Mit Yoga die Körpermitte entkrampfen

Entspannung

Yoga-Übungen für ein gutes Bauchgefühl

Die Körpermitte entkrampfen.

Mal zwickt es die Betroffenen nur ganz leicht und die Beschwerden wie Druckgefühl, Grummeln und Blähungen verschwinden nach kurzer Zeit von selbst, mal tauchen sie immer wieder auf. Bei 75 Prozent der Betroffenen kommen sie sogar öfter als alle zwei bis drei Monate vor. Die Symptome sind unterschiedlich stark ausgeprägt, fast allen ist gemeinsam: Die Schmerzen werden zu unerwünschten Begleitern. Die Lebensqualität ist eingeschränkt.

Was sind die Auslöser?
Ãœber 100 Millionen Nervenzellen durchziehen unseren Verdauungstrakt und steuern dessen Funktion. Dabei findet ein ständiger Informationsaustausch zwischen Nervenzellen und Muskeln der Darmwand statt. Die Ãœbertragung dieser Informationen erfolgt durch Botenstoffe. Wenn das Gleichgewicht dieser Botenstoffe gestört ist, kontrahieren die Muskeln der inneren Organe übermäßig – der Verdauungsapparat gerät aus dem Takt. Die Auslöser sind meist Stress, funktionelle Verdauungsprobleme, ungünstige Ernährungs- und Lebensgewohnheiten.

Yoga für gesundes Bauchgefühl
Neben einer ausgewogenen ayurvedischen Ernährung und Lebensweise, sowie einer geeigneten Behandlung der Beschwerden durch ayurvedische Anwendungen und Naturheilmittel, verhelfen leichte Yogaübungen zu einer entspannten Mitte:
1. Gehen Sie in den Fersensitz: Kopf und Rücken möglichst gerade halten, der Oberkörper liegt auf den Oberschenkeln. Die Arme liegen nach hinten auf dem Boden. Einige Male ein und ausatmen. Dann abwechselnd ein Bein gerade nach hinten strecken. Die Stirn berührt den Boden. Jeweils drei Minuten entspannen und auf die Atmung konzentrieren.
2. Bleiben Sie im Fersensitz: Die Arme über den Kopf strecken, die Handflächen aneinander. Den Po anspannen, das Gewicht leicht nach vorne verlagern und den Oberkörper mit den Armen nach oben ziehen ohne den Fersensitz zu verlassen. Eine Minute halten.
3. Rückenlage: Die Beine zum Oberkörper ziehen und mit den Armen umfassen. Langsam nach links und rechts pendeln.
4. Übung mit Kissen auf dem Boden: Gehen Sie in den Fersensitz. Lassen Sie den Bauch auf die Oberschenkel sinken, die Arme gleiten dabei nach vorn. Langsam die Stirn auf das Kissen und die Arme neben den Körper legen. Bleiben Sie möglichst entspannt in dieser Haltung und atmen Sie ruhig durch.
5. Zur Regeneration: Mit gegrätschten Beinen hinsetzen, die Fußsohlen aneinander stellen. Die Arme unter den Beinen durchschieben und dabei versuchen, die Arme möglichst nah an den Boden zu bringen. Den Kopf dabei sinken lassen, ruhig und tief in den Bauchraum atmen.
6. Schulterbrücke: Diese beruhigende Übung verlangt eine konzentrierte Bauchatmung. Kommen Sie in die Rückenlage. Die Beine angebeugt aufstellen. Die Fersen in den Boden drücken. Zuerst das Becken anheben, dann Wirbel für Wirbel den Rücken abheben, bis der Körper von den Schultern bis zu den Knien eine schiefe Ebene bildet. Die Arme liegen mit den Handflächen nach oben seitlich am Körper. In dieser Haltung bleiben, ruhig und tief in den Bauchraum atmen. Achtung: Beim Ablegen des Rückens die Fersen anheben und jeden Wirbel einzeln ablegen.
7. Entspannung im Schulterstand: Bleiben Sie in Rückenlage, die Beine werden angebeugt aufgestellt. Heben Sie das Becken an und schieben Sie ein Kissen darunter. Langsam das Becken absenken, bis Sie angenehm liegen. Nacken, Schultern und Arme sind entspannt am Boden. Strecken Sie beide Beine nach oben und halten Sie die dort Einige Minuten in dieser Position bleiben, dabei tief in den Bauch atmen.

11.10.2007 – Quelle: PTAheute