische Unterbrechung der gewohnten Reflexion aktiviert unsere Viveka (Unterscheidungskraft) und ermöglicht es der Buddhi, ihre Rolle als innere Sonne zu übernehmen.

Durch bewusste Praktiken der Selbstbefragung, Svadhyaya und Meditation, wie zB mit dem Programm der Vital Self Meditation, Bhavatit Dhyan, dem Yogaweg der Meditation, während einer Finsternis können wir unser Manas von einem unruhigen, abhängigen Reflektor zu einem klaren Spiegel des Atman-Lichts transformieren.

Die tiefste Erkenntnis einer Mondfinsternis ist, dass wahres Licht – das Licht des Selbst – unabhängig von äußeren Umständen besteht und nur durch die Kultivierung innerer Unterscheidungskraft direkt erfahren werden kann.

joachim-nusch.de

jyotishi.de

vitalselfmeditation.de

https://www.patreon.com/posts/astrologischer-7-138334021?utm_medium=clipboard_copy&utm_source=copyLink&utm_campaign=postshare_creator&utm_content=join_link

Posted by ganuschindra in Allgemein, Astrologie, Blog, Jyotish, Jyotishnews, Newsletter

Ekadashi Shukla Paksha

Ekadashi während der Shukla Paksha

– Reinigung, Licht und der Weg zur Seele

Was geschieht, wenn sich der elfte Mondtag im wachsenden Licht des Himmels entfaltet? Warum ist gerade die Ekadashi in der Shukla Paksha eine Schwelle zu höheren Bewusstseinsräumen – und was bedeutet sie aus Sicht des Jyotish für unseren spirituellen Weg?

Die verborgene Ordnung der Zeit im vedischen Jyotish

In der vedischen Astrologie (Jyotisha – die Wissenschaft des Lichts) ist Zeit nicht bloß ein messbarer Ablauf, sondern eine qualitative Dimension des Bewusstseins. Jeder Tag ist wie ein Klang, ein Mantra in der kosmischen Symphonie – und die Tithis, die 30 Mondphasen eines Monats, sind die subtilen Schwingungsräume, in denen sich unser Karma, unser Denken und unsere spirituelle Reifung entfalten.

Die Shukla Paksha, die zunehmende Mondhälfte, beginnt mit Amavasya (Neumond) und endet mit Purnima (Vollmond). Sie steht symbolisch für das Wachsen des Lichts, für Ausdehnung, Erkenntnis und Bewusstwerdung. Diese Phase ist besonders günstig für alles, was wir stärken, nähren und neu aufbauen wollen – sei es eine Tugend, ein Sankalpa (spiritueller Vorsatz), eine Sadhana oder eine Beziehung zur höheren Wahrheit (Satya).

Der elfte Tag, Ekadashi, gilt im Jyotish als besonders mächtig. Er ist ein spiritueller Ruhetag für das Karma, ein Tag, an dem sich die Tore zu den inneren Welten leichter öffnen, weil die duale Kraft der Sinne geschwächt ist. Ekadashi ist nicht zufällig Vishnu geweiht – dem Erhalter des kosmischen Gleichgewichts

Die spirituelle Essenz der Ekadashi

Das Sanskritwort Ekādaśī bedeutet „die Elfte“ – und symbolisch steht sie für das Überschreiten der zehn Sinne (fünf Jñānendriyas = Sinneswahrnehmungen und fünf Karmendriyas = Handlungssinne). Am elften Tag wird der Zugang zur inneren Seele, zum elften Tor – dem spirituellen Herz – geöffnet.

Sri Ramakrishna sagte dazu:

> „Die Sinne sind wie wilde Pferde – aber an Ekadashi sind sie müde. Der Geist kehrt wie ein Vogel ins Nest zurück.“

In der Shukla Paksha erscheint die Ekadashi wie ein inneres Licht – sie unterstützt nicht nur Reinigung, sondern auch Erhebung und geistige Ausrichtung. Während in der Krishna Paksha (abnehmender Mond) die Ekadashi mehr auf Loslassen und Buße abzielt, bringt die Ekadashi der Shukla Paksha eine Energie von Wachstum, Erleuchtung und Hinwendung.

Jyotish-Bedeutung und Verbindung zu Vishnu

Jyotish betrachtet den Mond als Indikator für den Geist (Manas) und die emotionale Welt. Ekadashi ist astrologisch der Zeitpunkt, an dem der Mond 10 bis 12 Winkelgrade vom Sonnenstand entfernt ist – dies schafft eine besondere Spannung zwischen Geist und Seele, ein Potenzial zur Transformation.

In der Shukla Paksha ist diese Spannung aufbauend: Die wachsende Mondenergie stärkt das Bewusstsein, sodass der Mensch eher nach innen lauscht und das Göttliche erkennt. Vishnu – der kosmische Bewahrer – verkörpert dieses innere Licht. Viele feiern Ekadashi mit Vishnu-Mandalas, Japa des Om Namo Narayanaya, und dem Vishnu Sahasranama (1000 Namen Vishnus).

Fasten und spirituelle Praxis

Das Fasten an Ekadashi (Vrat) ist keine Strafe für den Körper, sondern eine Methode zur Entlastung des Geistes. Indem man auf Getreide, Hülsenfrüchte, Fleisch und weltliche Ablenkungen verzichtet, reinigt man nicht nur den Körper, sondern auch das Prana. Es ist ein Akt bewusster Loslösung, ein Zurückziehen der Energie in die Sushumna-Nadi, den mittleren Energiekanal.

Viele spirituelle Lehrer, darunter Swami Sivananda und Aurobindo, beschrieben den Zustand des Geistes an Ekadashi als klar, wach, empfänglich. Der moderne Yogi könnte diesen Tag als eine Art „Reset“ betrachten – als neurobiologisches wie auch karmisches Reboot.

Praxisempfehlung für die Shukla Ekadashi

 Morgendliche Meditation mit Fokus auf das Ajna Chakra

 Japa: 108-mal „Om Namo Bhagavate Vasudevaya“

‘Ekadashi ist wie das Reinigen einer Lampe, während das Licht des Mondes heller wird – je klarer das Glas, desto weiter strahlt die Flamme unserer Seele”

Die Ekadashi ist wie der Moment zwischen Ein- und Ausatmen, ein Schwebezustand, ein Portal zwischen den Welten. Sie lädt dich ein, das äußere Rauschen abzuschalten und die Stille zu betreten, in der du dem Selbst begegnen kannst.

> „Jeder Mondzyklus ist wie eine kleine Inkarnation – geboren in der Dunkelheit, wachsend ins Licht. Die Ekadashi ist seine Mitte, seine Wahrheit – der Moment, in dem das Licht das Dunkel durchdringt.“

In der Bhakti-Philosophie heißt es: Wer an Shukla Ekadashi mit reinem Herzen fastet, kann karmische Lasten umwandeln und Vishnus Gnade empfangen. In diesem Licht wird die Ekadashi zu einer spirituellen Initiation, einer Einladung zur inneren Umkehr.

Das elfte Tor zum Licht

Die Ekadashi während der Shukla Paksha ist wie eine goldene Brücke inmitten des wachsenden Mondlichts. Sie schenkt dir nicht nur Klarheit, sondern auch eine Rückverbindung zu deiner inneren Essenz.

In einer Zeit der äußeren Ablenkung, des ständigen Konsums und der Reizüberflutung ist dieser Tag ein heiliger Raum – eine Einladung zur Rückkehr zum Wesentlichen, zum reinen Bewusstsein, das in dir wohnt.

> „Die Ekadashi ist kein Tag des Verzichts, sondern ein Tag der inneren Fülle.“

„Ekadashi in der Shukla Paksha ist wie ein stilles Gebet des Himmels – ein Tag, an dem das Licht in uns wächst, wenn wir bereit sind, innerlich leer zu werden.“
— Joachim Nusch, Jyotish Shastri

jyotishi de

Posted by ganuschindra in Allgemein, Astrologie, Blog, Jyotish, Jyotishnews, Mondkalender, vedische Astrologie
Astrologie ist eine Wissenschaft

Astrologie ist eine Wissenschaft

Die Ansicht: „Astrologie ist eine Wissenschaft, die das Himmlische mit dem Irdischen verbindet“, reflektiert die Vorstellung, dass Astrologie eine Brücke zwischen dem Kosmos und unserem täglichen Leben schlägt. In der Tradition der Astrologie wird angenommen, dass die Positionen und Bewegungen der Himmelskörper tiefgreifende Auswirkungen auf das individuelle Schicksal und die irdischen Ereignisse haben.
Diese Sichtweise hat ihren Ursprung in antiken Kulturen wie Indien, Babylonien und Ägypten, wo Astrologie als integraler Bestandteil der Weltanschauung galt. In Indien ist sie heute als vedische Astrologie (Jyotish) noch Bestandteil der gelebten Kultur und wird als heilige Wissenschaft betrachtet oder die Mutter aller Wissenschaften.
Astrologie wird oft als eine Art symbolische Sprache betrachtet, die versucht, universelle Muster und Zyklen auf menschliche Erfahrungen zu übertragen. In der philosophischen Tradition findet sich diese Vorstellung auch bei Philosophen wie Platon und Aristoteles, die den Kosmos als harmonisches System ansahen, dessen Ordnung auch das Leben auf der Erde beeinflussen könnte.
Jedoch ist Astrologie in der angelsächsisch-eurozentrischen Wissenschaft und Sicht der Dinge eher zur Debatte stehend und ein Thema, über das man sich noch uneinig ist. Kritiker argumentieren, dass es keine empirischen Beweise für die Korrelation zwischen den Himmelskörpern und menschlichem Verhalten gibt, obwohl die Jahrtausende alten Schriften darlegen, dass es sich um eine Erfahrungsevidenz und empirische Wissenschaft handelt.
Die Astrologie bleibt für viele Menschen ein bedeutendes Werkzeug zur Selbstreflexion und Orientierung, das ihnen hilft, eine tiefere Verbindung zu den kosmischen Rhythmen und ihren eigenen Lebenswegen zu finden und übertrifft bei weitem herkömmliche Persönlichkeitstests der westlichen Psychologie.
Carl Gustav Jung betrachtete Astrologie als eine symbolische Sprache, die die Archetypen des kollektiven Unbewussten repräsentiert. Für Jung ist Astrologie vielmehr ein wertvolles psychologisches Werkzeug, das tiefere Einsichten in die menschliche Psyche und ihre Muster bietet. Er sah in den astrologischen Symbolen und Mustern Ausdruck von universellen Archetypen, die in der Tiefe des Unbewussten verankert sind. Jung glaubte, dass die Astrologie symbolische Einblicke in die menschliche Natur und das individuelle Schicksal bieten kann, auch wenn sie nicht im klassischen wissenschaftlichen Sinne validierbar sei. C. G. Jung war ein Schweizer Psychiater und Psychoanalytiker, der grundlegende Konzepte in der Tiefenpsychologie entwickelte.
Die Betrachtungsweise: „Astrologie ist eine Wissenschaft, die das Himmlische mit dem Irdischen verbindet“, hebt die symbolische und metaphorische Verbindung hervor, die Astrologie zwischen den astronomischen Phänomenen und den menschlichen Angelegenheiten herstellt. Auch wenn die wissenschaftliche Basis fraglich sein mag, bleibt die astrologische Perspektive ein faszinierender Versuch, das Unbekannte zu verstehen und unsere Stellung im Universum zu begreifen.
Joachim Nusch – Shri Jyoti (Jyotish Shastri)
Posted by ganuschindra in Allgemein, Astrologie, Blog, Jyotish, vedische Astrologie

Guru Purnima Vollmondfest im Juli

Das Vollmondfest im Juli, auch bekannt als Guru Purnima, ist eines der wichtigsten Feste in der Yogatradition. Es wird gefeiert, um den spirituellen Lehrern und Meistern zu ehren, die uns auf unserem Weg zur Erleuchtung inspirieren und führen.

Guru Purnima wird jedes Jahr im Juli gefeiert, wenn der Vollmond am hellsten ist. Der Begriff „Guru“ bezieht sich auf einen spirituellen Lehrer, der jemandem hilft, sein inneres Wissen und Potenzial zu entfalten. Es wird gesagt, dass der Guru wie ein Licht ist, das uns den Weg weist und uns aus der Dunkelheit führt.

Während des Guru Purnima-Festivals kommen Yogis und spirituelle Sucher aus der ganzen Welt zusammen, um ihre Dankbarkeit und Wertschätzung für ihre Lehrer auszudrücken. Sie bringen Geschenke, Blumen und Früchte mit und verbeugen sich vor ihren Lehrern, um ihre Ehrerbietung auszudrücken.

Der Tag beginnt mit einer Zeremonie, bei der die Anwesenden zusammenkommen, um gemeinsam zu meditieren und Mantras zu singen. Es gibt auch Vorträge und Diskussionen über die Bedeutung des Guru Purnima-Festivals und die Rolle der spirituellen Lehrer in unserem Leben.

Das Wort „Guru“ stammt aus dem Sanskrit und bedeutet „derjenige, der aus der Dunkelheit ins Licht führt“. Im Sanatana Dharma wird der Guru als eine Verkörperung des Göttlichen betrachtet, der die Schüler auf dem Weg zur Erleuchtung und Erkenntnis führt. Der Guru wird als ein spiritueller Führer, ein Wissender und ein Lehrer angesehen, der Wissen, Weisheit und spirituelle Anleitung weitergibt.

Guru Purnima hat seinen Ursprung in der vedischen Tradition, die auf den großen Weisen und Gelehrten Vyasa zurückgeht, der als Autor des vedischen Epos Mahabharata gilt. Vyasa wird als einer der größten Gurus und Rishis verehrt, und das Fest Guru Purnima wurde zu Ehren seines Geburtstages ins Leben gerufen.

In der vedischen Mythologie wird angenommen, dass er als Sohn des Weisen Parashara an diesem verheißungsvollen Tag geboren wurde. Den Schriften zufolge war er ein göttliches Kind, das sich aller Kaals bewusst war – Bhoot Kaal, Vartamaan Kaal und Bhiavishya Kaal (Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft).

Er teilte die Veden in vier Teile auf, da er wusste, dass die Menschen spirituell und religiös untätig werden würden. Um das Wissen leicht zu verbreiten, teilte er sie auf. Das ist der Grund, warum er als alter Guru bekannt ist und dieser Tag auch als Vyas Purnima gefeiert wird.

Während des Guru Purnima-Festes versammeln sich Schüler in Tempeln, Ashrams und spirituellen Zentren, um ihre Gurus und Lehrer zu ehren. Sie bringen Geschenke, Blumen und Früchte als Zeichen ihrer Hingabe und Dankbarkeit mit. Es werden auch religiöse Zeremonien und Rituale abgehalten, um die Lehren der Gurus zu würdigen und um Segnungen für spirituelles Wachstum und Erkenntnis zu bitten.

Eine wichtige Tradition während des Guru Purnima ist die Guru-Dakshina, bei der Schüler ihren Gurus eine Gabe darbringen, oft in Form von Geld, um ihre Wertschätzung auszudrücken. Dies symbolisiert die Idee, dass spirituelles Wissen unbezahlbar ist, aber die Schüler dennoch als Ausgleich etwas zurückgeben sollten, um ihre Dankbarkeit zu zeigen.

Für viele Menschen ist Guru Purnima eine Gelegenheit, sich mit anderen Yogis und spirituellen Suchern zu verbinden und ihre spirituelle Praxis zu vertiefen. Es ist ein Tag der Hingabe und Dankbarkeit, an dem wir uns an die Werte erinnern, die uns von unseren Gurus gelehrt wurden, wie Mitgefühl, Güte und spirituelle Disziplin.

Die Yogatradition legt großen Wert auf die Bedeutung des Gurus und der spirituellen Lehrer, da sie uns helfen, unser Potenzial zu entfalten und uns auf unserem Weg zur Erleuchtung zu führen. Guru Purnima ist ein Tag, an dem wir unsere Dankbarkeit und Wertschätzung für diese wertvollen Lehrer ausdrücken und uns daran erinnern, dass wir ohne ihre Führung nicht so weit gekommen wären.

Insgesamt ist das Vollmondfest im Juli, Guru Purnima, ein wichtiger Tag in der Yogatradition, der uns daran erinnert, die Bedeutung von spirituellen Lehrern und Meistern in unserem Leben zu schätzen und uns dazu inspiriert, unser eigenes inneres Licht zu entfalten.

Termine Guru Purnima:

Montag, 3. Juli 2023
Sonntag, 21, Juli 2024
Donnerstag, 10. Juli 2025
Mittwoch, 29. Juli 2026
Sonntag, 18. Juli 2027
Donnerstag, 06. Juli 2028
Mittwoch, 25. Juli 2029
Montag, 15. Juli 2030
Freitag, 04. Juli 2023

Posted by ganuschindra in Allgemein, Blog, Jyotish, Jyotishnews, Kalender, Mondkalender, vedische Feiertage, Yoga

Jyotish ist ein Werkzeug zur Selbsterkenntnis

„Die vedische Astrologie ist kein Werkzeug zur Vorhersage des Schicksals, sondern ein Werkzeug zur Selbsterkenntnis und Selbstermächtigung.“

Maharishi Parashara

Maharishi Parashara war ein berühmter indischer Weiser und Gelehrter, der als Vater der vedischen Astrologie, auch Jyotish genannt, gilt. Er wird oft als Autor des Brihat Parashara Hora Shastra bezeichnet, einem der wichtigsten Werke in der vedischen Astrologie.

In diesem Werk legt Maharishi Parashara die Grundlagen der vedischen Astrologie dar, einschließlich der Bedeutung der Planeten und ihrer Positionen im Horoskop, der verschiedenen Häuser und ihrer Bedeutungen, der Aspekte der Planeten untereinander und vielen anderen Aspekten der Astrologie. Das Brihat Parashara Hora Shastra ist bis heute ein Standardwerk in der vedischen Astrologie und wird von vielen Astrologen als Referenz verwendet.

Maharishi Parashara wird auch als der Begründer der Parashari-Systeme der vedischen Astrologie angesehen, die heute weit verbreitet sind. Sein Werk hat die vedische Astrologie geprägt und bleibt ein wichtiger Teil der Tradition bis heute.

joachim-nusch.de
jyotishi.de

Posted by ganuschindra in Astrologie, Blog, Jyotish, vedische Astrologie, Zitate

Arti, Schöpfer der vedischen Astrologie

Atri: Schöpfer der vedischen Astrologie

Joachim Nusch über Atri, den Schöpfer der vedischen Astrologie

Atri ist eine bedeutende Persönlichkeit in der vedischen Astrologie. Er wird in den vedischen Schriften als einer der sieben Weisen oder Saptarishis erwähnt, die als große Seher und Gelehrte im alten Indien verehrt wurden. Atri wird auch als der Schöpfer der vedischen Astrologie angesehen und seine Lehren und Weisheiten haben bis heute große Bedeutung in der Astrologie und Spiritualität.

In der vedischen Astrologie wird Atri als einer der sieben großen Rishis oder Weisen erwähnt, die den vedischen Texten zugeschrieben werden. Es gibt jedoch keine genauen historischen Aufzeichnungen über das Leben von Atri oder den anderen Rishis, da diese Texte aus einer Zeit stammen, die weit vor der Entstehung schriftlicher Aufzeichnungen liegt. Es wird angenommen, dass Atri in einem sehr fernen Zeitalter gelebt hat, möglicherweise vor mehreren tausend Jahren. Es ist jedoch schwierig, ein genaues Datum oder Jahrhundert für sein Leben festzulegen.

Die vedische Astrologie oder Jyotish hat ihren Ursprung in der indischen Kultur und Tradition. Sie basiert auf den Lehren der Veden und anderen alten Texten und ist eine sehr präzise Wissenschaft, die dazu dient, die Einflüsse der Himmelskörper auf das menschliche Leben zu verstehen. Atri gilt als einer der wichtigsten Lehrer dieser Wissenschaft und hat wesentlich zur Entwicklung und Verbreitung der vedischen Astrologie beigetragen.

Atri wurde in einer angesehenen Brahmanen-Familie geboren und verbrachte sein Leben damit, spirituelles Wissen zu erwerben und zu lehren. Er soll ein großer Seher gewesen sein, der durch seine Meditation und Kontemplation tiefe Einsichten in das Wesen des Universums und des menschlichen Lebens gewann. Seine Lehren waren eng mit der vedischen Astrologie und anderen Bereichen der vedischen Wissenschaften wie Ayurveda, Vedanta und Yoga verbunden.

Ein wichtiger Teil von Atris Lehren ist die Idee, dass das menschliche Leben von den Bewegungen und Positionen der Himmelskörper beeinflusst wird. Er lehrte, dass jeder Mensch bei seiner Geburt von bestimmten Planeten beeinflusst wird, die seine Persönlichkeit, seine Stärken und Schwächen und seine Lebenserfahrungen bestimmen. Diese Planeten werden als „Grahas“ bezeichnet und bilden die Grundlage der vedischen Astrologie.

Atri lehrte auch, dass die vedische Astrologie dazu dient, die Grahas und ihre Einflüsse auf das menschliche Leben zu verstehen und zu harmonisieren. Durch eine genaue Analyse des Horoskops eines Menschen können vedische Astrologen wichtige Informationen über seine Persönlichkeit, seine Talente und seine Lebenserfahrungen gewinnen. Basierend auf diesen Informationen können sie dann Ratschläge geben, wie man die Einflüsse der Grahas auf eine positive Art und Weise nutzen und mögliche Herausforderungen überwinden kann.

Atri gilt als einer der größten Lehrer der vedischen Astrologie und seine Lehren haben bis heute große Bedeutung. Sein Vermächtnis umfasst nicht nur die vedische Astrologie, sondern auch andere Bereiche der vedischen Wissenschaften wie Ayurveda und Yoga. Atris spirituelle Weisheit und seine Lehren sind heute so relevant wie vor tausenden von Jahren und haben einen tiefen Einfluss auf die Art und Weise, wie wir das Universum und das menschliche Leben verstehen.

Insgesamt kann gesagt werden, dass Atri eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und Verbreitung der vedischen Astrologie gespielt hat. Seine Lehren haben dazu beigetragen, dass die vedische Astrologie eine präzise und genaue Wissenschaft ist, die bis heute von vielen Menschen auf der ganzen Welt praktiziert wird.

Posted by ganuschindra in Astrologie, Blog, Jyotish, vedische Astrologie

Yugas und vedische Zeitberechnung

Kommentar zur vedischen Zeitberechnung

About the Vedic Time measurement,

Den aufgeführten Zahlenmodellen kann ich nicht folgen. Sie mögen durchaus zur groben Orientierung eine Berechtigung haben: Aber mehr auch nicht. Sie sind wiederholt zu finden, z.b Bhagavad Gita Kap 8 und Surya Siddhanta und in herkömmlicher Esoterik auch repliziert, aber sie sind so nicht überprüfbar, geschweige denn gesichert.

In dem vorliegenden Text ohne Quellenangabe ist möglicherweise auch nur durch „ausschneiden und einfügen“ (cut and paste) eine Tabelle aufgenommen worden, ohne tiefere, nachhaltiger Recherche. Deshalb möchte ich an dieser Stelle zunächst auf das Copyright (ich bin VG Wort-Mitglied) meines Beitrages verweisen. Ich habe dazu bereits vor 15 Jahren einen Artikel verfasst. Nach jahrelangen Forschungen zu diesem Thema habe ich erhebliche Zweifel an den genannten Angaben und Berechnungsansätzen.

Meine Gedanken dazu habe ich in einem noch unveröffentlichten Buch zusammengetragen. Aber ich möchte an dieser Stelle einige Zeilen davon als Kommentar hinzufügen. Allerdings erhebe auch ich keinen Anspruch auf Richtigkeit. Es geht mir nur darum, die vorliegenden Fakten zu überprüfen und sich ernsthaft, verantwortlich und wissenschaftlich mit dieser wichtigen Thematik auseinander zu setzen.

Grundsätzlich ist für mich nicht geklärt, wer diese Zahlentabelle formuliert hat. Die Jahreskalkulationen sind nicht erkenntlich. Wenn Daten zu derartig großen Epochen und Altern formuliert werden, müssten wir wissen, welche Kalendersysteme als Grundlage benutzt wurden. Meist sind es westliche und keine nach dem vedischen-, siderischen- oder dem Nakshatrasystem.

Lag die siderische- oder die Sauraberechung gemäß der Surya Siddhanta zu Grunde?

Wurden Dhruva Äquatoriale Längen für die Nakshatrapositonen oder Dhruva Eklipitsche Längen benutzt?

Welche Jahreslänge wurde bei den Formeln beachtet?

* Nakshatra (359.0167Tage)

* Savana (360 Tage)

* Saura (365.2422 Tage)

* Siderisch (365.2564 Tage)

* Chandra/360 Nakshatras (364.2888 Tage)

* Lunar/360Tithis (354.36708 Tage)

Wie auch immer die Wurzeln der Zahlenwerke sind, zwischen Nakshatra und Lunar liegen in einem Jahr 4,64968 Tage Differenz. Das würde bereits in der Berechnung des Kaliyugas 2.008,661,76 Tage Abweichung ausmachen bzw 5.503 Jahre.

Ergänzend ist auch die Frage zu klären welche mathematischen Rechenregeln, benutzt wurden?

Arabische, westliche, oder vedische Mathematik auf den Grundlagen des Atharvavedas?

Beim letzten System sind aber die zugehörigen Sutras nicht alle geklärt.

Ich glaube wir kommen ganz schön ins Schwitzen, wenn wir exakte Berechnungen anstellen möchten, um die Jahresgrößen von Yugas, Mahayugas, Manvantaras, Kalpas oder sogenannten Lebensspannen von Brahma zu konkretisieren .

< 311,040,000,000,000 Jahre.

313,528,320,000,00 ??? oder

30,9,17,376,000.0000  = 9 Lakhs (Quelle Puranic Encyclopedia, Manvantaram, P 482) siehe auch Catarjuga System, Vishun Purana Part III Kap 2) und Svayambhuva Manusmritis und Kalidasha.

Ich verfolge derweil folgende These:

Zurzeit befinden wir uns möglicher Weise bereits im Dvapara-Yuga. Dem wissenschaftlichen Zeitalter voller Erfindungen, geprägt von Elektrizität, Elektronik, Physik, Mechanik und Kommunikation, welches sich langsam ins Treta-Yuga entwickelt, dem Zeitalter des Geistes und der höheren Entdeckungen.

Ich möchte jedoch anmerken, dass alleine das Dvapara-Yuga der klassischen Ansicht nach 720.000 Menschenjahre andauert während andere Texte hier 864,000 Jahre benennen.  (Quelle  Swami Sivananda BG. Kap 8, Seite 172)

Nach Auslegung des großen Gelehrten Sri Yukteswar gibt es auch kleinere Berechnungsgrundlagen und Werte. Demnach dauert dieses Yuga nur 2.000 Menschenjahre und hat bereits 1.700 unserer Zeitrechnung begonnen.

Demnach befinden wir uns in 2017 schon 316 Jahre im Dvapara-Yuga. Diese These vertrete ich aus meiner astrologischen Beobachtung ebenso. Unsere tägliche Erfahrung zeigt uns auch, dass wir uns in einem Pralaya oder MahaPralaya befinden. Einer Epoche der großen Transformation und Veränderung.

Beachten wir bei unseren Überlegungen auch den Unterschied zwischen julianischem und gregorianischem Kalender.

In manchen Teilen der Welt war der julianische Kalender noch weit bis ins 20. Jahrhundert gültig, im kirchlichen Bereich teilweise noch bis heute. Seit 1900 (und noch bis 2099) besteht zwischen beiden Kalendern eine Differenz von 13 Tagen, um die der julianische dem gregorianischen Kalender nachläuft.

Wenn zum Beispiel laut dem gregorianischen Kalender der 7. Januar ist, dann hat man laut dem julianischen erst den 25. Dezember (daher liegt auf dem 7. Januar gregorianischen Stils das Weihnachtsfest vieler orthodoxer Kirchen: des Patriarchats Jerusalem, Armeniens, Russlands, Serbiens, Mazedoniens, Georgiens und der altorientalischen Kirchen der Syrer, Kopten, Eritreer, Äthiopier). (Quelle Wikipedia)

In einzelnen indischen Überlieferungen gibt es allerdings auch Hinweise, dass von „Yugas“ nur in den Smritis gesprochen wird, aber von denen in keinem der Srutis gesprochen wird.

| Smriti „was erinnert wird“) ist die Bezeichnung eines Kanons der hinduistischen Literatur. Smritis haben nur insofern Autorität im Hinduismus, als sie mit den Shrutis, den früheren, primären Texten des Hinduismus übereinstimmen. Diese haben einen höheren Stellenwert, da die Rishis, wie man die alten Weisen nennt, die Inhalte direkt „gehört“ haben sollen. Doch gelten auch die Smritis für ihre jeweiligen Anhänger oft als Offenbarungen und werden von den verschiedenen Gurus überliefert. Über die exakte Klassifikation der Smriti gibt es keinen Konsens.

Shruti (śruti, wörtl.: „das Gehörte“) bezeichnet im Hinduismus die Schriften, die die zeitlose Offenbarung berichten und daher unbedingt verbindlich sind. Sie gelten als Weisheiten, welche die Rishis (Weisen) direkt (vom Göttlichen) „gehört“ haben. Dies ist im Gegensatz zu den Smritis („das Erinnerte“) zu sehen, die „nur“ die überlieferte Tradition berichten, und daher nur verbindlich sind, wenn angenommen wird, dass sie auf Shrutis zurückgehen. Zu den Shrutis zählt der Veda, wenngleich ursprünglich nur die Mantras und die Brahmanas dazu zählten und die Upanishaden und andere Bestandteile des Veda erst später dazu gerechnet wurden.

Die Tatsache, dass die Texte mit dem höchsten Stellenwert als „gehörte“ Texte bezeichnet werden, dokumentiert die Wichtigkeit des Hörens im Vergleich zum Niederschreiben, das in Indien erst vergleichsweise spät stattfand. Die Wurzeln der indischen Überlieferungen liegen in einer oralen Tradition, die hierfür ausgefeilte mnemotechnische Methoden erfand.|  Quelle Wikipedia.

Welches ‚Yuga‘ wir als bestehend betrachten, ob es Yugas gibt oder nicht, was das genaue Datum ist, erscheint somit als unwichtig und wenig relevant zur Beschreibung der Konsequenzen im Leben der Gesellschaft.

Wichtig ist zu verstehen, wie wir mir den alltäglichen Kräften umgehen und unser Leben gestalten, anstatt uns von Zeitfenstern abhängig zu machen, die in Millionen Jahren von einer friedlichen und paradiesischen Epoche oder einer imaginären Traumwelt berichten.

Wir leben jetzt, hier und heute im „Satyuga“ oder eben im „Kaliyuga“.

Zurück zur Mathematik und Historie.

In der Geschichte Indiens oder Bharats gibt es eine Vielzahl von Mythen und Überlieferungen, die eine kosmologisch überprüfbare Basis haben. Anhand von Horoskopen und der Überprüfung von astronomischen Fakten, puranischen Überlieferungen können wir Beziehungen herstellen, die uns vielleicht ermöglichen mehr über die Yugas und die enormen Zeitfenster herauszufinden.

Die Indologen haben bei ihren wissenschaftlichen Forschungen die empirischen Maßstäbe übernommen, wie sie in der westlichen Kultur auf den Gebieten der Geschichte, Anthropologie, Archäologie, Philologie und damit verwandter Disziplinen angewendet werden. Seit Beginn der indologischen Studien im 18. Jahrhundert wurde die Forschung auf jedem Gebiet immer weiterentwickelt. Dennoch stimmen die Gelehrten darin überein, dass ihre kritische Rekonstruktion über den Ursprung und das Wesen der vedischen Kultur höchst ungewiss ist.

Übereinstimmend erklären die altindischen Schriften (shastras), die vedische Literatur sei vor 5000 Jahren zu Beginn des Kali-Yugas niedergeschrieben worden, nachdem sie vorher schon viele Millionen von Jahren in der Form von shrutis (dem Gehörten) von Philosophen, Yogis und Heiligen (rishis) in langen Schülertraditionen weitergereicht wurde. Obwohl die Empiriker diese vielschichtige Gesamtheit der vedischen Kultur oft nicht berücksichtigen, räumen sie zumindest ein, die Geschichte der Menschheit sei durch diese Datierung und die weltweiten Entdeckungen neu geschrieben worden. Immerhin geht der allgemeine Trend bei der Neuschreibung der Geschichte der Menschheit dahin, die angenommenen Daten für den Beginn der modernen Zivilisation immer weiter in die Vergangenheit zurückzuverlegen.

Für gewöhnlich ist es die Archäologie, die speziell darauf ausgerichtet ist, etwas über alte Kulturen herauszufinden. Einiges, was die vedische Geschichtsschreibung erzählt, wird durch archäologische Funde bestätigt, allerdings sind die empirisch ermittelten Daten zu bruchstückhaft, um uns ein klares Bild der vedischen Zivilisation vermitteln zu können. Viele der geographischen Orte, die in den Schriften erwähnt werden, sind noch heute bekannt und viele indische Tempel werden entsprechend der Tradition Tausende von Jahren erhalten. Doch konnten diese Orte keine handfesten archäologischen Belege hervorbringen und die Ausgrabungen von Städten und Tempeln lassen keinen empirischen Schluss über den Beginn der vedischen Kultur zu.

Ein interessanter Hinweis kommt vielleicht etwas unerwartet aus dem Bereich der Astronomie.

Surya-siddhanta, Paitamahasiddhanta des Vishnudharmottara Purana und Brahmagupta-siddhanta sind drei vedische Bücher über Astronomie, in denen die Himmelskoordinaten verschiedener Sterne angeben sind.

Diese Koordinaten weichen jedoch auf den ersten Blick deutlich von den Erkenntnissen der modernen Astronomie ab. Mit Hilfe moderner Messtechniken und Berechnungen wurden die Sternenbewegungen zurückverfolgt und zeitigten ein überraschendes Ergebnis. Die in den vedischen Texten enthaltenen Koordinaten sind doch zutreffend – allerdings zu einem Zeitpunkt der Tausende von Jahren in der Vergangenheit liegt. Einige Angaben beschreiben Konstellationen, wie sie vor mehr als 50.000 Jahren am Himmel zu sehen waren.

Die westliche Archäologie beginnt in Indien im frühen 19. Jahrhundert, als die Landvermesser der East India Company viele Tempel, heilige Stätten, alte Münzen und Inschriften nicht mehr gesprochener Sprachen entdecken. Im Jahre 1830 wird das Felsedikt von Kaiser Ashoka entziffert und so datiert man den Beginn der indischen Zivilisation auf 300 v. Chr.

Erst im 20. Jahrhundert kommt neue Bewegung in die Suche nach den Wurzeln der indischen Hochkulturen, als die Forschungsexpedition des englischen Archäologen Sir John Marshall 1924 bei Mohenjo-Daro Reste einer Kultur entdeckt, die älter ist als alles, was man bisher kennt. Der Fund befindet sich im heutigen Pakistan, am westlichen Ufer des unteren Indus. Kurze Zeit später wird einige hundert Kilometer weiter nördlich bei Harappa eine weitere Stadt desselben Alters ausgegraben.

Die archäologischen Funde weisen auf eine Kultur mit gut funktionierenden sozialen Stadtgemeinschaften hin, die untereinander einen regen Handel treiben und über ein Schriftsystem verfügen. Zuerst nimmt man an, die Wurzeln dieser Kultur liege in Mesopotanien, doch die späteren Funde lassen 1998 die Archäologen Richard H. Meadow von der Harvard Universität und J. Mark Kenoyer von der Universität Wisconsin, Madison zum Schluss kommen, dass es sich um eine eigenständige Hinduzivilisation handelt, die bereits in einer Zeit etwa 3000 v. Chr. existiert hat (Geburt einer Zivilisation von Jonathan Mark Kenoyer Vizedirektor des Harappa Archaeological Research Project, erschienen beim Archaeological Institute of America, Ausgabe 51, Nr. 1, Januar/Februar 1998).

Der amerikanische Historiker Will Durant weist in seiner „Kulturgeschichte der Menschheit, Das Vermächtnis des Osten“ darauf hin, diese Hochkultur sei vermutlich bereits früher, noch entwickelter gewesen. Er schreibt: „Sonderbar genug, die untersten Schichten dieser Überreste (von Mohenjo-Daro) weisen eine höher entwickelte Kunst auf als die oberen – als ob die ältesten Lager von einer bereits Hunderte, vielleicht Tausende von Jahren alten Kultur herrührten …. Nach der Hausarchitektur, dem Siegelschnitt und der Anmut der Tonwaren zu schließen, war die Induskultur zu Beginn des dritten Jahrtausends v. Chr. der babylonischen überlegen. Aber das war eine späte Phase der indischen Kultur; sie könnte auch schon früher führend gewesen sein.“

Heute unterstreichen neue Funde, wie die versunkene Stadt „Dwarka“ und die 1,7 Mio Jahre alte Brücke zwischen Indien und Sri Lanka auf eine unermesslich große alte vedische Kultur hin, die im Ramayana mit seinem Herrscher „RAMA“ beschrieben wird.

Die heiligen Schriften Indiens berichten, wie einmal in jedem Dvapara-Yuga (also 1000 Mal im Laufe einer Weltschöpfung bis zur Weltauflösung, d.h. ca. alle 4’320’000 Jahre) ein Avatar in der Welt erscheint, um als Vyasa den Menschen die vedische Offenbarung nahezubringen. Es ist eine ewige Wiederkehr des Gleichen, das sich jedoch in mannigfaltiger Abwandlung offenbart.

„Mit weit offenem Herzen lauschte Vyasadeva den Worten seines Lehrers. Als Narada ihn schließlich wieder verließ, setzte er sich in Meditation nieder und sammelte seinen Geist vollständig im Zustand reinen Seins. Sat Chit Ananda, einem Zustand ruhevoller Wachheit innerer Fülle und Ganzheit. So verfasste er als letztes das achtzehnte Purana, das Bhagavata-Purana (Shrimad-Bhagavatam). Das Bhagavata-Purana wird auch das Aufgehen der Purana Sonne genannt. Es gilt als Vyasadevas Kommentar zum Vedanta (den Upanishaden oder vedischen Geheimlehren), deren Essenz er ja bereits in kurzen Merkworten in den Vedanta-sutras zusammengefasst hatte.

Das Shrimad-Bhagavatam beginnt mit den gleichen Worten wie das Vedanta-sutra: janmady asya yatah = Die Absolute Wahrheit ist das, von dem alles ausgeht. Doch während im Vedanta-sutra die Weisheit des Veda in kurzen Merkworten zusammengefasst ist, enthüllt nun das Shrimad-Bhagavatam diese Absoluten Wahrheit bis in ihr innerstes Wesen. „

Entsprechend einer Überlieferung aus dem alten Indien sagt man, dass Maharishi Bhrigu, einer der sieben großen Weisen (Saptarishis)  und einer der 23 Prajapatis war, (Urväter der Schöpfung) die durch Brahma, (vedischer Gott der Schöpfung) erschaffen wurde.

Den großen Rishis (Seher) zur Folge ist in der gesamten Schöpfung, in unserem Universum, unserer Welt in der wir leben, alles perfekt organisiert und strukturiert. Wir verstehen nur nicht den Referenzrahmen, deshalb kommt es uns als chaotisch vor.  In der Sichtweise der Rishis ist alles harmonisch und intelligent aufeinander abgestimmt, den Regeln eines inneren allmächtigen Naturgesetzes unterworfen. Innerhalb aller materiellen Manifestationen, von den Quanten, den  Atomen bis zu den größten und entferntesten Galaxien entdecken wir ein gemeinsames Muster.

Maharihi Brighu war derjenige, der als erster Inhalte zur voraussagenden Astrologie zusammengestellt hatte. Er war der Verfasser der Bhrigu Samhita, ein Grundwerk der vedischen Astrologie (Jyotish) welches der Annahme nach in der vedischen Zeitepoche, dem Treta Yuga, ca. 3.000 vor Chr. entstanden sein soll.

Deshalb wird Bhrigu als der Vater der vedischen Astrologie (Jyotish) angesehen. Er ist der Sohn und ein Wunschkind Brahmas, (Manasa Putra).

Solche Daten können als Referenz für die Berechnungen der Yugas verwendet werden. Wenn sie denn stimmen. Andernfalls weitere Daten für Formeln und Algorithmen zusammenstellen.

Als Brahma die Welt erschaffen wollte, wünschte er sich einen Sohn, der ihm als Helfer zur Seite stehen sollte. Dieser Sohn ist der Sage nach Brighu, der mit Khyati, der Tochter von Daksha vermählt war.

Aus dieser Ehe kamen zwei Söhne empor, die man Dhata und Vidhata nannte. Den Geschichten der puranischen Enzyklopädie zur Folge, ist Laxmi, die Gemahlin von Vishnu, ebenso eine Tochter Brighus. Ein weiterer Sohn den Brighu hinterließ, war Shukra, der noch berühmter als sein Vater wurde. In einzelnen Traditionen wird auch der Weise Chyvana als Brighus Sohn erwähnt.

Die Nachfahren in der Linie des Weisen Bhrigu werden “Bhrigus” genannt. Sie sind die oberirdischen Sturmgötter, die das Gleichgewicht zwischen Erde und Himmel aufrechterhalten.

Je tiefer man in die vedische Philosophie und Kultur eindringt, je mehr erkennt man die metaphysischen und naturgesetzmäßigen Zusammenhänge, die einem ein umfassenderes Verständnis der vedischen Wissenschaften eröffnen.

Die Brighu Samhita gilt als eine Sammlung von mehr als 5 Millionen Horoskopen, die alle Lebensbereiche unseres Universums betrachtet und einbezieht. Dem Ergebnis tiefer Studien dieses Werkes und seiner Regeln zufolge, ist demnach das Schicksal jedes Lebewesens im Universum vorherbestimmt.

Vasistha, ein weiteres wichtiges Mitglied der Gruppe der Saptarishis, (die großen 7 Seher) die von Brahma abstammen, war Rajpurohit (ein königlicher Priester) und Rajguru (königlicher Lehrer und Ausbilder) der Suryavansha (Sonnendynastie). Vasishta war im Besitz der heiligen Kuh Kamadhenu, die Mutter aller Kühe und Nandini, ihrem Kind, was in der Lage war seinem Besitzer jeden Wunsch zu erfüllen.

Vasishta war der große Guru und Lehrer von Lord Rama im Heldenepos “Ramayana”. Die genaue Entstehungszeit des Ramayana, ist nach heutiger westlicher Auffassung und Zeitrechnung unklar. Demnach liegt sie zwischen dem 4. Jh. v. Chr. und dem 2. Jh. n. Chr. Was aber strittig ist, wegen den unterschiedlichen Kalendersystemen, da in der vedischen Zeitrechnung und Kosmologie andere Epochen und Zeitzyklen genutzt werden.

Bei diesen Zyklen kann ein Umfang zwischen 1.200 und 360.000 „Menschenjahren“ ja sogar 4.200.000 Jahre erreicht werden. (Yugas)

In den überlieferten Texten der ‚Harappa‘ spricht man von stellaren Bezügen, von Planeten und Konstellationen, die auch im Rig-Veda aufgeführt sind. Der Rig-Veda, mit seinen astronomischen Hinweisen, kann nahezu mit Sicherheit auf wenigstens 4.000 vor Chr. datiert werden.

Darin werden die Zeichen (Rashis) und Planeten (Grahas) bereits erwähnt und aufgrund der astronomischen Befunde des Harappa Textes kann man sicher sagen:

Die 12 Zeichen und die 7 Planeten finden im alten Indien (Bharat) ihren Ursprung.

Die Herkunft der indischen Urväter: Nagas, Draviden, Uiguren und Harrapa, ist  jedoch nicht 100% geklärt. (Hinweise sind nur in mythologischen Überlieferungen zu finden)

Einen interessanten Hinweis zu den großen Zeitepochen, finden wir unerwartet in der Astronomie.

„Surya Siddhanta“, „Paitamaha Siddhanta“ und „Brahmagupta Siddhanta“ sind drei vedische Bücher über Astronomie, in denen die Himmelskoordinaten verschiedener Sterne angeben sind.

Diese Koordinaten weichen jedoch auf den ersten Blick deutlich von den Erkenntnissen der modernen Astronomie ab. Mit Hilfe moderner Messtechniken und Berechnungen wurden die Sternenbewegungen zurückverfolgt und zeigen ein überraschendes Ergebnis.

Die in den vedischen Texten enthaltenen Koordinaten sind doch zutreffend – allerdings zu einem Zeitpunkt der Tausende von Jahren in der Vergangenheit liegt. Einige Angaben beschreiben Konstellationen, wie sie vor mehr als 50.000 Jahren am Himmel zu sehen waren.

In bildlichen Darstellungen, sind sogar Hinweise in der „Vishnudharmottara Purana“ darüber zu finden. Können sie uns helfen, Klarheit über die Yugas zu erhalten?

Der amerikanische Historiker Will Durant weist in seiner Kulturgeschichte der Menschheit, „Das Vermächtnis des Osten“ darauf hin, dass diese Hochkultur vermutlich bereits früher existiert hat, und noch entwickelter gewesen sei.

Er schreibt: „Sonderbar genug, die untersten Schichten dieser Überreste (von Mohenjo-Daro) weisen eine höher entwickelte Kunst auf als die oberen – als ob die ältesten Lager von einer bereits Hunderte, vielleicht Tausende von Jahren alten Kultur herrührten …. Nach der Hausarchitektur, dem Siegelschnitt und der Anmut der Tonwaren zu schließen, war die Induskultur zu Beginn des dritten Jahrtausends v. Chr. der babylonischen überlegen. Aber das war eine späte Phase der indischen Kultur; sie könnte auch schon früher führend gewesen sein.“

Heute unterstreichen neue Funde, wie die versunkene Stadt „Dwarka“ und die 1,7 Mio Jahre alte Brücke zwischen Indien und Sri Lanka auf eine unermesslich große alte vedische Kultur hin, die im Ramayana mit seinem Herrscher „RAMA“ beschrieben wird.

Kommen wir zurück zu Vasishta.

Er soll um 3.500 v. Chr gelebt haben. Das beweist der Fund eines Kupferstücks mit dem Bildnis eines Menschen, der im Stil der Zeitperiode des Rigvedas gekleidet ist. Verschiedene Untersuchungen dieses Fundes, die unabhängig von 3 bedeutenden Universitäten durchgeführt wurden, belegen aufgrund einer Reihe von Tests die Richtigkeit der Datierung. Verwendet wurden für die Untersuchungen 14 verschiedene Kohlenstoffanalysen, spektroskopische Analysen, röntgenographische Analysen der Feinstruktur und Metallkunde (Metallographie).

Vasishtha wurde auch Arundhati genannt. Er hatte einen Sohn mit Namen Shakti-Muni. Shakti-Muni hatte einen Sohn mit Namen Parashara.

Parashara war derjenige, der die grundlegenden Texte vedischer Astrologie in der  – Brihat Hora Sastra – zusammen trug.

Auf der Brihat Parashara Hora Shastra baut bis heute die Ausbildung der vedische Astrologischen Lehre auf.

Ein weiteres Mitglied in der Tradition vedischer Überlieferung ist Vyasa.

Vyasa, bekannt auch als Veda Vyasa, begegnet einem bei der Auseinandersetzung mit vedischer Weisheit immer wieder. Er ist der Autor des “Mahabharata”. „Die große Geschichte der Bharatas“ ist das bekannteste indische Epos.

Das Mahabharata ist das bedeutendste und umfangreichste Sanskritepos der Hindus, das von Ereignissen der Weltgeschichte bis hin zum gegenwärtigen Zeitalter berichtet.

Der bedeutende philosophische Text des Mahabharata ist die Bhagavad Gita. In ihr finden wir auch wiederholt Hinweise zu den Yugas. Sie ist nicht nur das meistgelesene, sondern auch das meist idealisierte Buch der Weltliteratur.

Von westlichen Wissenschaftlern werden die heiligen Texte sowie die Epen Ramayana und Mahabharata zumeist als mythische Erzählungen gewertet. Beide Epen wurden zwar offensichtlich in der post-vedischen Zeit geschrieben oder zumindest nach vorheriger mündlicher Überlieferung konkret festgehalten, wobei das Mahabharata das jüngere der beiden ist.

Meiner Ansicht nach spiegeln sie aber deutlich die Ereignisse der vedischen Ära tausende Jahre zuvor wider und stellen daher nicht nur die Beschreibung eines Mythos dar.

Einer Legende nach ist Ganesh, der Schreiber des Mahabharata. Diktiert wurde das Werk von Vyasa im Auftrag Brahmas. Vyasa, der Autor des Epos, empfing während einer Meditation die Eingebung zu diesem Text durch Brahma und den Auftrag, Ganesh das Epos zu diktieren. Ganesh erschien vor Brahman und erklärte sich bereit das Mahabaratha zu schreiben, aber nur unter der Voraussetzung, dass Vyasa ohne Pause diktieren würde. Vyasa erklärte sich einverstanden unter der Bedingung, dass Ganesh die Gedanken und Bedeutung erst verstanden haben muss, bevor er es niederschreibt. Dies gab Vyasa genug Zeit die Verse zu dichten.

Aus dieser Legende wird abgeleitet, dass das Mahabaratha nicht gelesen werden sollte. Vielmehr ist es wichtiger wie Ganesh die Geschichte in kleinen Teilen zu hören, um die Tiefe der Bedeutung der einzelnen Verse zu verstehen.

Interessant ist, dass Brahma den Auftrag gibt, Ganesh, der ein Sohn Shivas ist, das Epos schreiben zu lassen und Krishna, die Inkarnation Vishnus (der Erhalter) der Hauptheld dieser größten und bedeutendsten Sanskritdichtung ist. Mahabharata (der grosse Kampf) gilt als Lehrbuch des Dharmas. Ein Werk über Ethik, Rechtschaffenheit, Charakterbildung und Geistesschulung.

Vyasa  ist der Sohn von Kali, einer Fischersfrau, spätere Königin Satyavati. und dem Wandermönch Parashara. Ähnlich wie in der christlichen Geschichte, empfing Kali ihren Sohn Vyasa ohne ihre Jungfräulichkeit zu verlieren, als ein Geschenk Vishnus. Vyasa war der Großvater und spirituelle Lehrer der beiden Geschlechter, Kauravas und der Pandavas, um die es in der Mahabharata geht.

Die beiden Söhne, Dhritarashtra (Kauravas) und Pandu (Pandavas), wurden in das Geschlecht des Kuru Fürstenhauses adoptiert, als Söhne der königlichen Familie von Vichitravirya. Aus der ursprünglichen Linie der Pandavas, entstammt auch der Schüler Krishnas “Arjuna”.

Die ältesten schriftlich vorhandenen Texte der Mahabharata schätzt man im Westen auf ein Datum um 400 vor  Chr.

Es gibt einzelne Hinweise dafür, dass es aufgrund archäologischer Funde frühere Texte gibt, datiert auf 1.100 v Chr, die in Ritzschrift und Gravuren hinterlassen sind.

Bis 700 v. Chr. zeigen Untersuchungsergebnisse die Brahmi Schrift, die weit vor 600 v. Chr angewendet wurde und dem Eisenzeitalter zugeordnet wird.

Lange vor den ersten Aufzeichnungen wurde das vedische Wissen jedoch in mündlicher Form weitergegeben.

Als Shrutis bezeichnet man in der ursprünglichen Lehrform des Vedas die Schriften, die als zeitlose Offenbarung angesehen werden und daher unbedingt verbindlich sind. Sie gelten als Weisheiten, welche die Rishis (Weisen) direkt (vom Göttlichen) „gehört“ haben.

Die Bedeutung der Veden ist auch heutzutage noch enorm. Beispielweise wurde die Tradition der vedischen Gesänge von der UNESCO in die Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen.

Großes Interesse lösten die Veden auch bei deutschen Philosophen des 18. und 19. Jahrhunderts wie Kant, Hegel, oder Schopenhauer aus. So schrieb Schopenhauer in Parerga und Parallipomena: „Der Upanishad ist … die Ausgeburt der höchsten menschlichen Weisheit.“

Vyasa ist eine Schlüsselfigur in den meisten Bereichen vedischer Traditionen. Er wird auch “Veda Vyasa” genannt, was so viel bedeutet wie: “Der, der die Veden zusammen getragen hat.”

Ein weiterer Name für Vyasa war Krishna Dvaipayana, der als Urheber der Fassungen des Vedas und der Ergänzungstexte, den Puranas anerkannt ist.

Wer nach intensiver Auseinandersetzung mit diesen und weiteren Fakten glaubt, ausreichend Grundlageninformationen zur Verfügung zu haben, um die Yugazeiten zu bestimmen, könnte mit hinreichender Zeit, finanziellen und technischen Mitteln einen großen wie unschätzbaren Beitrag für die Menschheit leisten, zur Konkretisierung  dieser Frage.

(Auszüge aus meinen Texten)

© Ganusch

jyotishi.de

 

 

Posted by ganuschindra in Blog, Jyotish, vedische Astrologie

Gayatri Mantra

gayatrisanskrit

OM BHUR BHUVAH SWAH
TAT SAVITUR VARENYAM
BHARGO DEVASYA DHIMAHI
DHIYO YO NAH PRACHODAYAT

„Wir meditieren über den Ruhm jenes Ishwara,
der das physische, astrale und kausale Universum erschaffen hat,
der das höchste Selbst ist,
der würdig ist, verehrt zu werden,
der die Verkörperung des Wissens und des Lichtes ist,
der alle Sünden und Unwissenheit beseitigt.
Möge Er unseren Intellekt erleuchten.“

Was ist diese Erleuchtung? Normalerweise herrscht Deha-Atmabuddhi, der Intellekt, der die Identifikation mit dem Körper bewirkt, so daß man fälschlicherweise den Körper für die Seele hält. Mit dem Gayatri-Mantra bittet man die heilige Mutter der Veden um einen reinen Intellekt (Shuddha-Sattwa-Buddhi), der erkennt: „Aham Brahma Asmi“ – „Ich bin Brahman“. Das ist eine nichtdualistische Deutung des Gayatri. Fortgeschrittene Yogaschüler können auch folgende Bedeutung aufnehmen: „Ich bin Das Höchste Licht der Lichter, das Buddhi, den Intellekt, erleuchtet.“

Das Gayatri-Mantra besteht aus neun Namen, nämlich 1. Om, 2. Bhuh, 3. Bhuvah, 4. Svah, 5. Tat, 6. Savitur, 7. Varenyam, 8. Bhargah und 9. Devasya. Mit diesen neun Namen wird Gott gepriesen. „Dhimahi“ bedeutet Verehrung des Herrn oder Meditation über Gott. „Dhiyo Yo Nah Prachodayat“ ist ein Gebet. Das Gayatri hat fünf Pausen, nämlich jeweils bei:

„Om“,“Bhu Bhuvah Svah““Tat Savitur Varenyam““Bhargo Devasya Dhimahi“ und „Dhiyo Yo Nah Prachodayat“, nach denen man beim Singen oder Wiederholen kurz anhalten sollte.

Savita ist die führende Gottheit des Gayatri-Mantras, Feuer (Agni) seine Öffnung, Vishvamitra ist sein Rishi (Seher) und Gayatri das Versmaß. Dieses Mantra wird zum Beispiel bei der Einweihung heiliger Schnüre, beim Pranayama und beim Japa rezitiert. Gayatri ist dasselbe wieSandhya (Dämmerung; Name einer Göttin); beide sind identisch. Wer über Gayatri meditiert, meditiert gleichzeitig über Vishnu, den Höchsten Gott des Universums.

Man kann das Gayatri-Mantra im Liegen, Sitzen oder Gehen geistig wiederholen. Es gibt nichts, was man bei der Wiederholung besonders beachten müßte. Man sollte das Gayatri-Mantra zur Verehrung Gottes dreimal täglich an den Übergängen der Tageszeiten wiederholen – morgens, mittags und abends. Das Gayatri-Mantra gilt allgemein für alle Hindus. Gott befiehlt in den Veden: „Ein Mantra sei allen gemeinsam (Samano Mantrah)!“ Daher sollte das Gayatri das eine Mantra für alle Menschen sein. „Das überlieferte geheime Wissen der Upanishaden ist das Wesentliche der vier Veden, während das Gayatri mit den drei Vyahritis das Wesentliche der Upanishaden umfaßt.“ Wer das Gayatri in diesem Sinne kennt und versteht, ist ein echter Brahmane. Ohne dieses Wissen ist er wie ein Angehöriger einer niederen Kaste, selbst wenn er dieVeden gut kennt.

(Manu Smriti, 2. Kapitel)

Brahma wählte aus den drei Veden die Buchstaben A, U und M und formte daraus die aus drei Buchstaben bestehende Silbe AUM, zusammen mit der Erd-, Astral- und Kausalebene (Bhu, Bhuvah, Svah).
In seiner unfaßbaren Größe entnahm der Schöpfer den Veden auch die drei Formeln des unbeschreiblichen Savitri- oder Gayatri-Textes, der mit „Tat“ beginnt.
Ein zweimal geborener Mensch, der sich von der Masse fernhält und 1000 Mal diese drei, das heißt, OM, die drei Ebenen (Bhuh Bhuvah Svah) und das Gayatri (Tat Savitur Varenyam) wiederholt, wird innerhalb eines Monats selbst von den Auswirkungen großer Vergehen frei – so wie sich eine Schlange häutet.
Die drei großen, unvergänglichen Worte (Bhuh Bhuvah Svah), denen Om vorausgeht und denen die drei Ausdrücke des Gayatri nachfolgen, umfassen die Essenz der Veden.
Wer drei Jahre lang täglich ohne Nachläßigkeit diesen heiligen Text wiederholt, wird sich der göttlichen Wesenheit annähern und gestaltlos und frei wie Luft werden.
Die dreibuchstabige Silbe OM (AUM) steht sinnbildlich für das Höchste; das Anhalten des Atems in der Pause mit auf Gott gerichtetem Geist ist höchste Hingabe; nichts ist erhabener als das Gayatri; die Verkündung der höchsten Wahrheit ist wertvoller als Schweigen.

Alle Riten der Veden, Feueropfer und Opferzeremonien sind vergänglich; aber Om ist die unvergängliche Silbe des Absoluten. Alle Worte des Gayatri sollten langsam, unverstümmelt und rein ausgesprochen werden. Man darf bei der Ausübung von Japa keine Eile an den Tag legen. Man kann so viele Purascharanas machen wie man will, aber man muß sie langsam und beständig ausführen.
Alle vier häuslichen Sakramente und die Opferzeremonie zusammengenommen wiegen nicht ein Sechzehntel des Opfers auf, das durch eine Gayatri-Wiederholung dargebracht wird.
Ein Brahmane kann Glückseligkeit erlangen durch die bloße Wiederholung des Gayatri, unabhängig davon, ob er andere religiöse Handlungen ausführt oder nicht.

Chandogya Upanishad
„Wahrlich, die gesamte Schöpfung ist Gayatri. Die Sprache ist Gayatri; durch die Sprache wird die gesamte Schöpfung erhalten. Das Gayatri besteht aus vier Füßen und besitzt sechs Merkmale. Alle Schöpfung ist ein Abbild der Herrlichkeit Gayatris. Brahman, das absolute Wesen von Gayatri, ist wahrlich der Raum, der den Menschen umgibt. Dieser Raum ist derselbe wie im Menschen“ (Kapitel 3, Absatz 12).

„Wahrlich, der Mensch ist das Opfer. Die ersten 24 Jahre seines Lebens stellen das Morgenritual dar, denn das Gayatri umfaßt 24 Silben und durch das Gayatri wird das Morgenritual ausgeführt“ (Kap. 3, Absatz 16).

 

Gayatri Mantra

Posted by ganuschindra in Jyotish, Mantras, Upayas

Medien Berichterstattung, Presse und Indien

Indische Polizei nimmt Guru fest

Tolerant wollen die meisten Menschen sein – eigentlich. Dennoch wird getuschelt, wenn Menschen irgendwie „anders“ sind. Dann stößt Toleranz schnell an ihre Grenzen. Wo fängt Toleranz an und wo hört sie auf?

„Wenn ich den Begriff „Toleranz“ gebrauche, dann meine ich damit nicht die bloße Duldung anderer Meinungen. Ich will damit unterstreichen, dass wir davon ausgehen müssen, dass die Wahrheit offen ist und nur erreicht werden kann durch ungehinderten Meinungsaustausch und den Wettbewerb verschiedener Auffassungen.“ Nelson Mandela

Ich möchte eine aktuelle Berichterstattung thematisieren, in Zusammenhang mit einem Artikel über die Festnahme eines indischen Gurus, insbesondere zu den allgemein formulierten Äußerungen zum Begriff „Guru“ und der damit verbundenen Färbungen.

Durch die gewählte Wortwahl werden intolerante, diskriminierende und fremdenfeindliche Strömungen erzeugt, die zu wenig Toleranz und mangelhafte Kenntnis über die Thematik und den damit verbundenen Kulturbereich führen.

Der Bericht an sich, mag oberflächlich gesehen eine sachliche Darstellung des genannten Vorfalls in Indien sein und ist ohne Frage den geschilderten Tatsachen entsprechend verwerflich und inakzeptabel. Doch bis jetzt wurde noch niemand verurteilt.

Sich ein Bild zu machen über die Vorgänge vor Ort, kann man nicht aus der Ferne. Zu schnell kann eine Vorverurteilung entstehen, was wir ja aus dem Mittelalter kennen.

Zunächst sollten auch die Medien respektieren, dass das Prinzip der Unschuldsvermutung existiert. Die Unschuldsvermutung ist eines der Grundprinzipien eines rechtsstaatlichen Strafverfahrens und wird heute von den meisten Ländern der Welt zumindest dem Anspruch nach anerkannt. Wenn auch undurchsichtig mag man nicht genau wissen was die Situation vor Ort ist, aber Zurückhaltung wäre sinnvoller.

In ihrem Bericht wird bewusst oder unbewusst, unmittelbar eine intolerante und ignorante Meinung geschürt, dass es in Indien, wenn es um Gurus geht, immer um einen Grundverdacht geht. Das dort gegen allgemeine Grundgesetze unseres Ethikverständnisses und des menschlichen Miteinanders verstoßen würde.

In einem Artikel von N-TV (http://www.n-tv.de/panorama/Indische-Polizei-nimmt-Guru-fest-article13996721.html)

stellt der Verfasser des Beitrags unter den Überschriften:

Zitat:

„Mord, Hochverrat und Waffenbesitz

Gurus wie Rampal sind in Indien oft ungeheuer populär und haben Zehntausende, Hunderttausende oder sogar Millionen von Anhängern. „

alle Gurus unter Generalverdacht. Es entsteht das Bild, dass im Grunde genommen jeder Guru in Indien kriminell ist. In einem Satz formulieren Sie so, dass gleichzeitig Zehntausende, Hunderttausende oder Millionen Inder diesen kriminellen Lehrern folgen, unausgereift und dumm sind.

Das ist geistige Brandstiftung, Diskriminierung und Aufruf zur Fremdenfeindlichkeit.

Der verwendete Begriff „Guru“ wird leider immer wieder in den deutschen Medien genutzt, um im Zusammenhang mit diesem Wort kriminelle Darstellungen zu veröffentlichen.

2 Beispiele dafür sind:

Guru Goel Ratzon
Sekten-Guru von Lonnerstadt
Nehmen wir unsere selbsternannte Sektenexpertin Frau Ursula Cabreta, der es am Ende auch nur darum geht ihre Bücher zu verkaufen, aber nicht um eine ernsthafte und respektvolle Auseinandersetzung.

Sie verwendet den genannten Begriff respektlos als: „Guru aus dem Gully“.

Hape Kerkelings spirituelle Botschaft findet sie bedenklich, die von Nena gar gefährlich – und die Kartengläubigkeit mancher Grüner ist für Ursula Caberta höchst kritisch zu sehen. Die Esoterik-Expertin rechnet mit prominenten Mystikern ab und maßt sich an, Richterin zu spielen und von Verblendung in höchsten Kreisen zu sprechen. Heißt das Toleranz?

Wirken die wahnhaften Denkmodelle des Mittelalters immer noch bis in unsere Zeit?

Grundlage für die gegenüber dem Mittelalter deutlich verstärkte massenhafte Verfolgung in einigen Regionen war ein anderer Umgang mit Magie der die Inquisition folgte.

Das Hexenbild des späten Mittelalters sowie das der frühen Neuzeit war eine Konstruktion von Intellektuellen, die volkstümliche Zaubereitraditionen und -merkmale mit der Lehre vom Teufelspakt verband und zusammen mit den Straftatbeständen der Apostasie und der Häresie als „Superverbrechen“ verfolgte. Gibt es diese Konstruktionen immer noch?

In meinen Augen „ Ja“.

Generation für Generation wird Wissen vermittelt. Erlernte kulturelle Werte an die nachfolgenden Generationen weiter gegeben. Der Mensch ist dauerhaft bestrebt, neue Erfahrungen und Erkenntnisse zu replizieren, Fähigkeiten und Fertigkeiten in geeigneter Weise zu vererben. Leider scheitert dieser Versuch oder ist ineffizient, da die vorherrschenden kulturellen Konditionierungen diesen Prozess erschweren.

Lernen richtet sich heute weder an der DNA aus, noch an den Zellen oder einer geeigneten Synapsenbildung im Gehirn. »Codes of Conducts«, »Kultur-Fahrpläne«, »Führungsgrundsätze« oder »Leitbilder« legen davon ein untrügliches Zeugnis ab. Regelwerke und Normen zementieren das natürliche Lernpotential. „Konstruktion von Intellektuellen.“

»Mind-Sets«, eine »innere Einstellung«, ein genau definiertes Wertesystem inklusive daraus abzuleitender Verhaltensnormen prägen bereits weitgehend die Realität unseres Lebens. Ausgehend vom Kindergarten, über Schule und Ausbildung bis hin zur »Corporate Governance« (CG) mit exakten Handlungsanweisungen, die in den Beschreibungen der Unternehmenskultur in Lehr- und Ausbildungsplänen, sowie für Konflikt- und Gewaltbewältigung verankert sind.

Sind wir nicht aus der Zeit Konrad Adenauers und seines Referenzsystems herausgewachsen. In seiner Ansprache vom 20. Juli 1952 auf der Schlusskundgebung der „Gemeinschaft Katholischer Männer Deutschlands“ in Bamberg, sagte er:

Zitat: (Quelle: http://www.konrad-adenauer.de/dokumente/reden/ansprache-bamberg?highlight=Heiden)

„Die Lage in Europa war damals ähnlich wie heute. Wie heute drohte damals der Ansturm des Heidentums aus dem Osten. Heinrich II. hat mit starker Hand, mit Klugheit und Überlegung und getragen und erfüllt von der Verantwortung vor Gott, Deutschland und das christliche Abendland vor dem Ansturm aus dem Osten gerettet. Wohlan, Freunde, auch wir wollen Deutschland und das christliche Abendland schützen und retten, erfüllt von Liebe zu unserem Volke, getragen von dem Bewusstsein unserer Verantwortung, getragen auch von dem Bewusstsein der Stärke, die das Christentum uns gibt, im Vertrauen auf Gott, der seine Kraft uns schenkt.“

Ein Kollege von mir, Herr Hermann Scherer formulierte folgenden Satz:

„Die einzige gefährliche Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die sich die Welt nicht angeschaut haben.“

In dem Artikel vom 20.11.2014 wird unmittelbar Guru mit Sekte in ein Frame/Bezugsrahmen gepackt, damit die Angst und Vorurteile in der Gesellschaft vor Sekten und Andersgläubigen noch mehr geschürt wird. Ansturm des Heidentums aus dem Osten. Am besten packen wir noch schnell Scientology mit rein, damit der Bezugsrahmen passt, oder die in letzter Zeit für Schlagzeilen sorgenden Sekten wie die zwölf Stämme – die Christen mit dem Rohrstock -, die neue Gruppe der Weltdiener, die „Mun“-Sekte, die Bhagwan-Bewegung, die Akademie für zukünftige Gesundheit, die“ Aum“-Sekte u.a.

Im Übrigen muss man heute davon ausgehen, dass die römisch-katholische Kirche nicht mehr als eine Buddhistische Sekte ist und die Wurzeln des alten Christentums beim indischen König Ashoka dem Großen, 304 v. Chr. in Nord-Indien; † 232 v. Chr.; zu suchen sind.

Bei der Versammlung des Europarates am 8. Oktober 1988 in Straßburg sagte Johannes Paul II. in seiner Ansprache am 8. Oktober 1988:

„Die weit zurückliegenden Quellgründe dieser Zivilisation“, so der Papst, „sind vielfältig. Sie stammen aus Griechenland und aus Rom, aus keltischem, germanischem und slawischem Boden, aus dem Christentum, das sie tief geprägt hat. Und wir wissen, welche Verschiedenheiten an Sprachen, Kulturen, Rechtstraditionen die Nationen, die Regionen und auch die Institutionen kennzeichnen!“

Was die römisch-katholische Kirche in Indien oder Südamerika hinterlassen hat, zeigt, wie mächtig diese Organisation wurde und mit welchen Mitteln sie ihren Machtbereich erobert gefestigt hatte hat. Das Prinzip von Ahimsa, (wörtlich das Nicht-Verletzen bedeutet Gewaltlosigkeit – eines der wichtigsten Prinzipien im Hinduismus), hätte ihr theologisch in der Umsetzung als bekanntes 5. Gebot sehr gut getan. – 2. Mose 20, 1-17 (Exodus)

Das fünfte Gebot kennzeichnet aber auch den Auftrag achtsam mit Worten zu sein

„Ja, man kann auch mit Worten verletzen oder töten. In diesem Fall spricht man von Rufschädigung oder Rufmord. Wenn jemand verleumdet wird, indem Unwahrheiten über ihn verbreitet werden, kann es zu weitreichenden inneren Verletzungen kommen, die oftmals mindestens genauso schmerzhaft sind wie körperliche Verletzungen.“

Der Begriff „Guru“ hat in Indien nicht nur eine gesellschaftliche Herkunft, sondern ist auch philosophisch und mythologisch in seiner uralten Kultur verwurzelt.

Guru bedeutet so viel wie geistiger Lehrer oder Meister und wird abgeleitet von gu: Dunkelheit, und ru: das was vertreibt. Somit wird ein Guru auch als „Vertreiber der Dunkelheit“ oder Unwissenheit, Ignoranz gesehen, der selbst göttliche Erleuchtung besitzt.

Die Beziehung zu der Begrifflichkeit göttliche Erleuchtung, kann natürlich nicht eins zu eins aus dem Verständnis des Westens übernommen werden. Interkulturell fehlen uns hier Bezugsrahmen und Sprachbrücken, die uns in seiner gesamten Tragweite verstehen lassen, was hiermit gemeint ist. Wenn man sich länger mit Sanskrit beschäftigt, wird man feststellen, dass unsere Sprache, obwohl verwurzelt in der indogermanischen Sprachkultur, nicht in der Lage ist eine geeignete Übersetzung beizubringen.

Würden wir das Wort Guru in unserer Neuzeit und im Abendland nur annähernd verstehen, könnten wir sagen, ein „gebildeter Lehrer“. Ein Lehrer mit hoher Moral, Ethik und Tugend, der den Charaktereigenschaften eines Aristoteles, eines Platon, eines Sokrates, eines Goethes oder eines Humboldts entspricht, der durch seine Arbeit „einen neuen Wissens- und Reflexionsstand des Wissens von der Welt“, geschaffen hat.

Heute führen sich viele Trainer, Coaches und Führungskräfte auf wie Oberlehrer, als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gefressen.

Vorstandsvorsitzende oder Vorstände dominieren ihre Umgebung durch „Alpha-Verhalten“. Sie wollen immer der Boss sein, sie hören nicht zu, sie sprechen in langen Monologen, es fehlt ihnen an Redegewandtheit und sie behaupten, stets zu wissen, was richtig ist. Damit wecken sie fürchterliche Aggressionen. Sie verkörpern nicht unbedingt Prinzipien und Kriterien einer gebildeten, tugendhaften und ethischen Gesellschaft. Es fehlen ihnen grundlegende Kenntnisse der Rhetorik und der Kommunikation, die die Abwehrkräfte gegen Demagogen stärken.

Im zeitgenössischen westlichen Sprachgebrauch wird die Bezeichnung „Guru“ ? oftmals mit pejorativ abwertender oder spöttischer Bedeutung ? für Menschen benutzt, die durch religiöse oder philosophische Aussagen Anhänger um sich scharen, im weiteren Sinne auch für Fachleute mit überdurchschnittlichem Wissen, langer Erfahrung und gegebenenfalls charismatischer Ausstrahlung. Manager, Führungskräfte a la Middelhoff, Josef Esch, Uli Hoeneß, Friedrich Carl Janssen, Lothar Ruschmeier, Josef Ackermann, Jürgen Fitschen, Carsten Maschmeyer u.ä. Repräsentanten einer gefälligen Business-Ethik.

Der Fehler der phantasievollen Wortverwendung liegt jedoch in der mangelhaften Auseinandersetzung mit Begriffen und Worten anderer Kulturen. Leider hat gerade das Abendland mit seinem römisch-katholischen Gedankengut, insbesondere Deutschland, es nie richtig verstanden, die aus dem Sanskrit stammenden alten Begrifflichkeiten korrekt und in seiner wahrhaftigen Dimension zu übersetzen. Stattdessen wurden in der Gesellschaft Meinungen geprägt, die Raum für jegliche Form der Missinterpretation ermöglichten.

Ein Beispiel für falsche Wortdeutungen ist das altindische Symbol des Svastika‚ was in seiner Herkunft als Glücksbringer‘ bezeichnet wird.

So übernahmen die Nationalsozialisten ein auf der Spitze stehendes, nach rechts gewinkeltes Hakenkreuz als Symbol einer angeblichen arischen Rasse. Sie machten es 1920 zum Parteizeichen der NSDAP und 1935 zum zentralen Bestandteil der Flagge des Deutschen Reiches.

Die Folgen dieser Fehlauslegung, die im Handeln und in den Motivationen der ehemals menschenverachtenden Machthaber, sind Ihnen bekannt.

»Wenn heutzutage jemand Journalist ist, wie würde er berichten, wo es doch so viele schlechte Nachrichten und so wenige gute gib?. Wie sollten Sie als Journalisten arbeiten?«

Das ist eine sehr schwierige Frage.

Respekt vor dem Anderen, seiner Kultur und Meinung, basiert auf Wissen, Gesinnung und Bildung. Bildungsschwache Gesellschaften, schaffen Ignoranz, mangelhafte Ethik und Tugend. Menschen mit niedriger Bildung verlieren den Respekt, wenn sie Angst haben vor dem Fremden und den Dingen die sie nicht verstehen. Am Ende werden Intoleranz und gähnender Groll so stark, dass es zu Hass und Gewalt kommt.

Reporter müssen von dem berichten, was geschieht. Doch wenn sie nur aus einem Schock, aus Angst oder Empörung heraus schreiben, werden ihre Berichte nur die Ängste und die Wut der Leserschaft schüren und vielleicht für noch mehr Gewalt sorgen. Was können wir also tun, wenn wir solche Nachrichten erhalten? Was können Medien und Medienverantwortlichen tun, wenn es um die Gestaltung der Nachrichten geht?

Nachrichten aus den Kurdengebieten, aus der Ukraine, aus Somalia oder Mexiko. Krawalle bei in Polen, in Brüssel, Frankreich, Anitsalafisten-Demos in Hannover und in Köln. Wie sollen sie berichten, um das Feuer nicht noch mehr anzuheizen oder einseitig falsche Bilder und Emotionen zu erzeugen?

Bei solchen Fragen, sollten wir zunächst einmal tief in uns hinein gehen, schweigen und reflektieren welchen Einfluss Informationen auf unseren Geist, auch unsere Emotionen unter unserer Handlungen haben.

Sind wir heute überhaupt noch in der Lage, in geeigneter Weise alle äußeren Einflüsse und Stimulierung und geistige Prägungen zu vertrauen?

Ich denke, Sie haben die Verantwortung die Wahrheit zu sagen. Doch Sie müssen auf eine Weise berichten, die in den Leuten nicht die Samen der Angst, Intoleranz, Wut oder der Rache wässert.

„Wir sollten niemals aus den Augen verlieren, dass der Weg zur Tyrannei mit der Zerstörung der Wahrheit beginnt.“

Bill Clinton

Die Zerstörung der Wahrheit beginnt dort, wenn wir in den Redaktionen nicht achtsamer und differenzierter mit Berichterstattungen umgehen. Immer wieder müssen wir als Leser feststellen, dass die Recherchen zu oberflächlich und unausgewogen sind.

Vor einigen Jahren gab es in Deutschland eine Reihe von Veröffentlichungen über Kindermissbrauch in Familie und im religiösen Umfeld der katholischen Kirche. Ich hatte zu dieser Zeit mit verschiedenen Familien aus Südamerika zu tun, die ihre Kinder als Austauschschüler für eine Zeit nach Deutschland geschickt hatten.

Als die ausländische Presse die Thematik der Vorgänge in Deutschland aufgriff und darüber berichtete, wurde durch die erzeugte Medienrealität in Südamerika ein Bild dargestellt, als wäre das in Deutschland ein tägliches Geschehen in unseren Familien. Ich erhielt Anrufe von besorgten und aufgebrachten Eltern, die mich baten in den Gastfamilien zu überprüfen, ob dort alles mit ihren Kindern in Ordnung sei.

Der Deutsche Kinderschutzbund geht davon aus, dass „über 10% aller Kinder in Deutschland schweren körperlichen Züchtigungen ausgesetzt sind“ , das heißt ca. 1,2 Millionen aller Kinder bis zu 14 Jahren bzw. 1,5 Millionen der Kinder bis zu 18 Jahren. Bedeutet das jetzt, dass alle Eltern, Lehrer und geistliche Kinder in Deutschland misshandeln?

Die Lösung liegt nicht darin, die Wahrheit zu verbergen, sondern sie in einer Art und Weise darstellen.

Voltaire sagte einmal :

„Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen.„

Die Wahrheit kann auch eine Keule sein, mit der man andere erschlägt. Umso mehr sollten achtsam und verantwortungsvoll mit der Wahrheit umgehen kann. Süß verpackt schmeckt auch die Wahrheit besser.

Wo sind die Qualitätsjournalisten? Zu Recht muss man den Glaubwürdigkeitsverlust beobachten.

Gerade wenn es um die Auslandsberichterstattung über Indien geht, sind die Recherchen und Darstellungen meist wenig nachhaltig. Das fällt mir als Indienexperte und langjähriger Indienkenner extrem auf. Sie sind flüchtig, flach und lückenhaft.

Wiederholt muss ich beobachten, dass gerade Themen aufgegriffen werden, die Indien diskriminieren, herabsetzen oder lächerlich machen. Im Vordergrund stehen dann meist Vergewaltigungsthemen, Korruption, Hunde-, und Affenplage oder die konservativ religiöse Haltung gegenüber dem liberalen, kulturlosen Abendland und seinen, aus indischer Sicht, oft fragwürdigen Werten.

Vielleicht will man das Image Indiens, als der neue Star der Weltwirtschaft, durch diese negative Färbung bewusst niedermachen und in Misskredit bringen. Mittlerweile muss man in der Tat eine tiefe Skepsis gegen die deutsche Medienlandschaft hegen und die Presse für einseitig und gesteuert halten.

Wenn dann noch flache Berichte zur Volksbelustigung oder zur Zementierung des allgemeinen gesellschaftlichen Mindsets veröffentlicht werden, wie im Fall dieses indischen Gurus, dann ist es wirklich um einen seriösen Journalismus und die Kunst der publizistischen Arbeit schlecht bestellt.

In den USA gibt es Kampagnen gegen die Verkleidung als Mexikaner oder Afrikaner. Was ist heute politisch korrekt oder nicht korrekt? Sind Indianer und Cowboys Figuren gekleidet in rote und blaue Kostüme noch Bestandteil der weihnachtlichen Wunschzettel unserer Kinder? Darf sich ein American-Football-Team aus Washington, D.C., weiterhin Redskins nennen? Sind Kimono oder Sombrero bei Halloween oder Karneval noch duldbar?.

Weihnachten. Wie dürfen wir uns in einer globalen Welt heute verhalten? Wenn man weiß welche Religion jemand hat, kann man einen Weihnachtsgruß sagen der passt. Einem Christ kann man fröhliche Weihnachten wünschen. Ist jemand Jude sagt man happy Chanukka, bei Afroamerikanern heißt es fröhliches Kwanzaa und wenn man auf Nummer sicher gehen möchte und niemanden in seiner Kultur verletzen möchte, sagt man „Happy Holiday“ oder frohe Festtage.

In einer multikulturellen Gesellschaft, einer Welt, die sich kulturell immer mehr verbindet und austauscht, einer Welt, in der eh nur noch 7% der Weltbevölkerung in Europa lebt, ist es wichtig, dass wir im Umgang mit einem achtsamen Gebrauch von Worten gebildet werden. Damit meine ich nicht einfach nur den Besuch von Rhetorikkursen.

Ob im Beruf oder Privat – in jeden Bereichen des Lebens zählen sie besonders: Gute Manieren und Umgangsformen. Anstand, Tugend und Bildung.

Warum brauchen wir Toleranz? Worin liegt der Unterschied zwischen Toleranz und Respekt?

Laut Andreas Zick haben wir da noch viel Spielraum. Der Professor für Sozialpsychologie leitet an der Uni Bielefeld das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung.

Wie er, sehe ich noch viele Lücken und sehr viel Spielraum für Toleranz in Deutschland. Aber das beginnt mit Wissen, Bildung, Wahrhaftigkeit und einer Weltanschauung, die nur funktioniert, wenn man die Welt einmal richtig angesehen und kennen gelernt hat.

Die Medien, der Journalismus sollten da dringend wieder einmal die Schulbank drücken. Eben zu einem Guru gehen. Zu einem Lehrer, für interkulturelles Miteinander und respektvolle, achtsame Kommunikation.

„Nicht wissen, ist nicht schlimm.

Schlimmer ist: nicht lernen wollen.“

Sokrates

„Wenn die ganze Welt schweigt, macht eine Stimme den Unterschied.“

Malala Yousafazi
Friedensnobelpreisträgerin 2014

Posted by ganuschindra in Allgemein, Blog, Presse