Pratipad Krishna Paksha

Krishna Pratipada

  1. Mondtag des Mondmonats Magha. Tithi-Herrscher: Agni – Feuer

Der erste Tag der abnehmenden Mondphase, Krishna Paksha oder 16. Tag des Mondmonats.

Die Kraft des Neuen, das Feuer der Begeisterung, gut für einen Anfang (Brahma), dennoch ist Vorsicht geboten. Noch herrschen starke Energien und Einflüsse der vergangenen Tage vor. Einer der instabilen, materiellen Tage, den man gut zur Vorbereitung und Planung der Aktivitäten in der bevorstehenden Mondphase nutzen sollte.  Gerade in der ersten Hälfte des Tages herrschen noch die turbulenten aufwühlenden Kräfte der vergangenen Nacht des Vollmonds oder Neumonds vor. Es ist ein Tag des Optimismus, der Erwachtungen, der vielleicht spontanen und unbedachten Handlungen, die sich in der zweiten Hälfte in jugendlicher Potenz ausdrückt. Alles mag möglich sein. Es ist ein Tag der den Grundstein legt, neue karmische Fundamente schafft, den zarten kleinen Baum einpflanzt und den Keim entstehen lässt, für den nun folgenden Halbmonat.

Die Prägung die an diesem Tag durch ein starkes Samkalpa gelegt wird, wird Erfolg versprechen.

Ideen, Kreativität, Schöpfungskraft. Gut für Feierlichkeiten, Reisen, Neubeginn, Haare schneiden, Hauseinweihung, Grundsteinlegung. Hochzeiten sind weniger günstig.

Es ist die Zeit Brahmas. Die kosmische Natur, die Mutter aller Schwingungen, wirkt in den drei Phasen der schöpferischen, der erhaltenden und der auflösenden Phase.

Sie werden jeweils von Brahma, Vishnu und Shiva gesteuert.

„Am Anfang sprach Gott: Es werde Licht. Gottes vibrierender Schöpfungswunsch, den er in die hohe Schwingung des AUMs (OM) einbettete, den intelligenten Heiligen Geist, die sich als objektives Licht und objektiver Laut manifestiert und in sich die drei Kräfte von Brahma, Vishnu und Shiva sowie der 3 Gunas (Sattva, Rajas, Tamas) integriert.

„Tat srishtwâ tad evânuprâvishat.“ (Taittrîya Upanishad, 2.6.2)

Nachdem Er die Schöpfung kreierte, stieg er in sie ein.

„Adityanam aham visnur jyotisham amsuman – Maricir marutam asmi naksatranam aham sasi”

Unter den Adityas (den zwölf leuchtenden Wesen oder Himmelskörper wie Agni – Blitz, bzw die 12 Monates des Jahres) bin ich Vishnu; unter den Gestirnen bin Ich die strahlende Sonne; unter den Marut – (den neunundvierzig Windgöttern oder Naturgesetze, die die Winde beherrschen) bin ich Marichi; (Mond) unter den Himmelskörpern bin Ich der Mond.

Bhagavad-Gita Kapitel X, Vers 21

 

Vishnu wird als der Bedeutendste unter diesen ursprünglichen, leuchtenden Intelligenzwesen gepriesen, denn in der Schöpfung ist Er der Bewahrer der konstruktiven Phase der Erhaltung. Ohne diese Kraft der Erhaltung ist keine Manifestation des geistes möglich. In ihrer Entstehungsphase ist die Schöpfung unvollständig und daher unvollkommen; sie zerfällt wieder und entschwindet während der Phase der Auflösung. Doch die Phase Vishnus, des Erhalters, ist gewaltig und grandios – eine ehrfurchterweckende Offenbarung der sich manifes­tierenden Eigenschaften des Herrn.

Im Sonnensystem manifestiert Gott Sein Kosmisches Licht vor allem in der positiven Sonne und im negativen Mond. Die Sonne ver­tritt die Vaterschaft Gottes und der Mond die Mutterschaft der kosmischen Natur, der Gemahlin Gottes. Dieses Positiv-Negativ-Prinzip offenbart sich überall in der Natur als die »Eltern« aller gegenständli­chen Materie. Diese Analogie zu Sonne und Mond wiederholt sich in vielen Yoga-Abhandlungen und versinnbildlicht das Positive und Ne­gative: geist und Natur. Zunehmende und abnehmende Mondphasen.

 

Standort/Zeitzone ist Köln

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